Pi­ra­tes of the Ca­rib­be­an: Sa­la­zars Ra­che

Blu-ray Magazin - - Blockbuster - TO­NY MEN­ZEL

Se­kun­den auf. An ih­re Stel­le tritt der Spröß­ling Hen­ry Tur­ner (Bren­ton Thwai­tes), der ver­sucht, den Fluch sei­nes Va­ters zu bre­chen. Da­für muss er al­ler­dings Cap­tain Jack Spar­row (John­ny Depp) fin­den und mit ihm schließ­lich den „Drei­zack des Po­s­ei­dons“. Be­glei­tet und ge­lei­tet wer­den sie von der Kar­to­gra­fin Ca­ri­na Smyth (Ka­ya Scodel­ario), die auf­grund ih­rer wis­sen­schaft­li­chen Kennt­nis­se als He­xe ver­folgt wird. Klingt nach ei­nem ge­müt­li­chen Se­ge­l­aus­flug, wird aber schnell zur reins­ten Hetz­jagd, denn stets auf ih­ren Fer­sen ist der ver­fluch­te Cap­tain Ar­man­do Sa­la­zar (Ja­vier Bar­dem) und sei­ne un­sterb­li­che Cr­ew.

Neue Hel­den, al­te Stär­ken

Die Rück­kehr zu al­ten Stär­ken ge­lingt er­staun­lich gut, denn als ei­gen­stän­di­ges Aben­teu­er bringt „Sa­la­zars Ra­che“den Spaß an der Schatz­su­che, den Schiffs­kämp­fen und dem Pi­ra­ten­da­sein zu­rück. Die Fahr­ten über das tief­blaue Meer sind schön wie eh und je, die Schiffs­kämp­fe toll in­sze­niert und auch Ac­tion­sze­nen an Land sind er­fri­schend und in­spi­riert. Lei­der treibt man es manch­mal et­was zu weit, bei­spiels­wei­se wenn die Pi­ra­ten ein gan­zes Bank­ge­bäu­de durch ei­ne Stadt zie­hen. In sol­chen Mo­men­ten wird es zu al­bern, zu über­trie­ben und co­mich­aft und dürf­te bes­ten­falls den jüngs­ten Zu­schau­ern zu­sa­gen. Die meis­ten Wit­ze und eher ne­ga­ti­ven Le­bens­ein­stel­lun­gen der Haupt­cha­rak­te­re rich­ten sich da­ge­gen ein­deu­tig an das er­wach­se­ne Pu­bli­kum. Hat man hier das Ziel­pu­bli­kum ver­fehlt? Lei­der wirkt auch John­ny Depps Darstel­lung des Cap­tain Jack Spar­row häu­fig nur noch wie ei­ne Par­odie des Cha­rak­ters. Da hilft auch nicht die eher mit­tel­mä­ßi­ge Ge­sichts­ver­jün­gung für ei­ni­ge Sze­nen. Hat­te Depp nicht in zahl­rei­chen Rol­len be­wie­sen, dass sein Al­ter mit dem rich­ti­gen Ma­ke-up voll­kom­men wan­del­bar ist? Trotz der Kri­tik macht es letzt­end­lich im­mer wie­der Spaß dem ego­zen­tri­schen Tau­ge­nichts da­bei zu­zu­se­hen, wie er un­frei­wil­lig zum Hel­den wer­den muss.

Neu­er Feind, al­ter On­kel

Je­der hel­den­haf­te Pi­rat braucht ei­nen bös­ar­ti­gen Ge­set­zes­hü­ter als Ge­gen­spie­ler. Der ge­fal­le­ne Ad­mi­ral und nun un­to­te Ka­pi­tän Sa­la­zar ist herr­lich bos­haft und mit Ja­vier Bar­dem per­fekt be­setzt. Sein Ta­lent für psy­cho­pa­thi­sche Bö­se­wich­te be­wies er be­reits als An­ton in „No Coun­try For Old Men“so­wie in „Sky­fall“und auch hier kann der Spa­nier sei­ne Stär­ken wie­der voll zum Ein­satz brin­gen. Die­sem un­to­ten Ka­pi­tän möch­te man nicht mal auf ei­ne See­mei­le zu na­he kom­men. Ach ja, Jacks On­kel wird üb­ri­gens von Paul McCart­ney ge­spielt – eben­falls nur für we­ni­ge Se­kun­den zu se­hen. Al­les in al­lem ist die­ser fünf­te Teil al­so er­neut ei­ne Ach­ter­bahn der Ef­fek­te und Ver­fol­gungs­jag­den, wo­bei frag­lich ist, ob der Zu­schau­er wirk­lich noch ein wei­te­res Pi­ra­ten-Aben­teu­er die­ser Art se­hen will.

Da ist er ja, nur ganz kurz, und schon ist er wie­der weg: Wil­li­am Tur­ner (Or­lan­do Bloom) schaut vor­bei

Es ist nicht im­mer leicht, ei­ne Frau der Wis­sen­schaft zu sein: Ka­ya Scodel­ario als Ca­ri­na Smyth

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