Jan Ull­rich er­neut fest­ge­nom­men

Im Dro­gen­rausch würg­te er ei­ne Pro­sti­tu­ier­te

Chemnitzer Morgenpost - - FRONT PAGE -

FRANK­FURT - Jan Ull­rich (44) sorgt wei­ter für Schlag­zei­len. Am frü­hen Frei­tag­mor­gen ha­ben Po­li­zis­ten das eins­ti­ge Rad­sport-Idol in Frank­furt am Main we­gen des Ver­dachts der Kör­per­ver­let­zung fest­ge­nom­men.

Ull­rich wird die Miss­hand­lung ei­ner Es­cort-Da­me im Fünf­ster­ne-Ho­tel „Vil­la Ken­ne­dy“vor­ge­wor­fen. „Hier­bei soll der Be­schul­dig­te sie ge­würgt ha­ben, bis ihr schwarz vor Au­gen wur­de“, teil­te Nad­ja Nie­sen, Spre­che­rin der Frank­fur­ter Staats­an­walt­schaft mit. Die Frau muss­te me­di­zi­nisch be­han­delt wer­den. Jan Ull­rich ha­be so stark un­ter Al­ko­hol und Dro­gen ge­stan­den, dass er stun­den­lang nicht ver­nom­men wer­den konn­te. Am Nach­mit­tag ha­be er die Aus­sa­ge ver­wei­gert.

Ull­rich hat­te erst vor we­ni­gen Ta­gen, nach­dem es auf Mallor­ca zu ei­ner Aus­ein­an­der­set­zung mit sei­nem Nach­barn Til Schwei­ger (54) kam, öf­fent­lich Al­ko­hol- und Dro­gen­pro­ble­me ein­ge­räumt. Aus Lie­be zu sei­nen Kin­dern woll­te er ei­ne The­ra­pie be­gin­nen. Doch statt in die Kli­nik führ­te ihn sein Aus­ras­ter di­rekt in Po­li­zei-Ge­wahr­sam.

Nach Ab­stim­mung mit der Staats­an­walt­schaft wur­de der 44-Jäh­ri­ge im Lau­fe des Nach­mit­tags wie­der ent­las­sen, so die Po­li­zei Frank­furt. Die Staats­an­walt­schaft se­he kei­nen drin­gen­den Tat­ver­dacht für ein ver­such­tes Tö­tungs­de­likt und mit Blick auf die Er­mitt­lun­gen we­gen ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung kei­nen Haft­grund.

Jan Ull­rich (44) wird schwe­re Kör­per­ver­let­zung vor­ge­wor­fen. In dem Ho­tel­zim­mer des Ex-Rad­pro­fis ha­ben Po­li­zei­be­am­te auch Dro­gen gefun­den.

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