Black­ber­ry 10 end­gül­tig vor dem Aus? Clas­sic-Pro­duk­ti­on wird ein­ge­stellt

Computerwoche - - Markt -

Mit dem „PRIV“hat Black­ber­ry ei­nen kla­ren Weg in Rich­tung An­dro­id-Platt­form ein­ge­schla­gen. Min­des­tens drei wei­te­re Smart­pho­nes mit dem Goog­le-Be­triebs­sys­tem sind in der Pi­pe­line. Ex­per­ten mut­ma­ßen, dass da­mit die end­gül­ti­ge Ab­kehr vom we­nig er­folg­rei­chen Mo­bi­le-Be­triebs­sys­tem Black­ber­ry 10 (BB10) an­steht. Bran­chen­be­ob­ach­ter er­war­ten seit Län­ge­rem, dass Black­ber­ry-Chef John Chen im Smart­pho­ne-Be­reich zu­min­dest die Pro­duk­ti­on der tech­nisch in­ter­es­san­ten, aber wirt­schaft­lich er­folg­lo­sen Black­ber­ry10-Ge­rä­te auf­gibt. Der Platt­form ist es trotz cle­ve­rer Be­nut­zer­füh­rung, ho­her Si­cher­heits­stan­dards und in­ter­es­san­ter De­tails nicht ge- lun­gen, aus­rei­chend In­ter­es­se bei Bu­si­ness- und Pri­vat­kun­den so­wie Ent­wick­lern her­vor­zu­ru­fen. Zu­dem treibt Black­ber­ry die Ent­wick­lung von An­dro­id als al­ter­na­ti­ver Platt­form vor­an, in­dem der Her­stel­ler sei­ne Di­ens­te und Lö­sun­gen um­zieht und ei­ge­ne Ge­rä­te fer­tigt.

Black­ber­ry baut An­dro­id-Pho­nes

Nach dem PRIV wol­len die Ka­na­di­er in die­sem Jahr an­geb­lich noch zwei wei­te­re An­dro­id-Smart­pho­nes (Co­de­na­me „Ne­on“und „Ar­gon“) auf den Markt brin­gen, für An­fang 2017 – zum Mo­bi­le World Con­gress – soll ein wei­te­res Ge­rät ge­plant sein. Von neu­en Black­ber­ry-10Smart­pho­nes da­ge­gen kei­ne Spur. Ei­ne Meldung, dass US-Se­na­to­ren künf­tig kei­ne Black­ber­ry-Ge­rä­te mehr er­hal­ten, gibt den Spe­ku­la­tio­nen be­züg­lich ei­nes En­des für Black­ber­ry 10 wei­te­re Nah­rung. Wie näm­lich aus ei­ner Mail an die zen­tra­le Ver­ga­be­stel­le der US-Re­gie­rung, ei­nem der letz­ten gro­ßen Black­ber­ry-Kun­den, her­vor­geht, soll Black­ber­ry die bei­den US-Car­ri­er Ve­ri­zon und AT&T in­for­miert ha­ben, dass die Pro­duk­ti­on al­ler Black­ber­ry-10-Ge­rä­te (Q10, Z10, Z30, Passport und Clas­sic) ein­ge­stellt wor­den sei. Black­ber­ry de­men­tier­te halb­her­zig: Nur die Pro­duk­ti­on des Black­ber­ry Clas­sic wer­de ein­ge­stellt. Die Ge­rä­te­stra­te­gie ba­sie­re auf ei­nem platt­form­über­grei­fen­den Mo­dell.

Der Clas­sic von Black­ber­ry ist bald Ge­schich­te. Sei­ne Zu­kunft ver­knüpft der eins­ti­ge Smart­pho­ne-Pri­mus eng mit der Goog­le-Platt­form An­dro­id.

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