Lie­fe­ran­ten im Griff

Eiss­mann Au­to­mo­ti­ve zählt welt­weit mehr als 1000 Lie­fe­ran­ten. Um die Zu­sam­men­ar­beit zu ver­bes­sern, hat der Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rer aus dem schwä­bi­schen Bad Urach vor Jah­ren ei­ne di­gi­ta­le Lie­fe­ran­ten­ak­te ein­ge­führt. Die­se wur­de nun um den vir­tu­el­len Pro­jektrau

Computerwoche - - Inhalt - Von Alex­an­dra Mes­mer, Re­dak­teu­rin

Eiss­mann Au­to­mo­ti­ve wur­de beim Di­gi­tal Le­a­der Award mit ei­ner Lö­sung aus­ge­zeich­net, die die Zu­sam­men­ar­beit mit sei­nen rund 1000 Zu­lie­fe­rern we­sent­lich ver­ein­facht.

Die Ein­käu­fer von Eiss­mann stimm­ten sich bis­her per Mail mit ih­ren Lie­fe­ran­ten ab. Seit Früh­jahr 2017 ist das Web­ba­sie­ren­de Lie­fe­ran­ten­por­tal iRoom im Ein­satz, das auf der schon vor­her vor­han­de­nen En­ter­pri­se-Con­tent-Ma­nage­ment-Lö­sung Do­xis 4 von SER auf­baut und ei­nen ein­fa­chen und si­che­ren Zu­gang für Lie­fe­ran­ten er­laubt.

Laut Cor­ne­li­us Hil­big, He­ad of Di­gi­tal Ser­vices/ IT bei Eiss­mann, pro­fi­tie­ren da­von nicht nur die Ein­käu­fer, son­dern auch der Fach­be­reich Lie­fe­ran­ten­qua­li­tät, der Ver­trieb und die Pro­jekt­lei­ter. Die Lie­fe­ran­ten kön­nen über den iRoom „ei­gen­stän­dig und je­der­zeit re­gel­mä­ßig wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben er­le­di­gen“, sagt Hil­big. „Sie wer­den in die La­ge ver­setzt, ih­re Zer­ti­fi­ka­te re­gel­mä­ßig zu ak­tua­li­sie­ren. Der iRoom er­in­nert sie nun bei Fäl­lig­keit dar­an, und sie brau­chen die neu­en Zer­ti­fi­ka­te nur noch in das Por­tal hoch­zu­la­den, fer­tig.“Für die Eiss­mann-Mit­ar­bei­ter bringt die­ser Pro­zess ei­ne spür­ba­re zeit­li­che Ent­las­tung. War ein Ein­käu­fer frü­her 15 bis 20 Mi­nu­ten mit der Ak­tua­li­sie­rung ei­nes Zer­ti­fi­kats be­schäf­tigt, be­nö­tigt er heu­te nur noch ein bis zwei Mi­nu­ten. Die Rei­se­tä­tig­keit konn­te eben­falls dras­tisch re­du­ziert wer­den: Da der Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rer je­des Quar­tal sei­ne Lie­fe­ran­ten­be­wer­tun­gen ak­tua­li­siert, muss­ten die da­für ver­ant­wort­li­chen Ma­na­ger bis­her je­den Zu­lie­fe­rer be­su­chen und mit ihm die neue Be­wer­tung be­spre­chen. Nun kön­nen sich die Lie­fe­ran­ten im iRoom über den Brow­ser ih­re Be­wer­tung an­se­hen und kom­men­tie­ren.

Für IT-Chef Hil­big war es wich­tig, al­le Be­tei­lig­ten früh in das Pro­jekt ein­zu­bin­den und so von der neu­en Lö­sung zu über­zeu­gen. Vor dem Hin­ter­grund bot es sich an, das Pro­jekt agil mit kur­zen Ite­ra­tio­nen be­zie­hungs­wei­se Ent­wick­lungs­zy­klen um­zu­set­zen.

Agi­li­tät sorgt für emo­tio­na­le Bin­dung

Ei­ne Ent­schei­dung, die laut Cor­ne­li­us Hil­big zum Er­folg des Pro­jekts bei­ge­tra­gen hat: „Wir sind über­zeugt, dass die schnel­le und fort­wäh­ren­de Aus­lie­fe­rung von Ent­wick­lungs­stän­den die Kun­den­zu­frie­den­heit – in­tern wie ex­tern – er­heb­lich stei­gert und für ei­ne emo­tio­na­le Bin­dung an das Pro­jekt sorgt.“(Mehr über Agi­li­tät und die Vor­aus­set­zung für den Er­folg in­no­va­ti­ver Pro­jek­te le­sen Sie im ne­ben­ste­hen­den In­ter­view.)

Bin­nen sechs Mo­na­ten war das neue Lie­fe­ran­ten­por­tal fer­tig. Mit dem IT-Di­enst­leis­ter SER pro­du­zier­te der Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rer ein Vi­deo, um den Lie­fe­ran­ten die ein­fa­che Be­die­nung des neu­en Por­tals zu zei­gen und sie für die Zu­sam­men­ar­beit mit ih­ren au­to­ma­ti­sier­ten Ab­läu­fen und Be­nach­rich­ti­gun­gen zu be­geis­tern. Vor dem of­fi­zi­el­len Launch des Por­tals fand auch ein Lie­fe­ran­ten­tag statt.

Zum Port­fo­lio des Au­to­mo­bil­zu­lie­fe­rers Eiss­mann ge­hö­ren Be­di­en­mo­du­le, aber auch kom­plet­te Fahr­zeu­gin­nen­räu­me.

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