EIN GE­SPRÄCH MIT JO­NA­THAN GRE­EN

EX­PE­DI­TI­ONS­LEI­TER, NA­TUR­FOR­SCHER, UM­WELT­SCHÜT­ZER – UND STAR DER BBC-SE­RIE „ UN­SER BLAU­ER PLA­NET II“

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Was ist dei­ne Rol­le an Bord der G Ex­pe­di­ti­on?

Die letz­ten drei Jah­re ha­be ich als Ex­pe­di­ti­ons­lei­ter ge­ar­bei­tet. Das heißt, ich ko­or­di­nie­re al­le Ak­ti­vi­tä­ten mit den Pas­sa­gie­ren ab­seits des Schif­fes.

Wie kam es, dass du dich für Aben­teu­er­rei­sen und Um­welt­schutz in­ter­es­siert hast?

Ich hat­te schon im­mer ein In­ter­es­se für Fos­si­li­en und Di­no­sau­ri­er. Des­halb ha­be ich auch Geo­lo­gie stu­diert. Nach mei­nem Ab­schluss gab es nicht viel Ar­beit, al­so be­gann ich zu rei­sen. In Spa­ni­en hör­te ich da­von, dass es auf den Galápa­gos- In­seln Ar­beit ge­ben soll­te. Ich be­gann al­so dort als Tau­cher und Na­tur­for­scher zu ar­bei­ten. Als Tau­cher wur­de mir be­wusst, dass sehr we­nig hin­sicht­lich der Wal­haie ge­tan wur­de – die, da sie sich evo­lu­tio­när so lan­ge nicht wei­ter­ent­wi­ckelt ha­ben, tech­nisch ge­se­hen Di­no­sau­ri­er sind!

Wie hat Pla­ne­ter­ra (die ge­mein­nüt­zi­ge Or­ga­ni­sa­ti­on von G Ad­ven­tures, die so­zia­le Un­ter­neh­men, Um­welt­schutz und mehr för­dert) dei­ne Er­for­schung der Wal­haie un­ter­stützt?

Nach et­wa 18 Mo­na­ten Spen­den­samm­lung mit Pla­ne­ter­ra in Part­ner­schaft mit „ Ma­ri­ne Me­gafau­na“hat­ten wir ge­nug Geld ge­sam­melt, um ei­ne vol­le For­schungs­rei­se zu fi­nan­zie­ren. Das ist ei­ne gro­ße Sa­che.

Dei­ne Ar­beit wur­de in der Bbc-se­rie „ Un­ser blau­er Pla­net“vor­ge­stellt. In­wie­fern hilft das?

Das war ver­mut­li­che die Platt­form, die uns am meis­ten Auf­merk­sam­keit in den Me­di­en über­haupt ge­bracht hat. Die BBC hat uns ge­sagt, dass die Sen­dung von et­wa ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de Men­schen ge­se­hen wer­den könn­te.

In­wie­weit hel­fen Grup­pen­rei­sen den Be­mü­hun­gen zum Um­welt­schutz?

Ich den­ke, es läuft dar­auf hin­aus, dass Men­schen bei je­der Form des Rei­sens et­was ler­nen. Es schafft Be­wusst­sein und Be­wusst­sein führt zu Um­welt­schutz. Man kann sa­gen, dass wir in der Ant­ark­tis Rei­sen in ei­ne ver­letz­li­che Re­gi­on un­ter­neh­men, aber ich den­ke, wenn du die­se Ge­bie­te für wohl­mei­nen­de Rei­sen­de ein­fach sperrst, wer­den sie igno­riert und so­lan­ge du kein Be­wusst­sein schaffst, wird es nie ei­ne Ge­le­gen­heit für Um­welt­schutz ge­ben.

DIE OZEA­NE SCHÜT­ZEN

Der Oce­an He­alth Fund ist ein von G Ad­ven­tures un­ter­stütz­tes Pro­gramm zum Schutz der Welt­mee­re. Mit Rei­sen wer­den je­des Jahr tau­sen­de Dol­lar ge­sam­melt, die ein­ge­setzt wer­den, um fra­gi­le Öko­sys­te­me zu schüt­zen, die Ver­schmut­zung der Ozea­ne zu be­kämp­fen und Wis­sen­schaft und For­schung zu för­dern.

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