LOS PIRINEOS

Ih­re Lie­be zur Na­tur und zur Berg­welt der Py­re­nä­en mo­ti­vier­te die Fa­mi­lie An­tó aus Bar­ce­lo­na da­zu, sich ein Re­fu­gi­um in der Re­gi­on von La Cer­danya zu kau­fen, um ih­re Frei­zeit ge­mei­sam dort zu ver­brin­gen.

Die Schoensten Landhaeuser - - INHALT - TEXT: ANDREA RAMPL • FO­TOS: J.HAUS­MANN/PHOTOFOYER

War­um sich Fa­mi­lie An­tó für ein Fe­ri­en­do­mi­zil in den spa­ni­schen Ber­gen ent­schied.

Wo sich im Mit­tel­al­ter die Kat­ha­rer vor der In­qui­si­ti­on ver­schanz­ten und der Or­den der Temp­ler un­ein­nehm­ba­re Fe­s­tun­gen auf die höchs­ten Zin­nen bau­te, weht in den Ber­gen der Py­re­nä­en noch heute ein Hauch längst ver­gan­ge­ner Zei­ten. Ma­le­ri­sche Berg­dör­fer, pracht­vol­le Brü­cken, stei­ner­ne Kir­chen und Ka­pel­len zeu­gen von der be­leb­ten Ver­gan­gen­heit die­ser Or­te und lo­cken Tou­ris­ten aus al­ler Welt an. Aber auch die Spa­nier wis­sen um die be­son­de­ren Rei­ze ih­rer Land­schaft. Für die viel be­schäf­tig­te In­nen­aus­stat­te­rin Asun An­tó aus Bar­ce­lo­na gibt es kei­nen schö­ne­ren Mo­ment, als die tur­bu­len­te Stadt hin­ter sich zu las­sen, um zu ih­rem Fe­ri­en­haus in der Cer­danya auf­zu­bre­chen. „Als wir das Chalet vor acht Jah­ren kauf­ten, dach­te ich vor­wie­gend an ku­sche­li­ge, ge­müt­li­che Win­ter­aben­de“, er­klärt uns Asun. „Dass wir dann so oft her­kom­men, hat sich ein­fach so er­ge­ben.“Die gan­ze Fa­mi­lie ist in freu­di­ger Er­war­tung, wenn ein Aus­flug in die Ber­ge an­steht. Das enor­me Spek­trum an Be­tä­ti­gungs­mög­lich­kei­ten hat für je­den sei­nen ei­ge­nen Reiz. Ne­ben klas­si­schen Wan­de­run­gen lässt sich das im­po­san­te Hoch­ge­bir­ge auch mit dem Fahr­rad oder zu Pferd er­kun­den. Im Win­ter war­ten at­trak­ti­ve Pis­ten auf Ski­freun­de und

Snow­boar­der. Für be­son­ders Aben­teu­er­lus­ti­ge la­den rei­ßen­de Flüs­se zum Wild­was­ser­pad­deln oder Can­yo­ning ein. „Am meis­ten schät­ze ich die himm­li­sche Ru­he und die fri­sche Luft hier oben“, er­zählt die sym­pa­thi­sche Ka­ta­la­nin lä­chelnd. „Die­ser Ort ist ein tol­ler Kon­trast zu un­se­rem Le­ben in der Groß­stadt. Erst heute früh wa­ren wir im Wald und ha­ben mit den Kin­dern ei­nen gro­ßen Korb vol­ler Pil­ze ge­sam­melt.“Holz ist das über­wie­gen­de Ma­te­ri­al ih­res Re­fu­gi­ums: Bö­den und Tü­ren, De­cken, Fens­ter und Trep­pen sind aus hei­mi­scher Pi­nie ge­fer­tigt und bil­den den per­fek­ten Rah­men für die hel­len und mo­der­nen Land­haus­mö­bel, mit de­nen Asun die ein­zel­nen Zim­mer fa­mi­li­är-ge­müt­lich ein­ge­rich­tet hat. Das Erd­ge­schoss um­fasst ei­nen mit­tig an­ge­leg­ten Ka­min so­wie ei­ne of­fe­ne Kü­che, die in den Ess­platz und den kom­for­ta­blen Wohn­be­reich über­geht. Im obe­ren Stock­werk liegt der El­tern­schlaf­raum, der mit ei­nem Him­mel­bett auf­war­tet. Ge­gen­über be­fin­det sich das gro­ße, in drei Zo­nen un­ter­teil­te Kin­der­zim­mer, das den Al­ters­stu­fen der drei Söh­ne ge­recht wird und ne­ben dem Schlaf­platz ge­nug Raum zum Spie­len, Le­sen und Bas­teln bie­tet. Nach ei­nem ge­mein­sa­men Tag in der traum­haf­ten Ge­birgs­land­schaft ver­sam­melt sich die Fa­mi­lie am Abend ger­ne am of­fe­nen Feu­er und lässt den Tag mit ei­ner Ge­schich­te aus­klin­gen, bis dem Jüngs­ten die Au­gen zu­fal­len.

Treff­punkt Wenn am Abend im Ka­min das Feu­er pras­selt, fin­den sich al­le Fa­mi­li­en­mit­glie­der ein und war­ten, bis der Va­ter an­fängt, ei­ne span­nen­de Ge­schich­te zu er­zäh­len.

Gro­ße Bil­der: In de­zen­tem Hell­grau prä­sen­tie­ren sich Kü­che und Ess­platz. Klei­nes Bild: Das of­fe­ne Re­gal dient der op­ti­schen Tren­nung zum Wohn­be­reich.

Gro­ße Bil­der: Vor dem Schla­fen­ge­hen gibt es ei­ne Kis­sen­schlacht; in der Tru­he sind die Pols­ter ver­wahrt. Klei­nes Bild: Am Schreib­tisch wird ge­malt und ge­bas­telt.

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