LE­CKE­RE MAR­ME­LA­DEN

Mit viel Ge­spür für die Na­tur, der Lie­be zu ih­rem Kräu­ter­gar­ten und den Wie­sen und Wäl­dern ih­rer Hei­mat zau­bert Tan­te Christl al­ler­lei Köst­li­ches ins Ein­mach­glas.

Die Schoensten Landhaeuser - - INHALT 4/2018 - TEXT: S. EGETEMEIR • FO­TOS: RO­MAN­TIK HO­TEL GMACHL

Tan­te Christl hat die bes­ten Tipps für fruch­ti­ge Auf­stri­che.

Die Sor­ten pas­sie­ren ein­fach so“, er­klärt Tan­te Christl und lässt den Blick über ih­re ver­lo­ckend bunt ge­füll­ten und lie­be­voll eti­ket­tier­ten Glä­ser schwei­fen. Die um­trie­bi­ge Ös­ter­rei­che­rin aus dem Salz­bur­ger Se­en­land ent­wi­ckel­te vor ei­ni­gen Jah­ren aus ih­rer Pas­si­on fürs Ein­ko­chen und ih­rem Wis­sen um hei­mi­sche Früch­te und Kräu­ter ei­ne Ge­schäfts­idee. Wo­von zu­vor nur Fa­mi­lie und Freun­de pro­fi­tier­ten und be­geis­tert mehr ver­lang­ten, da­von kom­men nun auch die Gäs­te im Ho­tel ih­rer Schwes­ter, der In­ha­be­rin des Ro­man­tik Ho­tels Gmachl, in den Ge­nuss. Da­mit für je­den et­was da­bei ist und sie ih­rem For­scher­drang nach neu­en Ge­schmacks­kom­po­si­tio­nen frö­nen kann, va­ri­iert Tan­te Christl die Re­zep­te für ih­re Frucht­auf­stri­che je nach Sai­son: Klas­si­ker wie Erd­bee­re, Ma­ril­le und Him­bee­re be­geis­tern Fein­schme­cker eben­so wie die krea­ti­ven Mi­schun­gen Ap­fel-Man­del, Kir­sche-Ama­ret­to und Erd­beer-Scho­ko-Min­ze. Al­les, was sie an Obst, Nüs­sen und Kräu­tern auf den hei­mi­schen Wie­sen, in den Wäl­dern so­wie im haus­ei­ge­nen Gar­ten fin­det, ver­ar­bei­tet

die eif­ri­ge Elix­hau­se­ne­rin – und pro­du­ziert so ins­ge­samt 68 ver­schie­de­ne Sor­ten Mar­me­la­de und Chut­ney in rund 6.000 Glä­sern pro Jahr. Un­ter­stützt wird sie da­bei von Ehe­mann Ernst und Sohn Ja­kob, die ihr beim Pflü­cken und für Ge­schmacks­tests ger­ne zur Sei­te ste­hen. Fragt man sie, wo­her die­se Lei­den­schaft stammt, mit der sie sich nicht nur um ih­re Mar­me­la­den­pro­duk­ti­on, son­dern auch um den ho­tel­ei­ge­nen Kräu­ter­gar­ten küm­mert, ver­weist Tan­te Christl auf die lan­ge Ge­schich­te, die ih­re Fa­mi­lie mit dem Hü­gel­land rings­um, den Ber­gen und dem Ho­tel ver­bin­det. Ge­ra­de das seit 1334 von der Fa­mi­lie ge­führ­te Ho­tel und die lan­ge Tra­di­ti­on des Gast­ge­bens, den Wunsch, den Men­schen et­was Gu­tes zu tun und et­was aus ih­rer Hei­mat wei­ter­zu­ge­ben, hält sie für aus­schlag­ge­bend. Denn auch im Ho­tel hat die Ver­wen­dung von hei­mi­schen Zu­ta­ten ei­nen ho­hen Stel­len­wert – ob im SpaBe­reich mit der auf Wild­ro­sen ba­sie­ren­den Kos­me­tik­li­nie oder in der Kü­che. Die haus­ei­ge­ne Land­metz­ge­rei lie­fert da­für hoch­wer­ti­ge Fleisch- und Wurst­spe­zia­li­tä­ten aus ei­ge­ner Land­wirt­schaft und von lo­ka­len Bau­ern. Die ört­li­che Bä­cke­rei pro­du­ziert ex­klu­si­ves Gmachl-Rog­gen­brot und im Fo­rel­len­bas­sin wird Fisch öko­lo­gisch ge­züch­tet. Ob sich wohl der Kü­chen­chef von Tan­te Christl be­ra­ten lässt, wenn er für sei­ne Ge­rich­te ess­ba­re Blüten und aro­ma­ti­sche Kräu­ter ver­wen­det? Sie schmun­zelt nur und gibt et­was Elix­hau­se­ner Ho­nig in ih­ren Kräu­ter­tee aus Ha­ge­but­te, Ros­ma­rin, La­ven­del, Lö­wen­zahn und Min­ze.

Tan­te Christl gilt zu Recht als Mar­me­la­den­fee: Mit ih­ren aro­ma­ti­schen Frucht­auf­stri­chen und Chut­neys aus hei­mi­schen Zu­ta­ten macht sie Fein­schme­cker glück­lich.

Früh­stück im Grü­nen: Un­ter den al­ten Kas­ta­ni­en­bäu­men des Ho­tel­gar­tens schme­cken Tan­te Christls Mar­me­la­den noch­mal so gut.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.