Freie IPTV-Sen­der aus al­ler Welt mit prak­ti­schem Enig­ma2-Plu­gin emp­fan­gen

Ne­ben Sa­tel­li­ten-, Ka­bel- und ter­res­tri­schem Emp­fang wird auch der Si­gnal­emp­fang von TV- und Ra­dio­sen­dern über das In­ter­net im­mer in­ter­es­san­ter. Ne­ben Be­zahl­an­ge­bo­ten ste­hen hier­über auch freie An­ge­bo­te pa­rat. Wir stel­len Ih­nen ei­nes dieser Pa­ke­te ein­mal

Digital Fernsehen - - Inhalt - RI­CAR­DO PET­ZOLD

Wer kennt sie nicht, die Fre­quenz­lis­te wo al­le Sen­der und ih­re Emp­fangs­da­ten über die klas­si­schen Emp­fangs­we­ge Sa­tel­lit, Te­re­strik oder auch im Ka­bel auf­ge­lis­tet sind. Im IPTV-Be­reich gibt es ei­ne sol­che nicht, war­um auch, schließ­lich ar­bei­tet man hier mit Adres­sen statt Fre­quen­zen. Ein Adress­buch wä­re viel sinn­vol­ler, al­ler­dings ei­nes, was die Adres­sen sor­tiert und pflegt. Die Web­site Flu­xus TV hat sich das zum Ziel ge­setzt . Im Ge­gen­satz zu vie­len il­le­ga­len IPTV-An­bie­tern und Web­sites wer­den bei Flu­xus le­ga­le Links der Sen­der ge­sam­melt und nach Län­dern und Kon­ti­nen­ten sor­tiert.

Un­ter­schied zu an­de­ren Por­ta­len

Im In­ter­net sind vie­le schwar­ze Scha­fe zu fin­den, die es sich zum Ge­schäfts­mo­del ge­macht ha­ben Free- und Pay-TV-An­ge­bo­te für das Strea­m­ing auf­zu­be­rei­ten und die ent­spre­chen­den Pa­ke­te ge­gen Ge­bühr über di­ver­se Platt­for­men an Kun­den zu ver­äu­ßern. Na­tür­lich sind die­se An­ge­bo­te il­le­gal und ne­ben dem An­bie­ter ma­chen sich auch Nut­zer straf­bar. Hin­zu kommt: Wird ein sol­cher An­bie­ter er­mit­telt und

des­sen Ser­ver ab­ge­schal­tet ist das kom­plet­te Strea­m­ing­an­ge­bot da­hin. Flu­xus ar­bei­tet an­ders. Hier wer­den Streams die im In­ter­net zu fin­den sind auf­ge­spürt und auf­be­rei­tet. So­mit be­deu­tet ein Aus­fall ei­nes Sen­ders auch nicht gleich das al­les ist son­dern in der Re­gel nur das ei­ne An­ge­bot. Mit­tels kon­ti­nu­ier­li­chen Up­dates wer­den die Strea­m­ing­adres­sen die die TV-Sen­der auch auf ih­ren ei­ge­nen Por­ta­len hin und wie­der än­dern, ge­pflegt.

Das An­ge­bot

An dieser Stel­le sei zu­erst klar­ge­stellt, dass das nun vor­ge­stell­te IPTV-An­ge­bot Flu­xus kei­nes­falls als Er­satz für den klas­si­schen TV-Be­trieb an­zu­se­hen ist. Viel­mehr eig­net sich die­ses An­ge­bot für all je­ne die über den Tel­ler­rand hin­aus schau­en wol­len und als Er­gän­zung zum be­währ­ten TV-Emp­fang über As­tra oder das Ka­bel­netz. Man kann die Viel­falt an Sen­dern, die Flu­xus Te­le­vi­si­on in sei­ner M3u-Lis­te an­bie­tet kaum in Wor­te fas­sen. Blie­ben vie­le exo­ti­sche TV-Sta­tio­nen Sat-TV-Nut­zern mit ei­ner auf­wen­di­gen C-Band-An­la­ge vor­be­hal­ten, in die oft­mals tau­sen­de von Eu­ro und noch mehr Platz im hei­mi­schen

Gar­ten in­ves­tiert wer­den muss­te, kön­nen IPTV-Zu­schau­er die­se Sat-Freaks nun so­gar aus­ste­chen. Mit Sen­dern aus Aus­tra­li­en, der In­seln St. Kitts und Is­land aber auch aus dem asia­ti­schen Raum bie­tet das In­ter­net mehr als der Sa­tel­li­ten­emp­fang, der be­kannt­lich auch nicht nut re­gio­nal be­grenzt ist.

Ak­tu­ell bie­tet Flu­xus Sen­der aus rund 150 Län­dern und Re­gio­nen der Er­de an. Ob­wohl sich al­le in nur ei­nem M3u-Fi­le be­fin­den kön­nen die meis­ten End­ge­rä­te, dar­un­ter auch Enig­ma2 die­se Lis­te in ver­schie­de­ne Ein­zel­lis­ten kon­ver­tie­ren. Wird die Flu­xus M3u-Lis­te in ei­ne Enig­ma-Box mit­tels IPTV Bou­quet-Ma­ker ein­ge­le­sen, er­zeugt die­ses Plu­gin für je­de Re­gi­on ei­ne ei­ge­ne Fa­vo­ri­ten­lis­te. Wie dies im De­tail geht, zei­gen wir Ih­nen im an­schlie­ßen­den Work­shop.

USA, Ka­na­da und mehr

Auch Freun­de der Ori­gi­nal­spra­che wer­den bei Flu­xus fün­dig. So­wohl das Bou­quet mit ame­ri­ka­ni­schen, als auch je­nes mit ka­na­di­schen Sen­dern ist sehr breit. Dar­un­ter be­lieb­te Sen­der wie ABC News, CBS, CNN in der in­ter­na­tio­na­len und na­tio­na­len Va-

ri­an­te aber auch Spar­ten­pro­gram­me rund um Sport, Film oder Kin­der. Ein­zig das bri­ti­sche An­ge­bot ist über­schau­bar, da die An­bie­ter von den bri­ti­schen In­seln ih­re Pro­gram­me im In­ter­net ab­schot­ten.

Re­gio­na­le Freu­de

Doch nicht nur aus­län­di­sche und in­ter­na­tio­na­le An­ge­bo­te sind bei Flu­xus in­ter­es­sant. In der deut­schen Lis­te fin­den sich reich­hal­tig re­gio­na­le In­hal­te die so über Sa­tel­lit, DVB-T oder Ka­bel kaum an­ge­bo­ten wer­den. Dar­un­ter das Fern­se­hen aus Sylt, die Städ­te­sen­der für die säch­si­schen Me­tro­po­len Leip­zig, Dres­den und Chem­nitz aber auch ein Viel­zahl of­fe­ner Ka­nä­le. Auch deut­sche Spar­ten­sen­der sind reich­hal­tig hie­rin zu fin­den und das teil­wei­se so­gar in bes­se­rer Qua­li­tät als über Sa­tel­lit. Bes­tes Bei­spiel das deut­sche Mu­sik­fern­se­hen wel­ches via IPTV in 720p Auf­lö­sung aus­strahlt über Sa­tel­lit aber auf­grund der ho­hen Über­tra­gungs­kos­ten nur ei­ne SD-Aus­strah­lung vor­nimmt.

Nut­zung

Nut­zen kann die Flu­xus M3u-Lis­te je­der. Nicht ein­mal ei­ne An­mel­dung ist nö­tig um Zu­griff auf die Lis­te mit den tau­sen­den Pro­gram­men aus al­ler Welt zu be­kom­men. Ein­fach auf die Web­site www.flu­xus. tv ge­hen. Die Ma­cher zei­gen auf dem Por­tal auch im­mer wel­che neu­en Sen­der mit ei­nem Update im­ple­men­tiert wur­den. Ein­zig ei­ne Wie­der­ga­be­mög­lich­keit so­wie ein ent­spre­chend breit­ban­di­ger In­ter­net­an­schluss gel­ten als Vor­aus­set­zung um dann dem An­ge­bot Freu­de zu ha­ben. Es emp­fiehlt sich min­des­tens 16000MBit/s zur Ver­fü­gung zu ha­ben um auch HD-In­hal­te stö­rungs­frei schau­en zu kön­nen. M3U-Lis­ten las­sen sich heu­te an ei­ner Viel­zahl von Ge­rä­ten nut­zen. Mit ent­spre­chen­der App ist dies am iPad oder iPho­ne eben­so mög­lich wie auf An­dro­id-ba­sie­ren­den Ge­rä­ten. Am PC wer­den die Lis­ten in der Re­gel mit dem VLC-Me­dia­play­er wie­der­ge­ge­ben. Auch vie­le TV-Her­stel­ler un-

ter­stüt­zen die­se Art von IPTV und bie­ten Apps zur M3U-Wie­der­ga­be an. Kom­for­ta­bel las­sen sich die Lis­ten auch in Enig­ma2-Bo­xen ein­bin­den. Der Vor­teil ist, das für je­des Land ei­ne ei­ge­ne Fa­vo­ri­ten­lis­te an­ge­bo­ten wird.

Schat­ten­sei­ten

Wir möch­ten an dieser Stel­le na­tür­lich auch die Schwie­rig­kei­ten nicht ver­schwei­gen die mit IPTV-An­ge­bo­ten da­her­kom­men. Von den rund 2800 ak­tu­ell in den Flu­xus-TV-Lis­ten ent­hal­te­nen Sen­dern sind et­was mehr als die Hälf­te welt­weit nutz­bar. Die nicht nutz­ba­ren Sen­der sind oft­mals mit so ge­nann­ten Geo­blo­cking-Sper­ren ver­se­hen und kön­nen nur in der frei­ge­ge­be­nen Re­gio­nen ge­nutzt wer­den. Auch da­bei zei­gen sich Un­ter­schie­de wie die Sen­der mit die­sem not­wen­di­gen Übel um­ge­hen. Wäh­rend bei­spiels­wei­se die Fin­ni­schen Staats­sen­der YEL nicht ge­schütz­te Ei­gen­pro­duk­tio­nen frei für Je­der­mann an­bie­ten und so­bald ei­ne ge­schütz­te Sen­dung be­ginnt in ei­ner In­fo­ta­fel dar­auf hin­wei­sen das ak­tu­ell ein ur­he­ber­ge­schütz­tes Pro­gramm läuft und dies nicht ge­zeigt wer­den kann, sper­ren an­de­re Sen­der wie RTE aus Ir­land die Zu­schau­er au­ßer­halb des ei­ge­nen Lan­des kom­plett aus.

Ein wei­te­res Man­ko ist, dass bei ei­ner Än­de­rung des Links des TV-An­bie­ters dieser na­tür­lich nicht au­to­ma­tisch an­ge­passt wird son­dern erst bei Flu­xus der Sen­der an­ge­passt wer­den muss. So kann es schon pas­sie­ren dass der Lieb­lings­sen­der mal ei­ne Wo­che nicht sicht­bar ist.

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