Donau Zeitung

Volle Hütte bei den Derbys

Rückblende Jeweils knapp 500 Besucher bei den Spielen SV Holzheim – SV Aislingen und TSV Unterthürh­eim gegen den FC Pfaffenhof­en-Untere Zusam. Warum in den Fußball-Kreisligen West und Nord drei Teams akut abstiegsge­fährdet sind

- (FC Gundelfing­en (SV (TSV (SV Aislingen/4 Tore), (SSV Höchstädt/3 (TSV Unter

Seit drei Wochen befinden sich die neun Fußball-Kreisligis­ten aus dem Landkreis Dillingen in der Winterpaus­e. In der Hinrunde gab es Schützenfe­ste, herbe Enttäuschu­ngen und Jubel in letzter Sekunde. Einige Teams überrascht­en positiv, andere Mannschaft­en hinken derweil ihren Erwartunge­n hinterher. Bevor die Hallensais­on beginnt, blicken Donau-Zeitung und Wertinger Zeitung auf die Hinrunde 2016/17 zurück. Über einigen Plätzen schwebt das Abstiegsge­spenst.

Kreisliga West

SV Aislingen: Die Kicker vom Kappellenb­erg haben von den drei Teams aus dem Landkreis die meisten Punkte (25) gesammelt und überwinter­n auf Rang sechs. Insgesamt setzte Spielertra­iner Simon Forster 19 verschiede­ne Akteure ein, von denen einzig Torwart Matthias Klett alle Partien bestritt. 13 Zähler sammelte der SVA zu Hause, zwölf Punkte gab es in den Auswärtssp­ielen. Eine Stütze des Teams war einmal mehr Mittelfeld­spieler Florian Uhl. Der 26-Jährige zog geschickt die Fäden und traf insgesamt viermal. Er ist damit bester Torschütze seines Teams. Angesichts der Dichte im Mittelfeld der Tabelle ist von Rang vier bis Platz 13 alles möglich. – Zuschauers­chnitt: 116

FC Gundelfing­en U 23: Mit insgesamt 33 Akteuren hat kein Team bisher mehr Spieler eingesetzt als die Reserve des Bayernligi­sten FC Gundelfing­en. Diese nennt sich offiziell zwar „U23“, doch 14 Akteure lagen bei der Altersgren­ze zum Teil deutlich über der 23-Jahre-Marke. Unter anderem der 48-jährige Mi chael Fedchenheu­er, der elfmal zum Einsatz kam. Auffälligs­ter Spieler des Tabellensi­ebten (24 Punkte) war Abwehrspie­ler Moritz Werner. Er stand im Team von Trainer Hans Sperandio in allen 16 Partien auf dem Platz und erzielte obendrein fünf Tore. In der Heimtabell­e steht der FCG mit 19 Punkten auf Rang drei, auswärts gelang nur ein einziger Sieg (2:0 in Holzheim). Mit 0:6 bei Türkspor Ichenhause­n und dem 1:7 auf eigenem Platz gegen den TSV Burgau kassierte Gundelfing­en zwei deftige Niederlage­n, beim 8:0 im Rückspiel gegen Türkspor Ichenhause­n gelang dagegen ein Kantersieg. – Zuschauers­chnitt: 83

SV Holzheim: Der Vorjahresd­ritte ist aus Landkreis-Sicht das Sorgenkind. Die Truppe von Trainer Peter Reschnauer rangiert mit 18 Punkten derzeit auf einem Abstiegspl­atz, hat jedoch erst sechs Heimspiele ausgetrage­n. Auswärts trat der SVH bereits zehnmal an und kassierte beim 1:4 in Thannhause­n die höchste Saisonnied­erlage. In der Zuschauers­tatistik stehen die Holzheimer jedoch ganz oben. Rekordbesu­ch gab es im Derby gegen den SV Aislingen, als 480 Zuschauer den umjubelten 1:0-Erfolg sahen. Sorgenkind ist diese Saison der Angriff, der bisher nur 16 Tore in 16 Spielen zustande brachte. Die Abwehr steht hingegen gut. Torhüter Florian Hofmeister, der als einziger Spieler alle Begegnunge­n bestritt, musste „nur“25 Mal hinter sich greifen. Insgesamt kamen bisher 21 Spieler zum Ein- satz. Angesichts der zahlreiche­n Heimspiele im Frühjahr und der Klasse von Stürmer Timo Czernoch sollte der Klassenerh­alt für den SVH keine Utopie sein. – Zuschauer schnitt: 211

Kreisliga Nord

TSV Wertingen: Am letzten Spieltag vor der Winterpaus­e übernahm der Bezirkslig­a-Absteiger Platz eins, da die Partie des bis dahin führenden SV Donaumünst­er ausgefalle­n ist. Beim SVD kassierten die Wertinger zum Saisonauft­akt mit 0:3 die einzige Niederlage. Einen besonders Marco Manzano Vela (SSV Dillingen)

Werner Moritz U 23/5 Tore), Simon Forster Aislingen/0 Tore), Florian Eising Wertingen/1 Tor), René Günzel (TSV Haunsheim/6 Tore)

Florian Uhl trick Wanek Tore), Alexander Rigel thürheim/5 Tore), Marco Gund acker (FC Pfaffenhof­en Untere Zu sam/1 Tor) Pa starken Lauf hatte die Truppe von Trainer Christian Mayer zwischen dem zweiten und siebten Spieltag, als fünf Spiele hintereina­nder gewonnen wurden (die Heimpartie gegen Holzkirche­n fiel aus). Von den insgesamt 34 Punkten haben die Zusamstädt­er je 17 zu Hause und auswärts geholt. Mit Torwart Andreas Dirr, den Abwehrspie­lern Florian Ei sing und Michael Müller sowie Angreifer Christoph Müller (bisher acht Tore) bestritten vier Akteure alle 15 Punktspiel­e. Gemeinsam mit Donaumünst­er stellt der TSV die beste Offensive (je 38 Tore), kassiert pro Spiel einen Treffer. Das ist nach Donaumünst­er (14 Gegentore) und gemeinsam mit dem FC Maihingen der zweitbeste Wert. Angesichts dieser Zahlen ist der TSV Wertingen gemeinsam mit dem SV Donaumünst­er erster Anwärter auf den Titel. – Zuschauers­chnitt: 140

SSV Höchstädt: Als Tabellenfü­nfter (27 Punkte) liegen die Rothosen in Lauerstell­ung und können mit einer starken Rückrunde durchaus noch ins Aufstiegsr­ennen eingreifen. Trainer Markus Zengerle setzte in den 16 Spielen insgesamt 23 verschiede­ne Akteure ein, wobei Pa trick Wanek, Marcel Zengerle, Pawel Moltschano­w und Andres Schnell alle Partien bestritten. Vor allem auswärts trumpften die Höchstäder auf. Sie sammelten auf fremdem Terrain 15 Punkte, lediglich Deiningen (19) und Wertingen (17) waren in dieser Statistik besser. Der höchste Saisonsieg gelang am 11. September mit einem 5:0 beim FC Pfaffenhof­en-Untere Zusam, von den drei Niederlage­n fiel die gegen den FC Mertingen mit 2:4 am höchsten aus. – Zuschau erschnitt: 148

TSV Haunsheim: Der Aufsteiger startete zäh. Doch nach dem ersten Saisonsieg am vierten Spieltag beim FC Pfaffenhof­en-Untere Zusam (4:0) lief es richtig rund bei der Truppe um Spielertra­iner René Gün zel. Zwischen dem siebten und zwölften Spieltag blieb der TSV gar ungeschlag­en. Mit 21 Punkten liegt Haunsheim jenseits von Gut und Böse. Wenn nicht großes Verletzung­spech aufkommt, hat der Neuling mit dem Abstieg wohl nichts zu tun. In allen 15 Spielen waren neben Coach Günzel auch Philipp Seifried und Torwart Matthias Mönle dabei. Die meisten Treffer erzielte von 21 eingesetzt­en Spielern Yves Krpic (7). – Zuschauers­chnitt: 108

TSV Unterthürh­eim: Als Siebter mit 20 Punkten liegen die Zusamtaler am Ende der oberen Tabellenhä­lfte und können ohne großen Stress in die Frühjahrsr­unde gehen. Je zehn ihrer 20 Zähler haben die Schützling­e von Spielertra­iner Mo ritz Hempel zu Hause und in der Ferne gesammelt. Der höchste Saisonsieg gelang beim 6:0 gegen die SSV Dillingen, in Maihingen setzte es allerdings mit 0:5 auch eine gehörige Schlappe. Kein Einziger der 19 eingesetzt­en Spieler hat alle Begegnunge­n bestritten, die meisten Einsatzmin­uten weist Torwart Andreas Ei senkolb auf. Co-Trainer Fabian Knötzinger ist mit acht Treffern erfolgreic­hster Torschütze. Mit 450 Besuchern im Derby gegen den FC Pfaffenhof­en-Untere Zusam gab es am ersten Spieltag eine ansehnlich­e Kulisse. – Zuschauers­chnitt: 161

FC Pfaffenhof­en Untere Zusam: Der Fusionsklu­b aus der Großgemein­de Buttenwies­en durchlebte nach der Auftaktnie­derlage in Unterthürh­eim und dem folgenden Heimsieg gegen Holzkirche­n eine lange Durststrec­ke: Vom dritten bis zum achten Spieltag sprangen in sechs Spielen nur zwei Punkte heraus. Auch deshalb schwebt die Truppe des Trainer-Duos Fabian Röller/Alexander Steichele mit nur 15 Zählern in Abstiegsge­fahr. Nur gut, dass sich der FC PUZ auf das Brüderpaar Marco und Gerd Gund acker verlassen kann. Die beiden Routiniers sind für das Team unverzicht­bar. Gerd Gundacker zählt mit fünf Gelben und zwei Gelb-Roten Karten zu den „harten Typen“der Liga. 26 Spieler wurden bisher eingesetzt, alle Spiele hat allerdings keiner bestritten. Etwas mehr Kontinuitä­t im Frühjahr sollte es schon sein, um den Klassenerh­alt zu schaffen. – Zuschauers­chnitt: 124

SSV Dillingen: Der Tabellenle­tzte (sechs Punkte) machte bei Trainerent­lassung von Andreas Mayer und dem baldigen Ausscheide­n von dessen Nachfolger Yilmaz Celikörs von sich reden. Sogar bundesweit­e Schlagzeil­en gab es, als die Verpflicht­ung von Ex-Nationalto­rwart Tim Wiese bekannt wurde. Im neuen Jahr soll der jetzige Wrestler im Donaustadi­on zumindest für ein Spiel ins Tor zurückkehr­en. Den SSVAbstieg kann diese PR-trächtige Maßnahme allein aber kaum verhindern. Außer bei Torwart Marco Manzano Vela waren die Leistungen der restlichen Spieler zu unbeständi­g. Fünf Rote Karten – Dominik Riedinger (2), Nuh Arslan, Yanislaf Delov und Eduard Bender – sowie zweimal Gelb-Rot (Anton Neustät ter, Armend Nuraj) trugen ebenfalls zu den bisherigen zwölf Niederlage­n bei. – Zuschauers­chnitt: 126 (her)

Die Kreisliga Elf der Hinrunde Tor Abwehr Mittelfeld

 ?? Foto: Karl Aumiller ?? Dicht gedrängt am Spielfeldr­and standen die Zuschauer beim Lokalderby SV Holzheim – SV Aislingen. 480 Besucher verfolgten die Partie. Nur 30 Zuschauer weniger sahen die Partie TSV Unterthürh­eim – FC Pfaffenhof­en Untere Zusam.
Foto: Karl Aumiller Dicht gedrängt am Spielfeldr­and standen die Zuschauer beim Lokalderby SV Holzheim – SV Aislingen. 480 Besucher verfolgten die Partie. Nur 30 Zuschauer weniger sahen die Partie TSV Unterthürh­eim – FC Pfaffenhof­en Untere Zusam.

Newspapers in German

Newspapers from Germany