Spä­tes­tens drei Mo­na­te nach Ein­zug be­an­tra­gen

Donau Zeitung - - Wirtschaft - VON CLAU­DIA KNEIFEL

Fa­mi­li­en müs­sen An­trä­ge auf das neue Bau­kin­der­geld spä­tes­tens drei Mo­na­te nach ih­rem Ein­zug stel­len. Dar­auf weist die KfW hin. Im KfW-Zu­schusspor­tal kön­nen El­tern die neue För­de­rung ab dem

18. Sep­tem­ber be­an­tra­gen. Sind sie 2018 be­reits vor die­sem Da­tum ein­ge­zo­gen, ha­ben sie bis zum

31. De­zem­ber Zeit für den An­trag. In die­sen Fäl­len wer­den aber nur Kin­der ge­för­dert, die nicht spä­ter als drei Mo­na­te nach dem Ein­zug ge­bo­ren wur­den. Mit dem Bau­kin­der­geld wer­den Fa­mi­li­en mit ei­nem Ein­kom­men von bis zu 75 000 Eu­ro be­zu­schusst. Die Ren­ten­in­for­ma­ti­on der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung wirft vie­le Fra­gen auf. Und was tat­säch­lich un­term Strich üb­rig bleibt, steht auch nicht di­rekt in dem Schrei­ben. Doch was be­deu­ten die Aus­füh­run­gen? Bet­ti­na Fie­seler und Isa­bel Al­brecht von der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung er­klä­ren die wich­tigs­ten Fak­ten.

Müs­sen Rent­ner Steu­ern zah­len? Ja, auch Renten sind grund­sätz­lich steu­er­pflich­ti­ges Ein­kom­men, aber nicht je­der Rent­ner muss Steu­ern zah­len. Je spä­ter man in Ren­te geht, des­to hö­her ist der steu­er­pflich­ti­ge An­teil der Ren­te. Ab ei­nem Ren­ten­be­ginn im Jahr 2040 ist die Ren­te zu 100 Pro­zent steu­er­pflich­tig. Nach ei­ner Be­rech­nung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums muss ein al­lein­ste­hen­der Rent­ner, der im Jahr 2017 in Ren­te ge­gan­gen ist, ab ei­ner Jah­res­brut­to­ren­te von mehr als 14 248 Eu­ro Steu­ern zah­len. Das gilt nur dann, wenn er ne­ben der Ren­te kei­ne an­de­ren steu­er­pflich­ti­gen Ein­künf­te hat. Der Be­steue­rungs­an­teil steigt von Jahr zu Jahr – wer 2017 in Ren­te geht, hat ei­nen Be­steue­rungs­an­teil von 74 Pro­zent. In­di­vi­du­el­le In­for­ma­tio­nen zur Be­steue­rung er-

Was heißt Re­gel­al­ters­ren­te und was sagt das Da­tum aus?

Seit dem Jahr 2012 wird für ab 1947 Ge­bo­re­ne die Re­gel­al­ters­gren­ze schritt­wei­se von 65 auf 67 Jah­re an­ge­ho­ben. Für die Ge­burts­jahr­gän­ge ab 1964 ist 67 Jah­re die Re­gel­al­ters­gren­ze. Wer sei­ne Ren­te frü­her er­hal­ten will, muss in al­ler Re­gel Ab­schlä­ge, das heißt le­bens­lang Ab­zü­ge – für je­den Mo­nat frü­her 0,3 Pro­zent – in Kauf neh­men. Wer aber 45 Jah­re lang Bei­trä­ge be­zahlt hat, kann schon ab 63 Jah­ren ge­hen – oh­ne Ab­schlä­ge. Die ab­schlags­freie Ren­te mit 45 Bei­trags­jah­ren wird auch mit je­dem Jahr­gang an­ge­ho­ben. „Die Ren­te ab 63 gilt nur für Ver­si­cher­te, die vor dem 1. Ja­nu­ar 1953 ge­bo­ren sind und de­ren Ren­te nach dem 1. Ju­li 2014 be­ginnt und die die sons­ti­gen Vor­aus­set­zun­gen er­fül­len“, so Fie­seler. Für Ver­si­cher­te, die nach dem 1. Ja­nu­ar 1953 ge­bo­ren sei­en, steigt die Al­ters­gren­ze mit je­dem Jahr­gang um zwei Mo­na­te. Das heißt, wer nach dem 1. Ja­nu­ar 1964 ge­bo­ren wur­de, kann nach 45 Bei­trags­jah­ren ab­schlags­frei in Ren­te ge­hen, wenn er das 65. Le­bens­jahr voll­endet hat.

Wie hoch wird die Ren­te sein?

Wer vor sei­nem 63. Ge­burts­tag nicht mehr ar­bei­ten möch­te, be­kommt nor­ma­ler­wei­se kei­ne Ren­te. Das gilt selbst für die be­son­ders lang­jäh­rig Ver­si­cher­ten, die auf 45 Bei­trags­jah­re kom­men. Wer frü­her auf­hö­ren will und nicht mehr in die Ren­ten­kas­se ein­zahlt, hat An­sprü­che an­ge­sam­melt. Wie viel das ist, steht in der Ren­ten­in­for­ma­ti­on. Das Geld zahlt die Ren­ten­ver­si­che­rung erst mit Ren­ten­be­ginn aus. Wer wei­ter bis zur Re­gel­al­ters­gren­ze ein­zahlt, darf ei­ne hö­he­re Ren­te er­war­ten wie ge­sagt, im bes­ten Fall. An die­ser

Fo­to: An­ge­li­ka War­muth, dpa

Bis ein Bart die­se Län­ge er­reicht hat, dau­ert es.

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