Donau Zeitung

Der „Tat­ort“, wie ihn nicht je­der kennt

An die­sem Sonn­tag wird Deutsch­lands be­lieb­tes­te Kri­mi-Rei­he im Fern­se­hen 50 Jah­re alt. Wer mit ein paar weit­ge­hend un­be­kann­ten Fak­ten prah­len will, be­kommt hier gleich 50 an die Hand

- Radio Bre­men Baye­ri­schen Rund­funks Baye­ri­sche Rund­funk West­deut­schen Rund­funk Süd­west­rund­funk Mar­co Kref­ting, dpa ARD (broadcaster) · ARD · Hollywood · Hanover · Südwestrundfunk · Lake Constance · Klaus Doldinger · Christian Social Union · Montevideo · Leipzig · Free Democratic Party (Germany) · Bundestag · Bundestag of Germany · Africa · Baden-Baden · Baden · Facebook · Youtube · Norddeutscher Rundfunk · Sabine Christiansen · Roger Moore · Rudolph Moshammer · Nina Hagen · Dieter Bohlen · Dieter Bohlen · Die Toten Hosen · Peter Pasetti · Hamburg Airport · Götz George · Franz Josef Strauß · Rainer Brüderle

Der „Tat­ort“ist die bis­her längs­te Rei­he im deut­schen Fern­se­hen. Da Ort und Er­mitt­ler wech­seln, han­delt es sich nicht um ei­ne Se­rie.

Mit nur we­ni­gen Aus­nah­men tritt Horst Let­ten­may­er in je­dem „Tat­ort“auf: mit sei­nen Hän­den, Bei­nen und Au­gen im Vor­spann.

„Tat­ort“-Er­fin­der Gun­ther Wit­te be­kam den Auf­trag für ei­ne Kri­mi­rei­he bei ei­nem Spa­zier­gang im Köl­ner Stadt­wald.

Der „Tat­ort“soll­te dem ZDFQuo­ten­er­folg „Der Kom­mis­sar“Kon­kur­renz ma­chen.

Die Web­site „tat­ort.de“ist seit Ju­ni 1998 on­li­ne.

Zwi­schen den ers­ten bei­den „Tat­or­ten“von la­gen 25 Jah­re.

Seit 2008 sen­det die ARD „Radio-Tat­or­te“als Hör­spiel.

Talk­show-Mo­de­ra­to­rin Sa­bi­ne Chris­ti­an­sen, Hol­ly­wood-Star Ro­ger Moo­re, Mo­de­zar Ru­dolph Mos­ham­mer, Fuß­ball-Na­tio­nal­trai­ner Ber­ti Vogts so­wie die Mu­si­ker Ni­na Ha­gen, Die­ter Boh­len, Be­la B. und Die To­ten Ho­sen und vie­le an­de­re Promis hat­ten Gast­auf­trit­te.

Die­ter Boh­len wur­de im Schi­man­ski-„Tat­ort“„Molt­ke“1988 nach­träg­lich syn­chro­ni­siert. Er spiel­te den ei­fer­süch­ti­gen Freund ei­ner Zeu­gin – und schrieb die Mu­sik zum Film.

Der ers­te „Tat­ort“im Bild­for­mat 16:9 war die 293. Fol­ge „Klas­sen-Kampf“im Jahr 1994.

„Tat­ort“wur­de am 28. Au­gust 1981 beim Deut­schen Pa­tent- und Mar­ken­amt als Wort­mar­ke ein­ge­tra­gen.

Die Er­zähl­stim­me von „Die drei ???“, Pe­ter Pa­set­ti, hat 1977 in der „Tat­ort“-Fol­ge „Fin­der­lohn“mit­ge­spielt.

Nach den An­schlä­gen vom 11. Sep­tem­ber 2001 wur­de die Dreh­ge­neh­mi­gung für den Ham­bur­ger Flug­ha­fen kurz­fris­tig zu­rück­ge­zo­gen. Das Team wich in das Con­gress Cen­trum Ham­burg als Flug­ha­fen­ge­bäu­de aus und dreh­te Au­ßen­sze­nen in Han­no­ver.

Das On­li­ne-Pro­jekt „Tat­ort­p­lus“, ein di­gi­ta­les Zu­satz­an­ge­bot, geht auf SWR-„Tat­ort“-Re­dak­teu­rin Me­la­nie Wol­ber zu­rück.

Er­mitt­le­rin Kla­ra Blum wur­de im ers­ten Bo­den­see-„Tat­ort“„Schla­raf­fen­land“2002 zur Wit­we.

Weil Knut Hinz ali­as Heinz Bram­mer we­gen ei­nes Thea­ter-En­ga­ge­ments ver­hin­dert war, wur­de Die­ther Krebs in der „Tat­ort“-Fol­ge „Al­les um­sonst“(1979) Er­mitt­ler. Als Gast­star war Krebs je­doch häu­fi­ger zu se­hen. auch

Die Fol­ge „Zeit­zün­der“wur­de 1990 an ei­nem Sams­tag erst­aus­ge­strahlt.

Erst seit 2005 gibt es die „Tat­ort“-Som­mer­pau­se. Sechs bis acht Wo­chen lang lau­fen dann kei­ne Erst­aus­strah­lun­gen.

Die „Tat­ort“-Rei­he be­kam 2014 den Grim­me-Preis in der Ka­te­go­rie „Be­son­de­re Eh­rung des Deut­schen Volks­hoch­schul-Ver­ban­des“.

Die be­rühm­te Schi­man­ski-Ja­cke ist ei­ne M-65-Feld­ja­cke, die 1965 bei den US-Streit­kräf­ten ein­ge­führt wur­de. Darstel­ler Götz Ge­or­ge hat­te sie in ei­nem Ar­myShop ent­deckt.

Un­ge­wöhn­li­che Mor­de: In „Be­vor es dun­kel wird“(2007) stirbt ei­ne Frau we­gen ei­nes Tam­pons, in den Zy­an­ka­li ge­spritzt wor­den war. In „Un­sterb­lich schön“(2010) stirbt ei­ne Frau nach ei­nem Kuss. Der Tä­ter hat­te ei­ne Nuss im Mund, die Frau re­agier­te dar­auf all­er­gisch.

Die CD „Tat­ort - Die Songs“ent­hält 17 Lie­der, die Man­fred Krug und Charles Brau­er seit 1996 im „Tat­ort“träl­ler­ten. Pro­du­ziert wur­de sie von Klaus Dol­din­ger, dem Kom­po­nis­ten der „Tat­ort“-Me­lo­die.

Von die­ser Me­lo­die gibt es

qw­meh­re­re Re­mi­xes, un­ter an­de­rem ei­ne Chill­out- und Hea­vy-Gui­tarVer­si­on.

Der Düs­sel­dor­fer Kom­mis­sar Bernd Flem­ming dres­sier­te ei­nes sei­ner Hüh­ner so, dass es je­den Mor­gen ein Ei ans Fens­ter­brett leg­te.

rDer Mo­de­blog „Tat­ort­style“ging über meh­re­re Jah­re den Kla­mot­ten der Kom­mis­sa­re nach und such­te Links zu ver­gleich­ba­ren Mo­del­len.

Die Lud­wigs­ha­fe­ner Kom­mis­sa­rin Le­na Oden­thal hat das Stern­zei­chen St­ein­bock.

In den ers­ten Bei­trä­gen des

und des Hes­si­schen gab es kei­ne Lei­che. Nach­dem Os­wald, der Hund des Münch­ner Er­mitt­lers Mel­chi­or Veigl, ge­stor­ben war, ver­an­stal­te­te der 1975 ein Da­ckel-Cas­ting.

Der Ra­dio­sen­der SWR3 brach­te 2012 das For­mat „Tat­ort mit Til“her­aus, bei dem die Haupt­fi­gur so sehr nu­schelt, dass es beim „Dreh“zu Kom­pli­ka­tio­nen kommt.

CSU-Po­li­ti­ker Franz Jo­sef Strauß wü­te­te 1975 über den Ber­li­ner „Tat­ort“: „Tod im U-Bahn­schacht“: „Das ist ein Ban­di­ten­film aus Mon­te­vi­deo mit Bor­dell­ein­la­ge.“

tzuio­pDie Fol­ge „Tod auf dem Rast­platz“1981 war nur 62 Mi­nu­ten lang.

„Tat­ort“-Fol­gen sind kür­zer als 80 Mi­nu­ten.

Der neun­jäh­ri­ge Ber­tram Lands­ber­ger war die ers­te „Tat­ort“-Lei­che über­haupt in der Fol­ge „Ta­xi nach Leip­zig“(1970). Ge­spielt wur­de er von der Toch­ter des Ka­me­ra­manns, Pe­tra Mahl­au, und war drei Se­kun­den lang zu se­hen.

„Zahn um Zahn“war 1985 der ers­te „Tat­ort“, der fürs Ki­no pro­du­ziert wur­de. Der Film mit Kom­mis­sar Schi­man­ski kam zwei Jah­re spä­ter in ge­kürz­ter Fas­sung ins Fern­se­hen.

1999 hat der Mit­tel­deut­sche Rund­funk Zu­schau­er im In­ter­net ei­ne Ge­schich­te in vor­ge­ge­be­nem Rah­men ent­wi­ckeln las­sen. Aus dem Pro­jekt mit dem Ti­tel „Treib­jagd“ent­stand je­doch nie ein Film.

Weil die Pfalz und ih­re Be­woh­ner in der Fol­ge „Tod im Häcks­ler“von Re­gis­seur Ni­co Hof­mann 1991 schlecht weg­ka­men, lud FDP-Po­li­ti­ker Rai­ner Brü­der­le die Schau­spie­le­rin Ul­ri­ke Fol­kerts zum Sau­ma­gen-Es­sen ein und woll­te ihr die Vor­zü­ge sei­ner Hei­mat nä­her­brin­gen. Im­mer­hin wan­der­ten sie. Der

as­dfghÜber­lie­fe­rung zu­fol­ge gab es zum Es­sen aber Spätz­le.

Der Men­schen­rechts­aus­schuss im Bun­des­tag schau­te sich 2005 die Köl­ner Fol­ge „Mi­nen­spiel“an, in der es um Land­mi­nen in Afri­ka geht.

Horst Schi­mans­kis letz­tes Wort in sei­nem letz­ten „Tat­ort“1991, „Der Fall Schi­man­ski“, lau­tet: „Schei­ße“. Jah­re spä­ter dreh­te Götz Ge­or­ge noch die Film­rei­he „Schi­man­ski“.

Der Münch­ner Kom­mis­sar Franz Leit­mayr hat zwei Ge­burts­ta­ge: 18. Mai und 7. No­vem­ber.

Die Köl­ner Im­biss­bu­de, in der die Kom­mis­sa­re Ballauf und Schenk ihr Fei­er­abend­kölsch trin­ken, ist ei­ne Re­qui­si­te. Die ech­te stand am Scho­ko­la­den­mu­se­um – muss­te aber um­zie­hen, weil sie ge­mäß Denk­mal­schutz nicht zu den his­to­ri­schen Bau­ten im Rhein­au­ha­fen passt.

Für die Fol­ge „Kal­te Her­zen“wur­de 2000 der Hol­ly­wood-Schrift­zug am Hun­ger­berg in Ba­den-Ba­den nach­ge­baut – nur et­was klei­ner.

Wie­der­ho­lun­gen wur­den bis 1998 auch vor­mit­tags ge­zeigt. Aus Grün­den des Ju­gend­schut­zes ist das heu­te ver­bo­ten.

Pro neu­er Fol­ge be­kommt die ARD über DasErs­te.de, via Face­book, Ins­ta­gram, Youtu­be und per E-Mail et­wa 6000 Kom­men­ta­re, bei Wie­der­ho­lun­gen sind es 2000.

Wäh­rend des „Tat­orts“be­ant­wor­ten die so­ge­nann­ten Com­mu­ni­ty Ma­na­ger Fra­gen zum lau­fen­den Film. Et­wa die Hälf­te der Kom­men­ta­re wird den An­ga­ben nach am Tag nach der Sen­dung ge­le­sen und be­ar­bei­tet.

Beim und kann man sich ex­pli­zit auf Kom­par­sen­rol­len be­wer­ben.

Et­wa 250000 Zu­schau­er se­hen den „Tat­ort“nicht am Sonn­tag­abend im Ers­ten, son­dern in der Me­dia­thek.

„Ol­le Ka­mel­len“soll­te ein NDR-„Tat­ort“hei­ßen, der aber nie rea­li­siert wur­de.

Die „Tat­ort“-App wird von der ARD nicht wei­ter­ent­wi­ckelt.

Aber zum Ju­bi­lä­um soll der „Tat­ort“ei­nen ei­ge­nen Auf­tritt in der ARD-Me­dia­thek be­kom­men mit al­len Vi­de­os zu je­nen Fol­gen, die im Ers­ten und in den Drit­ten Pro­gram­men ge­sen­det wer­den.

Von 1994 bis 1998 ver­such­te die ARD das „Tat­ort“-Kon­zept mit der Rei­he „Ärz­te“auf den Me­di­zin­be­reich zu über­tra­gen: ver­schie­de­ne Ärz­te aus ver­schie­de­nen Or­ten, je­weils mit Lo­kal­ko­lo­rit.

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 ?? Fo­to: Micha­el Böh­me/WDR, dpa ?? Kom­mis­sar mit kon­fis­zier­ter Kar­re: Fred­dy Schenk (Diet­mar Bär, links) und sein nicht an­nä­hernd so au­to‰af­fi­ner Kol­le­ge Max Ballauf (Klaus J. Beh­rendt).
Fo­to: Micha­el Böh­me/WDR, dpa Kom­mis­sar mit kon­fis­zier­ter Kar­re: Fred­dy Schenk (Diet­mar Bär, links) und sein nicht an­nä­hernd so au­to‰af­fi­ner Kol­le­ge Max Ballauf (Klaus J. Beh­rendt).
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Fo­to: Ju­er­gen Tap/Hoch Zwei/Por­sche AG, dpa Der Kom­mis­sar ist im Por­sche da: Schau­spie­ler Ri­chy Mül­ler sitzt als Stutt­gar­ter Emitt­ler Thors­ten Lan­nert im Ol­die‰El­fer.
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Fo­to: Uli Deck, dpa Andre­as Hop­pe fuhr als Ma­rio Kop­per zu­sam­men mit Kom­mis‰ sar‰Kol­le­gin Ul­ri­ke Fol­kerts ali­as Le­na Oden­thal im al­ten Fi­at 130.
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Fo­to: WDR, dpa Auch schön: die Er­mitt­ler und die Au­tos. Horst Schi­man­ski (Götz Ge­or­ge) kann auch dem prak­ti­schem Charme ei­nes Ci­tro‰ ën CX et­was ab­ge­win­nen.

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