Ein mu­si­ka­li­sches Er­leb­nis

Blech­blä­ser Brass-á-No­bi­le spielt zu­guns­ten der Rai­ner So­zi­al­sta­ti­on

Donauwoerther Zeitung - - Blickpunkt Kultur - Rain

Auch heu­er be­geis­ter­te das Be­ne­fiz­kon­zert des Blech­blä­ser­quin­tetts Brass-á-No­ble in der Stadt­pfarr­kir­che Sankt Jo­han­nes die Zu­hö­rer. Die Spen­den der Kon­zert­be­su­cher ka­men der Rai­ner So­zi­al­sta­ti­on zu­gu­te.

Mit der Er­öff­nungs­mu­sik „Trum­pet Tu­ne“des eng­li­schen Ba­rock-Kom­po­nis­ten Hen­ry Pur­cell (1659 - 1695), ar­ran­giert von Micha­el Sto­cker, be­gann der Me­lo­di­en­rei­gen, wo­bei auch die lang­sa­me „Ay­re“im Mit­tel­teil be­ein­druck­te. Es folg­te die Sui­te F-Dur von Jo­hann Jo­seph Fux (1660 - 1741), ei­nem ös­ter­rei­chi­schen Kom­po­nis­ten. Ih­re vier kur­zen, di­rekt auf­ein­an­der fol­gen­den Sät­ze, sind ein Spie­gel­bild der Ba­rock­zeit, als man in Schlös­sern in prunk­vol­len Ge­wän­dern tanz­te. Ei­ne in­ter­es­san­te Me­lo­die konn­te man im drit­ten Satz ge­nie­ßen. Ru­he aus­strah­len­de Mu­sik der Blä­ser be­glei­te­te das „Ave Ma­ria“von Gi­ulio Cac­ci­ni (1551-1618), ge­sun­gen von der So­pra­nis­tin An­ja Ott.

An­ton Bruck­ner (1824-1896), in­no­va­ti­ver ös­ter­rei­chi­scher Ton­schöp­fer der Ro­man­tik, be­rei­cher­te die Kir­chen­mu­sik un­ter an­de­rem durch drei gro­ße Mes­sen und ein Te De­um. Im Jahr 1869 schuf er die la­tei­ni­sche Mo­tet­te „Lo­cus is­te“(„Die­ser Ort ist von Gott ge­schaf­fen“). Der Text ist das Gra­dua­le (Zwi­schen­ge­sang) für das Kirch­weih­fest, das am Sonn­tag ge­fei­ert wur­de. Ei­ne klas­sisch an­mu­ten­de Kom­po­si­ti­on, bei dem die Trom­pe­ten ton­an­ge­bend und me­lo­die­füh­rend sind, ist „Trum­pet Vol­un­ta­ry“von John Stanley (1712-1786). Das har­mo­ni­sche Spiel der Blä­ser be­deu­te­te für die Zu­hö­rer ei­nen be­son­de­ren Ge­nuss. Ei­ne an­spruchs­vol­le, zeit­ge­nös­si­sche Kom­po­si­ti­on folg­te, näm­lich „Brass Jo­ker“von Joe Grain. Die an­dau­ern­den Tem­pi­wech­sel er­for­der­ten höchs­te Kon­zen­tra­ti­on der Spie­ler. Zur Ab­wechs­lung gab es un­ter­halt­sa­me Mu­sik. Hier­zu zähl­te „Blue“von Tho­mas Gansch, „Caucho“von Dick Ra­ve­nal (bei­de Ar­ran­ge­ments von Chris­ti­an Da­sch­ner) und schließ­lich die ra­san­te „Trit­schT­ratsch-Pol­ka“von Jo­hann Strauß.

Mit Zu­ga­ben so­wie dem Lied „Gu­ten Abend, gut’ Nacht“, lei­se und ge­fühl­voll in­to­niert, ver­ab­schie­de­te sich das En­sem­ble von den be­geis­tert im Ste­hen ap­plau­die­ren­den Kon­zert­be­su­chern. Hans Lenk, Vor­sit­zen­der des Ver­eins für am­bu­lan­te Kran­ken­pfle­ge, und Bei­rats­vor­sit­zen­de Ri­ta Hu­ber be­dank­ten sich für das „ex­zel­len­te, kurz­wei­li­ge mu­si­ka­li­sche Er­leb­nis“. (ma)

Foto: Arloth

Das Blech­blä­ser­quin­tett Brass á-No­ble mit So­pra­nis­tin An­ja Ott be­geis­ter­te mit ei­nem ex­zel­len­ten Kon­zert die Zu­hö­rer in Rains Stadt­pfarr­kir­che.

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