Fa­schings­nacht in Bäu­men­heim en­det mit Trit­ten und Faust­schlag

Jus­tiz Ge­richt ver­ur­teilt 28-Jäh­ri­gen. Er ist kein un­be­schrie­be­nes Blatt

Donauwoerther Zeitung - - An Donau, Lech Und Schmutter - Bäu­men­heim/Nörd­lin­gen

Das of­fi­zi­el­le Fa­schings­trei­ben war in je­ner Fe­bru­ar­nacht längst vor­bei, da ge­rie­ten zwei Män­ner in Bäu­men­heim an­ein­an­der. Was als fröh­li­cher Abend be­gon­nen hat­te, en­de­te ge­gen 4 Uhr mor­gens mit der Atta­cke ei­nes 28-Jäh­ri­gen auf sei­nen Kon­tra­hen­ten. Das Amts­ge­richt Nörd­lin­gen ver­ur­teil­te den Mann nun we­gen Kör­per­ver­let­zung, Sach­be­schä­di­gung und Be­lei­di­gung zu ei­ner Frei­heits­stra­fe. Ein Ge­ständ­nis be­wahr­te den An­ge­klag­ten da­vor, ins Ge­fäng­nis zu müs­sen.

So­wohl der Tä­ter als auch das Op­fer wa­ren stark be­trun­ken, als sie vor ei­nem Lo­kal in Bäu­men­heim auf­ein­an­der­tra­fen. Es ent­wi­ckel­te sich ein Streit­ge­spräch, das in ei­ne Rem­pe­lei mün­de­te. Um­ste­hen­de woll­ten den 28-Jäh­ri­gen zu­rück­hal­ten, doch er riss sich los und trak­tier­te sei­nen Wi­der­sa­cher mit ei­nem Faust­schlag und mit Fuß­trit­ten. Zu­dem be­lei­dig­te er den 38-Jäh­ri­gen mas­siv.

Die­ser er­litt glück­li­cher­wei­se kei­ne schlim­me­ren Ver­let­zun­gen, klag­te je­doch an­schlie­ßend über Schmer­zen. Au­ßer­dem ging sein Han­dy zu Bruch und sei­ne Ja­cke wur­de be­schä­digt.

Ein noch un­be­schol­te­ner Bür­ger wä­re nach ei­nem sol­chen Vor­fall wohl mit ei­ner Geld­stra­fe da­von­ge­kom­men. Bei dem 28-Jäh­ri­gen war die Aus­gangs­la­ge an­ders: Er hat­te be­reits neun Vor­stra­fen, dar­un­ter auch Ge­walt­ta­ten. Zu­letzt saß er we­gen Ver­mö­gens­de­lik­ten im Ge­fäng­nis. An­ge­sichts der neu­er­li­chen Vor­wür­fe droh­te dem Mann wie­der Haft. Die­se ver­hin­der­te er, da er in der Ver­hand­lung den An­griff doch noch ein­räum­te. Für die­sen Fall hat­te Rich­ter Hel­mut Bey­schlag ei­ne Be­wäh­rungs­stra­fe in Aus­sicht ge­stellt.

Das Ur­teil lau­te­te denn auch: vier Mo­na­te Frei­heits­stra­fe zur Be­wäh­rung. Die Staats­an­walt­schaft hat­te sechs Mo­na­te ge­for­dert. Ei­nen Ver­tei­di­ger hat­te der An­ge­klag­te in dem Pro­zess nicht. (wwi)

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