Wenn aus „Sau­rem“plötz­lich „Teu­res“wird

Hal­lo­ween Wer haf­tet, wenn ein Streich aus­ar­tet? Ex­per­ten klä­ren auf und ha­ben ei­nen wich­ti­gen Tipp für El­tern

Donauwoerther Zeitung - - Panorama - Augs­burg

Für man­chen Haus- oder Woh­nungs­be­sit­zer gibt es an Hal­lo­ween nicht nur „Sau­res“son­dern auch „Teu­res“– näm­lich dann, wenn die Strei­che zu derb aus­fal­len. „Be­schmier­te Haus­wän­de, ver­kleb­te Schlös­ser oder Krat­zer im Au­to­lack fal­len in den Be­reich der Sach­be­schä­di­gung“, war­nen die Ex­per­ten der Deut­schen Ver­mö­gens­be­ra­tung (DVAG) und wei­sen dar­auf „Ob die Haft­pflicht­ver­si­che­rung der El­tern greift, hängt nicht nur vom Al­ter des Kin­des und sei­nem Rei­fe­grad ab, son­dern un­ter an­de­rem auch da­von, ob die Auf­sichts­pflicht er­füllt wur­de.“

Die DVAG er­klärt: Bis zum sieb­ten Le­bens­jahr sind Kin­der nicht selbst für ihr Han­deln ver­ant­wort­lich. Geht et­was ka­putt, weil El­tern, Groß­el­tern oder et­wa Nach­barn die Klei­nen nicht be­auf­sich­tigt ha­ben, sind die­se Er­wach­se­nen für den Scha­den ver­ant­wort­lich. Wird die Auf­sichts­pflicht hin­ge­gen nicht ver­letzt, gibt es aus recht­li­cher Sicht ei­gent­lich kei­nen Schul­di­gen. Die Fol­ge: Der Ge­schä­dig­te bleibt auf sei­nen Kos­ten sit­zen, so die DVAG.

Bei Kin­dern zwi­schen sie­ben und 18 Jah­ren haf­ten die El­tern eben­falls nicht au­to­ma­tisch: Ist das Kind be­hin: reits in der La­ge, die Fol­gen sei­nes Han­delns und den da­durch ent­ste­hen­den Scha­den ab­zu­schät­zen, oder zer­kratzt es so­gar ab­sicht­lich Nach­bars Au­to, haf­tet es selbst. Ist es aber nicht reif ge­nug, um die Trag­wei­te zu ver­ste­hen, sind die El­tern ver­ant­wort­lich, wenn sie ih­rer Auf­sichts­pflicht nicht nach­ge­kom­men sind und die Kin­der al­lei­ne durch die Stra­ßen zie­hen lie­ßen. Die DVAG-Ex­per­ten ra­ten El­tern da­her, ih­re Kin­der vor­ab über die Gren­zen zwi­schen harm­lo­sem Streich und Sach­be­schä­di­gung so­wie über die Fol­gen auf­zu­klä­ren. (lea, pm)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.