Kri­tik an Trumps Ban­ken Plä­nen

Ex­per­ten be­fürch­ten ei­ne neue Fi­nanz­kri­se

Donauwoerther Zeitung - - Wirtschaft -

Ber­lin/Wa­shing­ton US-Prä­si­dent Do­nald Trump stößt mit sei­nen Plä­nen, die Re­ge­lun­gen für die Fi­nanz­bran­che zu lo­ckern, auch in Deutsch­land auf Kri­tik. Trumps De­kret be­deu­te ei­ne Ab­kehr vom Prin­zip der in­ter­na­tio­na­len Ko­ope­ra­ti­on bei der Fi­nanz­markt­re­gu­lie­rung, sag­te die Wirt­schafts­wei­se Isa­bel Schna­bel der Welt am Sonn­tag. Der fi­nanz­po­li­ti­sche Spre­cher der Grü­nen-Frak­ti­on, Ger­hard Schick, warn­te, Trump le­ge mit sei­nen Vor­be­rei­tun­gen „die Grund­la­gen für die nächs­te Fi­nanz­kri­se“: „Er zeigt da­mit, dass er auf der Sei­te der Wall-Street-Ban­ken steht, nicht auf der Sei­te sei­ner Wäh­ler.“

Trump hat­te am Frei­tag an­ge­ord­net, nach der Fi­nanz­kri­se ein­ge­führ­te Re­geln auf ih­re Not­wen­dig­keit hin zu über­prü­fen. Den so­ge­nann­ten Dodd-Frank Act hat­te die Oba­ma-Re­gie­rung 2010 er­las­sen. In­ner­halb des Ge­set­zes­pa­ke­tes wur­de den Ban­ken un­ter an­de­rem ver­bo­ten, auf ei­ge­ne Rech­nung zu spe­ku­lie­ren. Trump, in des­sen Re­gie­rung meh­re­re Ex-Ma­na­ger von Hed­ge­fonds und In­vest­ment­ban­ken tä­tig sein wer­den, hat­te schon zu­vor an­ge­kün­digt, die Fi­nanz­bran­che wie­der von der Lei­ne las­sen zu wol­len. Es ge­he ihm vor al­lem dar­um, dass klei­ne Be­trie­be wie­der ein­fa­cher an Kre­di­te kä­men, sag­te er.

Die Wall Street hat­te durch die Ver­feh­lun­gen von Ban­ken und Spe­ku­lan­ten, nicht zu­letzt mit der Plei­te der Bank Leh­man Bro­thers, die Fi­nanz­kri­se 2008 und 2009 maß­geb­lich ver­schärft. Die frag­li­chen Ge­schäf­te hat­ten mit der Ver­ga­be von Klein­kre­di­ten an Ge­wer­be­trei­ben­de je­doch nichts zu tun.

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