Das ist die Ju­ry der Ber­li­na­le

Das „Bä­ren“-Film­fest star­tet heu­te

Donauwoerther Zeitung - - Feuilleton -

Berlin Bei den heu­te be­gin­nen­den Film­fest­spie­len von Berlin ent­schei­den fol­gen­de drei Frau­en und vier Män­ner über die Ver­ga­be der be­gehr­ten Bä­ren-Prei­se:

Paul Ver­hoeven (Ju­ry-Prä­si­dent), der nie­der­län­di­sche Re­gis­seur und Dreh­buch­au­tor, 78, sorgt der­zeit mit sei­nem Ver­ge­wal­ti­gungs­thril­ler „El­le“für Fu­ro­re. Für den Film mit Isa­bel­le Hup­pert er­hielt er An­fang des Jah­res ei­nen Gol­den Glo­be. Sei­nen Ruf als Skan­dal­Re­gis­seur ver­dankt der ge­bür­ti­ge Ams­ter­da­mer vor al­lem dem pro­vo­kan­ten Ero­tikthril­ler „Ba­sic In­stinct“(1992) mit Sha­ron Stone.

Do­ra Bouchou­cha Fou­ra­ti, die tu­ne­si­sche Pro­du­zen­tin, ist ei­ne fes­te In­sti­tu­ti­on in der ara­bisch-afri­ka­ni­schen Film­welt. 1995 grün­de­te sie die Pro­duk­ti­ons­fir­ma No­ma­dis Images, die un­ter an­de­rem Ra­ja Ama­ris preis­ge­krön­tes Dra­ma „Ro­ter Sa­tin“und den letzt­jäh­ri­gen Bä­ren-An­wär­ter „He­dis Hoch­zeit“her­aus­brach­te.

Olaf­ur Eli­as­son ge­hört als 50-jäh­ri­ger Dä­ne is­län­di­scher Her­kunft zu den wich­tigs­ten zeit­ge­nös­si­schen Künst­lern. Mit spek­ta­ku­lär poe­ti­schen In­stal­la­tio­nen wie be­leuch­te­ten Was­ser­fäl­len in New York oder ge­färb­ten Flüs­sen kam er zu Welt­ruhm. Er grün­de­te mit Litt­le Sun ein Pro­jekt, das Mil­lio­nen Men­schen oh­ne Strom­an­schluss nach­hal­tig Licht brin­gen soll.

Mag­gie Gyl­len­haal zählt als 39-jäh­ri­ge US-Schau­spie­le­rin zu den ge­frag­ten Cha­rak­ter­dar­stel­le­rin­nen in Hol­ly­wood. 2010 er­hielt sie für „Cra­zy He­art“ei­ne Os­car­No­mi­nie­rung. Wei­te­re wich­ti­ge Fil­me wa­ren et­wa „Mo­na Li­sas Lä­cheln“, „World Tra­de Cen­ter“und „Whi­te Hou­se Down“.

Ju­lia Jentsch, 38, ge­hört zu den Stamm­gäs­ten der Ber­li­na­le. Für ih­re Rol­le in „So­phie Scholl – Die letz­ten Ta­ge“er­hielt sie 2005 den Sil­ber­nen Bä­ren, spä­ter auch den Deut­schen und den Eu­ro­päi­schen Film­preis. Im ver­gan­ge­nen Jahr über­zeug­te sie in dem Wett­be­werbs­bei­trag „24 Wo­chen“. Auch für „33 Sze­nen aus dem Le­ben“, „Han­nah Arendt“und „Ef­fie Briest“stand sie vor der Ka­me­ra.

Die­go Lu­na, der 37-jäh­ri­ge Me­xi­ka­ner, hat sich nicht nur als Schau­spie­ler, son­dern auch als Re­gis­seur ei­nen Na­men ge­macht. Sein Re­gie­de­büt „Abel“fei­er­te 2010 in Can­nes Pre­mie­re, auch „Cé­sar Chá­vez“und „Mr. Pig“stam­men von ihm. Lu­na setzt sich auch für die För­de­rung des Do­ku­men­tar­films ein.

Wang Quan’an kommt als 1965 ge­bo­re­ner chi­ne­si­scher Re­gis­seur und Dreh­buch­au­tor „bä­ren­stark“zur Ber­li­na­le: 2007 hat­te der Ab­sol­vent der Pe­kin­ger Film­hoch­schu­le mit sei­nem Film „Tu­yas Hoch­zeit“den Gol­de­nen Bä­ren ge­won­nen. Drei Jah­re spä­ter wur­de sein Be­zie­hungs­dra­ma „Ge­trennt zu­sam­men“als Er­öff­nungs­film des Fes­ti­vals ge­zeigt, da­mals er­hielt das Dreh­buch ei­nen Sil­ber­nen Bä­ren.

Ju­lia Jentsch

Paul Ver­hoeven

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