Rich­ter rügt Trump

USA Prä­si­dent re­agiert mit Twit­ter-Atta­cke

Donauwoerther Zeitung - - Politik | Wirtschaft -

Wa­shing­ton Im Streit um die von ihm ver­häng­ten Ein­rei­se­ver­bo­te lässt US-Prä­si­dent Do­nald Trump mit sei­nen Atta­cken nicht nach. Auf­ge­bracht re­agier­te Trump am Don­ners­tag auf Be­rich­te über kri­ti­sche Aus­sa­gen sei­nes Kan­di­da­ten für das Obers­te Ge­richt, Neil Gor­such. Die­ser hat­te Trumps per­sön­li­che An­grif­fe auf ein­zel­ne Rich­ter im Ein­rei­se-Streit nach An­ga­ben ei­nes Se­na­tors der op­po­si­tio­nel­len De­mo­kra­ten als „de­mo­ra­li­sie­rend“und „ent­mu­ti­gend“be­zeich­net.

Trump kri­ti­sier­te je­doch nicht Gor­such, son­dern rich­te­te ei­ne wü­ten­de Atta­cke ge­gen den de­mo­kra­ti­schen Se­na­tor Richard Blu­men­thal, der sich mit Gor­such ge­trof­fen und über des­sen Kri­tik be­rich­tet hat­te. Blu­men­thal, der jah­re­lang über sei­nen an­geb­li­chen Viet­nam-Ein­satz ge­lo­gen ha­be, „stellt nun falsch dar, was Rich­ter Gor­such ihm ge­sagt hat?“, schrieb Trump im Kurz­bot­schaf­ten­dienst Twit­ter.

Al­ler­dings wa­ren die von Blu­men­thal kol­por­tier­ten Äu­ße­run­gen des Su­pre­me-Court-Kan­di­da­ten spä­ter von ei­nem Spre­cher Gor­suchs be­stä­tigt wor­den. Trump führ­te auch zu­nächst nicht aus, in­wie­fern Blu­men­thal die Äu­ße­run­gen Gor­suchs ver­zerrt ha­ben soll.

Trump hat Gor­such für den Rich­ter­pos­ten no­mi­niert. Bei der Vor­stel­lung be­schrieb er den Ju­ris­ten, der seit mehr als zehn Jah­ren als Be­ru­fungs­rich­ter im Bun­des­staat Co­lo­ra­do tä­tig ist, als Kan­di­da­ten von „bril­lan­tem Geist“. Gor­suchs Er­nen­nung muss noch vom US-Se­nat ge­neh­migt wer­den, wo die De­mo­kra­ten Wi­der­stand leis­ten. (afp)

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