Grü­ne set­zen auf „Po­wer­frau“

Kat­ha­ri­na Schulze neue Frak­ti­ons­che­fin

Donauwoerther Zeitung - - Bayern - VON ULI BACHMEIER

Mün­chen „An­de­re ha­ben Schulz, wir ha­ben Schulze“– un­ter die­ser Über­schrift gra­tu­lier­ten die Lan­des­vor­sit­zen­den der Grü­nen, Si­gi Hagl und Ei­ke Hal­litz­ky, ges­tern der neu­en Frak­ti­ons­che­fin der Grü­nen im Land­tag, Kat­ha­ri­na Schulze. Sie sei ei­ne „Po­wer­frau“. Die 31-jäh­ri­ge Münch­ne­rin wur­de in der Frak­ti­on mit 15 Ja-Stim­men zur neu­en Vor­sit­zen­den ge­wählt. Drei Frak­ti­ons­mit­glie­der vo­tier­ten mit Nein. Schulze er­hielt da­mit nur ei­ne Stim­me we­ni­ger als ihr Co-Frak­ti­ons­chef Lud­wig Hart­mann, 38, aus Lands­berg. Er war 2013, zu Be­ginn der Le­gis­la­tur­pe­ri­ode mit 16 Ja-Stim­men ge­wählt wor­den.

Als Schwer­punk­te ih­rer Ar­beit nann­te Schulze die klas­si­schen grü­nen The­men. Sie wol­le für Um­welt­und Kli­ma­schutz, Bür­ger- und Frei­heits­rech­te ein­tre­ten. Im Land­tag wer­de es ihr in nächs­ter Zeit vor al­lem dar­um ge­hen, den „Bay­er­nEi-Skan­dal“auf­zu­klä­ren, den Ver­brau­cher­schutz zu stär­ken und den „Flä­chen­fraß“zu stop­pen. Schulze for­mu­lier­te den Grund­satz: „Po­li­tik ist nie al­ter­na­tiv­los – we­der in Sach­noch in Macht­fra­gen.“

Nach­dem Mar­ga­re­te Bau­se, 58, nach mehr als 13 Jah­ren den Frak­ti­ons­vor­sitz ab­ge­ge­ben hat, ha­ben die Grü­nen im Land­tag jetzt mit Schulze und Hart­mann mit Ab­stand die jüngs­te Frak­ti­ons­spit­ze. Sie wird er­gänzt durch den Re­gens­bur­ger Ab­ge­ord­ne­ten Jür­gen Mis­tol, 52, der ges­tern als Nach­fol­ger von Schulze zum Vi­ze-Frak­ti­ons­chef ge­wählt wur­de.

Die Per­so­nal­ro­cha­de war not­wen­dig ge­wor­den, weil Bau­se, wie be­rich­tet, im Herbst für den Bun­des­tag kan­di­die­ren wird.

Fo­to: dpa

Kat­ha­ri­na Schulze ist die Nach­fol­ge­rin von Mar­ga­re­te Bau­se.

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