Der gro­ße En­nio Mor­ri­co­ne

Tour­nee Am 7. März di­ri­giert der Film­kom­po­nist in der Münch­ner Olym­pia­hal­le

Donauwoerther Zeitung - - Waswannwo -

Sei­ne Film­mu­si­ken sind un­sterb­lich ge­wor­den: „Spiel mir das Lied vom Tod“, „Es war ein­mal in Ame­ri­ka“, „Für ei­ne Hand­voll Dol­lar“– al­les Wer­ke des welt­be­rühm­ten Film­kom­po­nis­ten En­nio Mor­ri­co­ne. Erst 2016 hat er ei­nen Os­car ge­won­nen für die Mu­sik zum Wes­tern „The Ha­te­ful 8“– nach dem Eh­re­nos­car 2007. Im Rah­men sei­ner Tour­nee „The 60 Ye­ars of Mu­sic“kommt Mor­ri­co­ne für vier ex­klu­si­ve Kon­zer­te im Fe­bru­ar und März 2017 nach Wi­en, Zürich, Mann­heim und am 7. März in die Münch­ner Olym­pia­hal­le.

En­nio Mor­ri­co­ne wur­de am 10. No­vem­ber 1928 in Rom ge­bo­ren. In sei­ner lan­gen künst­le­ri­schen Lauf­bahn wid­me­te er sich ei­ner rie­si­gen Band­brei­te an Gen­res, von der ab­so­lu­ten Mu­sik bis hin zur Ge­brauchs­mu­sik. Er or­ches­trier­te, di­ri­gier­te und kom­po­nier­te für Thea­ter, Ra­dio und Ki­no. 1946 er­hielt Mor­ri­co­ne sein Di­plom als Trom­pe­ter und 1954 das Di­plom im Fach Kom­po­si­ti­on am Con­ser­va­to­rio di Santa Ce­ci­lia un­ter dem Leh­rer Goff­re­do Pe­tras­si. Sei­ne ers­ten kon­zer­tan­ten Wer­ke schrieb er En­de der 1950er Jah­re, da­nach ar­bei­te­te er als Ar­ran­geur für die ita­lie­ni­sche Fern­seh­an­stalt RAI und das Plat­ten­la­bel RCA Ita­lia­na.

Als Film­kom­po­nist trat En­nio Mor­ri­co­ne zum ers­ten Mal 1961 für den Film „Il Fe­dera­le“von Lu­cia­no Sal­ce in Er­schei­nung. Schon kur­ze Zeit spä­ter er­lang­te er Welt­ruhm mit den Ita­loWes­tern von Ser­gio Leo­ne: „Für ei­ne Hand­voll Dol­lar“(1964), „Zwei glor­rei­che Ha­lun­ken“(1966), „Spiel mir das Lied vom Tod“(1968) und „To­des­me­lo­die“(1971).

Seit 1960 hat Mor­ri­co­ne zu über 500 Fil­men den Sound­track ge­schrie­ben und da­bei mit ita­lie­ni­schen und in­ter­na­tio­na­len Re­gis­seu­ren zu­sam­men­ge­ar­bei­tet, dar­un­ter Ser­gio Leo­ne, Pier Pao­lo Pa­so­li­ni, Ber­nar­do Ber­to­luc­ci, Gi­u­sep­pe Tor­na­to­re, Bri­an De Pal­ma, Ro­man Polan­ski, War­ren Be­at­ty, Oli­ver Sto­ne, Mar­ga­re­the von Trot­ta und Pe­dro Al­mo­dóvar.

Seit 1946 hat er bis heu­te zu­dem mehr als 100 un­ab­hän­gi­ge mu­si­ka­li­sche Wer­ke kom­po­niert, u. a. Con­cer­to per Orches­tra n. 1 (1957); Fram­men­ti di Eros (1985); Can­ta­ta per L’Eu­ro­pa (1988); Om­bra di lon­ta­na pre­sen­za (1997); Vo­ci dal si­lenzio (2002); Si­ci­lo ed al­tri fram­men­ti (2007); Vuo­to d’ani­ma pie­na (2008).

Seit dem Jahr 2001 bringt En­nio Mor­ri­co­ne sei­ne Film­mu­sik und sei­ne Wer­ke für Sin­fo­nie­or­ches­ter und Chor auch im­mer wie­der auf die Büh­ne. Über 100 Kon­zer­te hat er bis­her in Eu­ro­pa, Asi­en, den USA so­wie Mit­tel- und Süd­ame­ri­ka ge­ge­ben. Am 12. Ju­ni 2015 di­ri­gier­te Mor­ri­co­ne so­gar ei­ne Mes­se zu Eh­ren von Papst Fran­zis­kus.

Mor­ri­co­ne er­hielt 27 gol­de­ne und sie­ben Pla­tin-Schall­plat­ten, drei Gol­den Pla­tes und den Pre­mio del­la Cri­ti­ca Dis­co­gra­fi­ca Ita­lia­na für die Mu­sik zum Film „Die Wie­se“. Der Sound­track zu „Zwei glor­rei­che Ha­lun­ken“wur­de 2009 in die Gram­my Hall of Fa­me auf­ge­nom­men.

Un­ter un­se­ren Le­sern ver­lo­sen wir fünf­mal zwei Kar­ten für das Kon­zert am 7. März in Mün­chen. Be­ant­wor­ten Sie fol­gen­de Fra­ge: Wel­ches In­stru­ment hat En­nio Mor­ri­co­ne stu­diert? Schi­cken Sie ei­ne Mail an: mor­ri­co­ne@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de oder ru­fen Sie an un­ter 01379/372705 (50 ct. aus dem Fest­netz der Dt. Te­le­kom). Teil­nah­me­schluss ist Mon­tag, 20. Fe­bru­ar.

Ti­ckets un­ter Tel. 018 06 57 00 70, im In­ter­net un­ter www.even­tim.de so­wie an al­len be­kann­ten Vor­ver­kaufs­stel­len. 15.00 u. 20.00 „Al­lez Hopp“, Schwer punkt Sprin­gen und Spie­len (bis 28. Fe bru­ar), Tel. 089/5458000; Cir­cus Kro­ne, Mars­str. 43

Fo­to: Jel­mer de Haas

88 Jah­re alt und noch im­mer auf der Büh­ne: Film­kom­po­nist En­nio Mor­ri­co­ne di­ri­giert sein Kon­zert auch in Mün­chen.

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