Ein Spiel mit be­son­de­ren Sta­tis­ti­ken

FCA Am Frei­tag kann das 50 000. Tor in der Bun­des­li­ga fal­len. Vi­el­leich er­zielt es Ja-Cheol Koo. Der Süd­ko­rea­ner, der be­son­ders ger­ne ge­gen Le­ver­ku­sen trifft, mel­det sich ge­sund zu­rück

Donauwoerther Zeitung - - Sport - VON RO­BERT GÖTZ

Augs­burg Wenn der FC Augs­burg am mor­gi­gen Frei­tag (20.30 Uhr) Bay­er Le­ver­ku­sen emp­fängt, dann wer­den al­le Me­di­en und Fuß­ball­fans ge­spannt in die WWK-Are­na bli­cken. Das liegt aber nicht dar­an, dass es das ein­zi­ge Bun­des­li­ga-Spiel an die­sem Abend ist, oder dass das Auf­ein­an­der­tref­fen des Ta­bel­len-13. (FCA) und des Neun­ten (Bay­er) vor Bri­sanz nur so sprüht. Es liegt an ei­ner ein­zi­gen Fra­ge: Wer er­zielt am Frei­tag das 50000 Tor der Bun­des­li­ga-Ge­schich­te?

49999 Tref­fer hat die Deut­sche Fuß­ball Li­ga (DFL) of­fi­zi­ell bis­her ge­zählt. Die Wahr­schein­lich­keit ist groß, dass am Frei­tag das gol­de­ne Tor fällt. Die Sport-Bild weiß auch schon, wer der Schüt­ze ist: der Le­ver­ku­se­ner Chicha­ri­to. Der 28-Jäh­ri­ge trifft in der 13. Mi­nu­te zum 1:0 für Bay­er (En­d­er­geb­nis 4:0). Das hat die Si­mu­la­ti­on des Com­pu­ter­Spiels „Fi­fa 17“er­ge­ben.

Ma­nu­el Baum kann mit sol­chen Spiel­chen nicht viel an­fan­gen. „Mei­ne Mann­schaft wird al­les da­für tun, dass es nicht so kommt“, sag­te er ges­tern auf der Pres­se­kon­fe­renz. Es sei doch klar, „dass wir ein Tor schie­ßen wol­len und dass wir al­les tun, um zu ver­hin­dern, dass Le­ver­ku­sen ei­nes schießt.“Der 50 000 Tref­fer ist aber nicht die ein­zi­ge Zahl, die das Frei­tag­abend-Du­ell zu ei­nem Spiel der be­son­de­ren Sta­tis­ti­ken macht. So hat der FCA in der Bun­des­li­ga noch nie ge­gen Le­ver­ku­sen ge­won­nen. Zu­letzt spiel­te der FCA vier Mal Un­ent­schie­den ge­gen Bay­er.

Fast ge­nau­so schlecht ist die Bi­lanz des FCA, wenn er am Frei­tag­abend un­ter Flut­licht spielt. Zu­letzt ge­wann der FCA an ei­nem Frei­tag am 5. Ok­to­ber 2012 ge­gen Bre­men (3:1). Da­mals hieß der Trai­ner noch Jos Lu­hu­kay. Seit­dem blieb der FCA in elf Spie­len sieg­los.

Baum hält nicht viel von sol­chen Sta­tis­ti­ken. Für ihn zählt nur der Er­folg. „Wie ge­gen je­den Geg­ner ver­su­chen wir die bes­te Tak­tik zu fin­den, um zu ge­win­nen. Ob das jetzt am Frei­tag, Sams­tag oder Sonn­tag ist, spielt in mei­nem Kopf kei­ne Rol­le.“Ge­gen die Rhein­län­der kann Baum aber wie­der auf sei­nen Le­ver­ku­sen-Spe­zia­lis­ten zu­rück­grei­fen. Nur zehn Ta­ge nach sei­ner Sprung­ge­lenks­ver­let­zung trai­niert Ja-Cheol Koo wie­der voll. „Er hat ei­ne gro­ße Schmerz­to­le­ranz“, sagt Baum. Der Süd­ko­rea­ner hat­te beim letz­ten Heim­spiel ge­gen Bay­er die 3:0-Füh­rung im Al­lein­gang er­zielt. Am En­de spiel­te der FCA nur 3:3. Koo wä­re al­so ein idea­ler Ju­bi­lä­ums­schüt­ze.

Ne­ben Koo kann Baum im Mit­tel­feld wie­der auf Jan Mora­vek und den in Mainz gelb-ge­sperr­ten Do­mi­nik Kohr zu­rück­grei­fen. Auch Mo­ritz Leit­ner wä­re ei­ne Op­ti­on. Baum zu­rück­hal­tend: „Man merkt, dass er von Trai­ning zu Trai­ning be­wuss­ter um­setzt, was wir wol­len. Ich bin von Mo­ritz sehr über­zeugt. Ich be­to­ne aber noch ein­mal: Man muss mit ihm Ge­duld ha­ben.“

Ge­duld braucht noch Al­f­red Finn­bo­ga­son. Doch nach mo­na­te­lan­ger Ver­let­zungs­pau­se kann der Tor­jä­ger ne­ben Kraft- und Lauf­trai­ning wie­der Übun­gen mit dem Ball und so­gar Tor­schüs­se ma­chen.

Frag­lich ist am Frei­tag der Ein­satz von Links­ver­tei­di­ger Kon­stan­ti­nos Sta­fy­li­dis, der ges­tern we­gen ei­nes Ma­gen-Darm-In­fekts mit dem Trai­ning pau­sier­te.

Fo­to: Ul­rich Wa­gner

Wirk­lich heiß war der Auf­tritt von Ja Cheol Koo am 5. März 2016. Er traf in der WWK Are­na drei Mal ge­gen Le­ver ku­sen.

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