Ge­burts­hil­fe muss nah am Wohn­ort blei­ben

Donauwoerther Zeitung - - Bayern -

Die Ge­sund­heit vie­ler Frau­en und ih­rer Kin­der ist be­droht, weil im­mer mehr Ge­burts­hil­festa­tio­nen schlie­ßen. Da­mit ist die wohn­ort­na­he Ver­sor­gung in Ge­fahr. Sie aber ist wich­tig, da­mit Schwan­ge­re best­mög­lich un­ter­stützt wer­den. Ei­ne Po­li­tik, die sich rühmt, das Wohl der Fa­mi­li­en ganz oben auf ih­rer Agen­da zu ha­ben, muss da­her drin­gend han­deln.

Viel zu lan­ge wur­de ta­ten­los zu­ge­se­hen, wie Heb­am­men ih­re Ar­beit er­schwert wur­de. Sie sind nicht nur oft un­ter­be­zahlt, es fehlt of­fen­sicht­lich in vie­len Fäl­len auch an der Wert­schät­zung. Doch oh­ne Heb­am­men geht es nicht. Wer glaubt, mit­hil­fe ei­ner Ge­set­zes­än­de­rung ih­re Be­deu­tung schmä­lern zu kön­nen und da­mit gleich auch noch das Pro­blem des Fach­kräf­te­man­gels lö­sen zu kön­nen, wür­de fa­ta­le Feh­ler be­ge­hen. Wich­tig ist es, ih­re Ar­beit zu stär­ken.

Auch muss die Fra­ge er­laubt sein, ob ge­sun­de, schwan­ge­re Frau­en in hoch auf­ge­rüs­te­ten Kli­ni­ken, in de­nen für schwer kran­ke Pa­ti­en­ten das Best­mög­li­che ge­tan wird, im­mer gut auf­ge­ho­ben sind? Schwan­ge­re sind nicht krank. In vie­len Fäl­len bleibt ei­ne Ge­burt doch zum Glück ei­ne Ge­burt – ein Akt, seit es Men­schen gibt. Ein Akt al­ler­dings, der stets Bei­stand be­nö­tigt. Und zwar von ei­ner er­fah­re­nen Heb­am­me. Die­ser Bei­stand muss nah am Wohn­ort sein, denn er muss schnell er­reicht wer­den kön­nen. An­sons­ten droht die Ge­fahr, dass Frau­en ih­re Kin­der al­lein auf die Welt brin­gen. Mit al­len Ri­si­ken.

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