War­nung vor In­kas­so­me­tho­den

Donauwoerther Zeitung - - Wirtschaft In Der Region -

Land­kreis Im­mer wie­der mel­den sich ver­un­si­cher­te Ver­brau­cher bei der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern, die In­kas­so­for­de­run­gen mit ein­dring­li­chen und teil­wei­se ag­gres­si­ven For­mu­lie­run­gen er­hal­ten ha­ben. Soll­te die je­wei­li­ge Rech­nung nicht be­gli­chen wer­den, dro­he ei­ne Zwangs­voll­stre­ckung, ei­ne Lohn­pfän­dung oder ein ne­ga­ti­ver Schu­faEin­trag.

Sol­che ein­schüch­tern­den Schrei­ben füh­ren da­zu, dass Be­trof­fe­ne For­de­run­gen be­glei­chen, ob­wohl die­se un­ge­recht­fer­tigt sind. „Ein Ver­brau­cher be­rich­te­te uns bei­spiels­wei­se, dass er nur zahl­te, um sei­ne Ru­he zu ha­ben“, sagt Tat­ja­na Halm, Ju­ris­tin der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern. Die Ver­brau­cher­schüt­ze­rin rät, sich von un­se­riö­sen In­kas­so­for­de­run­gen nicht un­ter Druck set­zen zu las­sen. „Auch wenn das In­kas­so­un­ter­neh­men mit fol­gen­schwe­ren Kon­se­quen­zen droht, steht der Ge­richts­voll­zie­her nicht gleich vor der Tür“, so Halm.

Die Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern kri­ti­siert, dass vie­le Schrei­ben nicht aus­rei­chend über die nächs­ten Schrit­te im Mahn­ver­fah­ren auf­klä­ren. Das führt da­zu, dass Ver­brau­cher ein In­kas­so­schrei­ben um­so be­droh­li­cher ein­stu­fen, je we­ni­ger das wei­te­re ju­ris­ti­sche Vor­ge­hen er­läu­tert wird.

Die Ver­brau­cher­zen­tra­le rät al­len Be­trof­fe­nen, je­de Zah­lungs­auf­for­de­rung genau zu prü­fen. Ei­nem un­ge­recht­fer­tig­ten An­spruch kann mit­hil­fe ei­nes Mus­ter­briefs wi­der­spro­chen wer­den, der un­ter www.ver­brau­cher­zen­tra­le-bay­ern.de ver­füg­bar ist. Wer Fra­gen zum The­ma hat, kann sich an die Be­ra­tungs­stel­len der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bay­ern wen­den. (dz)

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.