Mer­kel weit vor Schulz

Po­lit­ba­ro­me­ter: Ei­ner ist neu in den Top Ten

Donauwoerther Zeitung - - Politik - VON RU­DI WAIS

Augs­burg Um­fra­gen sind Mo­ment­auf­nah­men – vie­le Mo­ment­auf­nah­men aber sum­mie­ren sich am En­de auch zu ei­nem Bild, das Mar­tin Schulz kaum ge­fal­len wird. Im neu­en Po­lit­ba­ro­me­ter des ZDF kom­men die So­zi­al­de­mo­kra­ten nur auf 25 Pro­zent, das sind zwei Pro­zent­punk­te we­ni­ger als vor ei­nem Mo­nat. Schulz selbst hat sei­ne Po­pu­la­ri­täts­wer­te zwar ge­ring­fü­gig ver­bes­sert, liegt aber nach wie vor schier aus­sichts­los hin­ter Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel (CDU) zu­rück.

Sechs von zehn Be­frag­ten wol­len sie als Re­gie­rungs­che­fin be­hal­ten. Vier Mo­na­te vor der Wahl bleibt sie da­mit die be­lieb­tes­te Po­li­ti­ke­rin Deutsch­lands, ge­folgt vom ba­den­würt­tem­ber­gi­schen Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Win­fried Kret­sch­mann (Grü­ne), Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le und In­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re (bei­de CDU). Neu in den Top Ten ist FDP-Chef Chris­ti­an Lind­ner, der es nach den bei­den Er­fol­gen bei den Land­tags­wah­len in Schles­wig-Hol­stein und Nord­rheinWest­fa­len aus dem Stand auf Platz fünf ge­schafft hat.

Wür­de am Sonn­tag ein neu­er Bun­des­tag ge­wählt, wä­re die Uni­on die mit Ab­stand stärks­te Frak­ti­on. Mit 39 Pro­zent kä­men CDU und CSU trotz Flücht­lings­kri­se und ge­stie­ge­ner Ter­ror­ge­fahr den 41,5 Pro­zent bei der letz­ten Wahl plötz­lich wie­der sehr na­he. Mit et­was Glück könn­te es da­mit so­gar für ei­ne Neu­auf­la­ge der schwarz-gel­ben Ko­ali­ti­on rei­chen – die FDP sieht das Po­lit­ba­ro­me­ter sta­bil bei acht Pro­zent. Auch Grü­ne und Lin­ke lie­gen mit sie­ben bzw. neun Pro­zent auf den Wer­ten des Vor­mo­nats. Leicht da­zu­ge­won­nen hat die Al­ter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD), die Stand heu­te gleich­auf mit den Li­be­ra­len bei acht Pro­zent durchs Ziel gin­ge.

Fo­to: S. St­a­che, dpa

Neu in den Top Ten der deut­schen Po­li tik: FDP Chef Lind­ner.

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