Die Kö­ni­gin der Blu­men

Gar­ten­tipp Die Deh­ner-Ex­per­tin Han­ne Roth er­klärt, wor­auf bei Kauf, Pflan­zung und Pfle­ge von Ro­sen ge­ach­tet wer­den soll­te, da­mit die­se op­ti­mal ge­dei­hen

Donauwoerther Zeitung - - Donauwörth -

Rain „Ei­ne Rose ist ei­ne Rose ist ei­ne Rose“, so hat schon die ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­le­rin, Ver­le­ge­rin und Kunst­samm­le­rin Ger­tru­de St­ein (1874 – 1946) über die viel be­schrie­be­ne Kö­ni­gin der Blu­men fest­ge­stellt, die ei­nen Hauch von Ro­man­tik in je­den Gar­ten bringt. Was wä­re ein war­mer Som­mer­tag oh­ne den be­tö­ren­den Duft und die wun­der­schö­nen Blü­ten der Ro­sen, die ein Blick­fang in Bee­ten ist oder an Ge­län­dern und Bö­gen em­por­rankt? Deh­ner-Gar­ten­ex­per­tin Han­ne Roth gibt in die­ser Aus­ga­be un­se­rer Se­rie Tipps über die „Kö­ni­gin der Blu­men“.

Ak­tu­el­le Trendsor­ten Beim Kauf soll­te un­be­dingt auf die Aus­wahl ro­bus­ter und wi­der­stands­fä­hi­ger Sor­ten ge­ach­tet wer­den, emp­fiehlt Han­ne Roth. Das ADR-Prä­di­kat gibt ei­ne ge­wis­se Si­cher­heit. Im Trend lie­gen ne­ben den tra­di­tio­nel­len, ge­füll­ten und duf­ten­den Sor­ten auch ein­fach blü­hen­de Sor­ten, die von der per­si­schen Rose (Ro­sa per­si­ca) ab­stam­men. Per­si­ca-Hy­bri­den mit ih­ren gro­ßen, au­ßer­ge­wöhn­li­chen Blü­ten und dem cha­rak­te­ris­ti­schen dun­kel­ro­ten Fleck in der Blü­ten­mit­te set­zen in­ter­es­san­te Ak­zen­te im Ro­sen­gar­ten. Sie ver­bin­den die An­mut der Gar­ten­ro­se mit der Ro­bust­heit der Wild­ro­se und zeich­nen sich durch ei­ne sehr gu­te Krank­heits­re­sis­tenz so­wie Frost­här­te aus. Er­hält­li­che Sor­ten ha­ben wun­der­bar ori­en­ta­lisch klin­gen­de Na­men wie „Alis­sar Prin­cess of Pho­eni­cia“, „Eye­co­nic“, „Queen of She­ba syn. Eye of the Ti­ger“oder „Eyes for You syn. Blue Eyes“.

Ro­sen als Kü­bel­pflan­zen Jetzt ist die Zeit der Con­tai­ner­ro­sen. Wuchs­kräf­ti­ge, kom­pakt wach­sen­de und blüh­freu­di­ge Sor­ten eig­nen sich her­vor­ra­gend für die Kul­tur in Töp­fen, weiß Gar­ten­ex­per­tin Roth. Ge­ne­rell ist bei der Pflan­zung im Kü­bel auf ein aus­rei­chend gro­ßes Pflanz­ge­fäß zu ach­ten: Es soll­te min­des­tens 40 Zen­ti­me­ter hoch sein; der Durch­mes­ser hängt na­tür­lich von der je­wei­li­gen Pflan­ze ab. Be­son­ders wich­tig sind ei­ne Drä­na­ge­schicht aus Ton­scher­ben oder Bläh­ton und ein Ab­fluss­loch im Ge­fäß, da­mit das Was­ser gut ablau­fen kann.

Uner­läss­lich für ein ge­sun­des und kräf­ti­ges Pflan­zen­wachs­tum ist auch gu­te Pflan­zer­de mit ei­nem pH-Wert, der zwi­schen 6 und 7 liegt. Kü­bel-Ro­sen soll­ten gleich­mä­ßig feucht ge­hal­ten wer­den, um op­ti­ma­les Ge­dei­hen zu ga­ran­tie­ren.

Ro­sen im Gar­ten­beet Ro­sen be­vor­zu­gen ei­nen son­ni­gen und luf­ti­gen Stand­ort, so Roth. Das Pflanz­loch soll­te die dop­pel­te Grö­ße des Wur­zel­bal­lens ha­ben, die Ve­red­lungs­stel­le sich min­des­tens fünf Zen­ti­me­ter un­ter der Erd­ober­flä­che be­fin­den. Dann gilt es, das Pflanz­loch mit Er­de zu fül­len, an­zu­drü­cken und an­zu­gie­ßen. Erst wenn die Ro­sen­pflan­ze fest ver­wur­zelt ist, kann die na­tür­li­che Re­gen­men­ge für die Was­ser­ver­sor­gung aus­rei­chend sein. Mit na­tür­li­chen Pflan­zen­stär­kungs­mit­teln wie Gesteins­mehl oder Bo­den­ak­ti­va­tor wer­den Wi­der­stand­kraft und ge­sun­des Wachs­tum auf na­tür­li­che Art und Wei­se ver­bes­sert. (pm)

Foto: Smi­leus

Sie gilt als die Kö­ni­gin der Blu­men – die Rose.

Han­ne Roth

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