Is­maiks Kla­ge wohl er­folg­los

Rechts­an­walt äu­ßert sich zu 50+1-Re­gel

Donauwoerther Zeitung - - Sport -

Mün­chen Die von 1860 Mün­chens In­ves­tor Ha­san Is­ma­ik ge­plan­te Kla­ge ge­gen die 50+1-Re­gel hat nach Ein­schät­zung des frü­he­ren DFL-Chef­jus­ti­zi­ars Tho­mas Sum­me­rer nur ge­rin­ge Er­folgs­aus­sich­ten. „Ei­ne sol­che Kla­ge auf Auf­he­bung der 50+1-Re­gel hat mei­nes Erach­tens kei­ne oder al­len­falls ge­rin­ge Aus­sicht auf Er­folg“, sag­te der auf Sport­recht spe­zia­li­sier­te Rechts­an­walt in Mün­chen.

Sum­me­rer ver­wies da­bei auf ei­nen ver­gleich­ba­ren Fall. Im Ja­nu­ar 2010 gab es ei­ne Schieds­kla­ge von Hannover 96. Der Klub hat­te sich eben­falls zum Ziel ge­setzt, die 50+1-Re­gel der Bun­des­li­ga zu kip­pen. „Hannover 96 hat mit die­sem Kla­ge­be­geh­ren kei­nen Er­folg ge­habt, son­dern nur er­reicht, dass ei­ne Gleich­be­hand­lung statt­fin­det zwi­schen Hannover 96, dem VfL Wolfs­burg und Bay­er Le­ver­ku­sen“, er­läu­ter­te Sum­me­rer, der die Deut­sche Fuß­ball Li­ga (DFL) in dem Ver­fah­ren 2010 als Rechts­an­walt ver­trat.

„Mit an­de­ren Wor­ten: Wenn ein Ver­ein 20 Jah­re lang ide­ell und ma­te­ri­ell ge­för­dert wird, dann kann es Aus­nah­men von der 50+1-Re­gel ge­ben, die im Er­mes­sen der DFL lie­gen.“Mit der 50+1-Re­ge­lung soll im deut­schen Fuß­ball der Macht­miss­brauch ei­nes Geld­ge­bers zu­las­ten des Ver­eins ver­mie­den wer­den.

T. Sum­me­rer

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