Macht Fle­xi­bi­li­tät glück­li­cher?

Pro­jekt App hilft beim Er­rei­chen von Zie­len

Donauwoerther Zeitung - - Campus Augsburg -

Das Pro­blem kennt wohl je­der: Das Buch, dass man schon längst le­sen woll­te, steht im­mer noch un­ge­le­sen im Schrank. Man woll­te ei­gent­lich drei­mal die Wo­che jog­gen ge­hen, schafft es aber nur spo­ra­disch.

Aus ei­ge­ner Un­zu­frie­den­heit her­aus hat Stu­dent Ni­clas Nüs­ke im Rah­men sei­ner Mas­ter­ar­beit ei­ne App ent­wi­ckelt, die sich mit ge­nau die­sem The­ma be­schäf­tigt. „Ich ha­be ver­gan­ge­nes Jahr ein Prak­ti­kum ge­macht und bin mal wie­der spät abends heim­ge­kom­men. Es war schon Don­ners­tag und ich hat­te noch vier of­fe­ne Trai­nings­ein­hei­ten in der Wo­che“, er­in­nert er sich. Sei­ne Idee: Ei­ne App, die die Zie­le fle­xi­bler in den Ta­ges­ab­lauf des Be­nut­zers in­te­griert und nicht im­mer um 19 Uhr ans Jog­gen er­in­nert.

Mit Hil­fe von Pro­fes­sor Hen­ner Gim­pel und dem wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter Chris­ti­an Re­gal vom Kern­kom­pe­tenz­zen­trum Fi­nan­zund In­for­ma­ti­ons­ma­nage­ment, wo Nüs­ke auch sei­nen Mas­ter macht, ar­bei­te­te er an der Um­set­zung der Idee. „Un­se­re App ,MyGo­alJour­ney‘ soll her­aus­fin­den, was für den je­wei­li­gen Be­nut­zer der bes­te Weg ist, da­mit er sei­ne Zie­le er­reicht – wann ist er oder sie leis­tungs­fä­hi­ger und fühlt sich auch noch bes­ser.“

Die App funk­tio­niert ganz ein­fach. Der Nut­zer kann mit we­ni­gen Klicks fest­le­gen, wel­che Tä­tig­keit er an wel­chem Tag er­le­di­gen möch­te. Abends wird dann ein­ma­lig ab­ge­fragt, ob er tat­säch­lich das Buch ge­le­sen, ge­lernt oder Sport ge­trie­ben hat. Zu­dem soll er die Er­fah­rung an­hand von fünf Smi­leys be­wer­ten. Nach vier Wo­chen wird noch­mals ein kur­zer On­li­ne-Fra­ge­bo­gen ver­schickt, um zu schau­en, ob sich das Wohl­be­fin­den ver­bes­sert hat.

Ei­ne nied­ri­ge drei­stel­li­ge Zahl an Nut­zern lie­fert den For­schern be­reits an­ony­mi­sier­te Da­ten. Es soll mög­lichst ei­ne vier­stel­li­ge Zahl wer­den, um ei­ne grö­ße­re Da­ten­men­ge und da­mit aus­sa­ge­kräf­ti­ge­re Er­geb­nis­se zu be­kom­men. Die­se sen­det die App an­ony­mi­siert an die Ent­wick­ler. Her­un­ter­ge­la­den wer­den kann die App für App­le- und An­dro­id-Han­dys. (chmü)

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