Es geht um mehr als ein Haus

Donauwoerther Zeitung - - Jura - VON BAR­BA­RA WILD re­dak­ti­on@do­nau­wo­er­t­her zei­tung.de

Wie­der ein­mal zeigt sich, dass kein Bür­ger­meis­ter die Hei­mat­lie­be der Bür­ger un­ter­schätz­ten soll­te. Selbst in ei­nem klei­nen Dorf wie Re­hau stel­len sich die Bür­ger auf die Hin­ter­bei­ne, wenn ih­nen et­was ge­nom­men wer­den soll, dass schon den Groß­vä­tern im Ort lieb und teu­er war.

Und das ist auch rich­tig so. Nur wenn zen­tra­le Treff­punk­te und Or­te des ge­sell­schaft­li­chen Le­bens er­hal­ten blei­ben, kön­nen Dorf­ge­mein­schaf­ten über­le­ben und da­mit Le­ben im Ort ge­hal­ten wer­den. Wenn es ei­ne Mög­lich­keit gibt, ein Ver­eins­haus samt Wirt­schaft zu er­hal­ten, soll­te die Stadt Mon­heim nicht spar­sam sein, son­dern be­loh­nen, dass sich Bür­ger und so gut wie al­le Ver­ein des 245-See­len-Dor­fes ein­brin­gen.

Jetzt muss ein Kon­zept ge­fun­den wer­den, das die kom­men­den Jahr­zehn­te hin­durch trägt. Denn na­tür­lich schei­nen die Kos­ten für ei­ne Re­no­vie­rung erst ein­mal hoch. Aber es ist ei­ne In­ves­ti­ti­on in die Zu­kunft Re­haus und sei­ner Bür­ger.

Fo­to: Eva Münsin­ger

Die Re­hau­er Bür­ger kämp­fen da­für, dass ihr al­tes Schul­haus wei­ter der zen­tra­le Treff­punkt im Ort blei­ben kann. Die Stadt Mon­heim woll­te das ma­ro­de Ge­bäu­de lie ber ver­kau­fen.

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