Mehr Ster­ne lo­cken mehr Gäs­te

Ur­laub Gäs­te su­chen im In­ter­net nach schö­nen Ur­laubs­un­ter­künf­ten. Da­bei ori­en­tie­ren sie sich auch an der Klas­si­fi­zie­rung in Ster­nen. War­um Ver­mie­ter trotz­dem zö­gern

Donauwoerther Zeitung - - Landkreis -

Ei­ne Fa­mi­lie auf dem Weg in den Ur­laub: Al­le freu­en sich auf ei­nen Som­mer in ei­nem hüb­schen Fe­ri­en­haus. Das stellt sich je­doch als Bruch­bu­de her­aus. Wie gut, dass die Tou­rist-In­for­ma­ti­on vor Ort hilft und der Fa­mi­lie ei­ne Drei-Ster­ne-Fe­ri­en­woh­nung ver­mit­telt. Ur­laub ge­ret­tet. So stellt es je­den­falls ein Wer­be­spot dar, mit dem der Deut­sche Tou­ris­mus­ver­band (DTV) ak­tu­ell für die Klas­si­fi­zie­rung von Fe­ri­en­häu­sern, -woh­nun­gen und Pri­vat­zim­mern wirbt.

Auch das Fe­ri­en­land Do­nau-Ries ist seit 2006 Li­zenz­neh­mer und klas­si­fi­ziert in der Re­gi­on nach den Kri­te­ri­en des DTV. Fe­ri­en­land-Mit­ar­bei­te­rin Me­li­na Scheu­rer ist da­für zu­stän­dig. Da­mit soll si­cher­ge­stellt wer­den, dass ei­ne Fe­ri­en­woh­nung mit drei Ster­nen an der Nord­see den glei­chen Stan­dard bie­tet wie in den baye­ri­schen Al­pen. Schließ­lich ist es ein Vor­teil der Klas­si­fi­zie­rung, bun­des­weit ein ein­heit­li­ches Ni­veau zu ga­ran­tie­ren.

Erst­ma­lig hat der Deut­sche Tou­ris­mus­ver­band ei­nen „Jah­res­be­richt zur Klas­si­fi­zie­rung“für 2016 her­aus­ge­ge­ben. Dar­in wird deut­lich, dass Pri­vat­ver­mie­ter und Tou­ris- noch nicht al­le Chan­cen aus­schöp­fen. Sei­tens der Ver­mie­ter wer­den oft die ho­hen Kos­ten kri­ti­siert, wo­bei oft die Kos­ten für die Klas­si­fi­zie­rung selbst mit den Kos­ten für Re­no­vie­rungs­ar­bei­ten ge­kop­pelt wer­den, die sich im Vor­feld oder durch die Be­wer­tung er­ge­ben. Denn die Tou­ris­ti­ker vor Ort ge­ben den Ver­mie­tern vie­le Tipps und Rat­schlä­ge, wie sie ei­ne bes­se­re Klas­si­fi­zie­rung er­rei­chen kön­nen, wenn be­stimm­te Män­gel ab­ge­stellt wer­den.

Im­mer we­ni­ger Gast­ge­ber las­sen sich klas­si­fi­zie­ren

Lei­der gibt es auch im Fe­ri­en­land Do­nau-Ries den in den ver­gan­ge­nen Jah­ren bun­des­weit fest­zu­stel­len­den Rück­gang an Klas­si­fi­zie­run­gen, be­dau­ert Me­li­na Scheu­rer. Grün­de kön­nen sein, dass die Ver­mie­ter mit­tel­fris­tig auf­hö­ren wol­len, mit Stamm­gäs­ten aus­ge­las­tet sind oder schlicht­weg nicht be­reit sind, in ei­ne Re­no­vie­rung zu in­ves­tie­ren.

Da­bei nut­zen bei der Su­che nach ei­ner Un­ter­kunft die künf­ti­gen Gäs­te meist Be­wer­tungs­por­tals oder Klas­si­fi­zie­run­gen. Und da soll­te man sich bes­ser nicht auf Ei­gen­wer- bung ver­las­sen, son­dern auf ei­ne ob­jek­ti­ve Be­wer­tung.

Die Ster­ne wer­den für drei Jah­re ver­ge­ben, da­nach muss das ein­zel­ne Ob­jekt über­prüft wer­den, nur so ist ei­ne gleich­blei­ben­de Qua­li­tät ge­währ­leis­tet. Für die Klas­si­fi­zie­rung gibt es um­fang­rei­che Be­wer­tungs­bö­gen. Au­ßer­dem muss ei­ne Rei­he von Min­dest­kri­te­ri­en er­füllt sein –, bei­spiels­wei­se min­des­tens acht Qua­drat­me­ter pro Per­son. Doch auch in Sa­chen Aus­stat­tung, La­ge (nicht kom­plett im Kel­ler) oder Sa­ni­tär­aus­stat­tung gibt es Vor­ga­ben.

Sind die­se Gr­und­vor­aus­set­zun­gen er­füllt, geht es um die Punk­te. Von ei­ner Vier-Ster­ne-Woh­nung kön­nen Gäs­te et­wa er­war­ten, dass die Kü­che mit ei­ner Spül­ma­schi­ne aus­ge­stat­tet ist, die Woh­nung ei­ne In­ter­net­prä­sen­ta­ti­on hat, über ei­ne Ste­reo­an­la­ge und kei­nen kom­bi­nier­ten Wohn-/Schlaf­raum ver­fügt. Plus­punk­te gibt es au­ßer­dem für ei­ne mo­der­ne Ein­bau­kü­che oder ein zwei­tes, zu­sätz­li­ches WC. Wer­den die ho­hen Qua­li­täts­an­for­de­run­gen des DTV nicht er­füllt, kann es al­ler­dings auch Mi­nus­punk­te ge­ben.

Fe­ri­en­land-Pro­jekt­lei­te­rin Me­li­na Scheu­rer hat auch schon den ei­mus­re­gio­nen nen oder an­de­ren Ver­mie­ter be­ra­ten, ehe der Termin für die Klas­si­fi­zie­rung fest­ge­legt wur­de. Dann kön­nen Pro­ble­me noch im Vor­feld be­ho­ben wer­den. Die Ver­mie­ter er­hal­ten ei­ne Ur­kun­de des DTV und kön­nen zu­dem ein Schild mit Pla­ket­te be­stel­len, das ne­ben der Ein­gangs­tür an­ge­bracht wer­den kann. In ers­ter Li­nie aber hel­fen die Ster­ne bei der Ver­mark­tung im In­ter­net. Wo­bei Gün­ther Zwer­ger al­len Ver­mie­tern Mut ma­chen möch­te, ih­re Woh­nung klas­si­fi­zie­ren zu las­sen: „Es muss gar nicht im­mer die VierS­ter­ne-Woh­nung sein, auch für Zwei-Ster­ne-Woh­nun­gen gibt es ei­nen Markt: Ur­lau­ber, die Qua­li­tät zu güns­ti­gen Prei­sen su­chen.“

Info Ei­ne Klas­si­fi­zie­rung durch das Fe ri­en­land Do­nau Ries ist je­der­zeit mög lich. In­for­ma­tio­nen kön­nen Ver­mie­ter un ter Te­le­fon 0906/74 211 oder per Mail un­ter gast­ge­ber@fe­ri­en­land do­nau ries.de an­for­dern. Der Be­wer­tungs­bo gen des DTV ist über www.deut­scher­tou ris­mus­ver­band.de ab­ruf­bar. Für An­bie ter, die ak­tu­ell ei­nen Un­ter­kunfts­ein­trag beim Fe­ri­en­land Do­nau Ries ha­ben, kos­tet ei­ne Klas­si­fi­zie­rung 85 Eu­ro, je­de wei­te­re Woh­nung 55 Eu­ro.

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