Al­les Eu­ka­lyp­tus

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zum Ti­tel­fo­to „Die por­tu­gie­si­sche Tra­gö die“vom 20. Ju­ni: Öko­lo­gi­sches und nach­hal­ti­ges Den­ken, das die Na­tur re­spek­tiert, ist genau wie bei uns auch in Por­tu­gal nicht er­wünscht. Seit Jahr­zehn­ten pro­tes­tie­ren die Grü­nen Por­tu­gals ge­gen die Um­wand­lung der lo­cke­ren hei­mi­schen Mi­sch­wäl­der in Pi­ni­en- und Eu­ka­lyp­tus­plan­ta­gen. Lei­der er­folg­los. Auf al­len Brand­fo­tos sind da­her ver­kohl­te Eu­ka­lyp­tus­bäu­me glei­chen Al­ters zu se­hen. Man pflanz­te die­se land­frem­de, von Aus­tra­li­en stam­men­de Baum­art, weil sie schnell wächst und in der Pa­pier­in­dus­trie schnel­les Geld bringt. Por­tu­gal be­lie­fert auch Deutsch­land mit im­mer grö­ße­ren Men­gen an Pa­pier. Im hei­ßen und tro­cke­nen Sü­d­eu­ro­pa gibt es zwar im­mer wie­der Wald­brän­de, meist durch Brand­stif­tung. Doch so ver­hee­rend, so schnell, so ex­plo­si­ons­ar­tig wie in ei­nem Eu­ka­lyp­tus­wald brei­tet sich Feu­er in kei­ner an­de­ren Wald­art aus. War­um? Blät­ter und Rin­de des Eu­ka­lyp­tus ent­hal­ten sehr vie­le äthe­ri­sche Öle, die durch ei­nen Blitz­schlag leicht in Brand ge­setzt wer­den. Ei­ne Flucht ist da kaum mehr mög­lich. Die Men­schen ver­bren­nen in ih­ren Dör­fern oder in ih­ren Au­tos.

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