Sonst nicht nach Ge­wis­sen?

Donauwoerther Zeitung - - Meinung & Dialog -

Zu „Uni­on eb­net Weg für Ho­mo Ehe“(Sei­te 1) vom 28. Ju­ni: War­um er­klärt Kanz­le­rin Mer­kel die Ab­stim­mung über die so­ge­nann­te Ho­mo-Ehe zur Ge­wis­sens­ent­schei­dung? Nach Art. 38 Abs. 1 un­se­res Grund­ge­set­zes sind die Da­men und Her­ren Ab­ge­ord­ne­te des Bun­des­ta­ges ‚nur ih­rem Ge­wis­sen un­ter­wor­fen‘. Al­so ist doch wohl je­de ge­setz­ge­be­ri­sche Ent­schei­dung der Ab­ge­ord­ne­ten ei­ne Ge­wis­sens­ent­schei­dung. Wenn der ei­ne oder an­de­re Ab­ge­ord­ne­te nicht nach sei­nem/ih­rem Ge­wis­sen ent­schei­det, son­dern an­de­re Grün­de vor­han­den sind, dann han­deln die­se Volks­ver­tre­ter ver­fas­sungs­wid­rig. Sol­che Leu­te ha­ben kei­ne mo­ra­li­sche Be­rech­ti­gung, das Volk zu ver­tre­ten. Ver­fas­sungs­wid­ri­ges Ver­hal­ten hat an der Spit­ze un­se­res Staa­tes nichts zu su­chen – wie auch an an­de­ren Stel­len un­se­rer Ge­mein­schaft.

Wem­ding

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