Ein Blick in den Him­mel lohnt sich

Phä­no­men Am heu­ti­gen Mon­tag kön­nen sich Hob­by-As­tro­no­men auf ein be­son­de­res Schau­spiel am Him­mel freu­en. Ei­ne par­ti­el­le Mond­fins­ter­nis lässt sich dann näm­lich be­ob­ach­ten – be­son­ders gut bei Risch­gau na­he Zu­sa­malt­heim

Donauwoerther Zeitung - - Nachbarschaft - VON FILIPPA MÖRZ

Wer­tin­gen Für al­le Hob­by-As­tro­no­men und be­geis­ter­ten Ster­nen­gu­cker gibt es am heu­ti­gen Mon­tag, 7. Au­gust, Grund zur Freu­de: Dann kann man näm­lich abends am Him­mel wie­der ein be­son­de­res Phä­no­men, ei­ne par­ti­el­le Mond­fins­ter­nis be­ob­ach­ten. Wie Rolf Du­dichum, Vor­sit­zen­der der Volks­stern­war­te Gund­rem­min­gen, er­klärt, ste­hen die Son­ne, die Er­de und der Mond dann in ei­ner Li­nie zu­ein­an­der.

Die Er­de wirft dann ei­nen so­ge­nann­ten „Kern­schat­ten“auf die Um­lauf­bahn des Mon­des. Doch die­ser trifft am Mon­tag­abend nur teil­wei­se auf das dunk­le Stück, er­läu­tert Du­dichum wei­ter. Des­halb hand­le es sich hier­bei auch um ei­ne par­ti­el­le und kei­ne to­ta­le Mond­fins­ter­nis. Der Mond er­scheint am Mon­tag­abend auch nicht röt­lich am Him­mel, „das pas­siert nur bei ei­ner to­ta­len Mond­fins­ter­nis“, be­rich­tet Du­dichum. Er be­stä­tigt, dass die Ver­fins­te­rung des Mon­des ihr Ma­xi­mum ge­gen 21.20 Uhr er­reicht hat.

Stern­war­te Violau ist ge­öff­net

Be­son­ders gut be­ob­ach­ten kann man die­ses Him­mel­sphä­no­men vor al­lem bei der Ka­pel­le Ma­ria Schnee in St­au­fen, wie der Ver­ein Do­nau­tal-Ak­tiv ver­rät. Auch die Stern­war­te in Violau ist an die­sem Abend ge­öff­net. Und die Hob­by-As­tro­no­min und As­tro–Phy­sik­leh­re­rin Eli­sa­beth Feh­ren­bach hat auch noch ei­nen Tipp: Die An­hö­he „Risch­gau­er Hüh­le“bei Zu­sa­malt­heim eig­ne sich gut, um den Mond zu be­ob­ach­ten. Des Wei­te­ren kann man bei gu­tem Wet­ter auch zur Volks­stern­war­te Gund­rem­min­gen kom­men und dort das Him­mel­sphä­no­men be­stau­nen. Grund­sätz­lich soll­te man ei­nen Be­ob­ach­tungs­ort wäh­len, der ei­ne kla­re Sicht auf den Him­mel bie­tet und nicht von künst­li­cher Be­leuch­tung um­ge­ben ist, rät Du­dichum.

Die Ver­dun­ke­lung des Mon­des kann man je­doch nicht be­son­ders gut mit dem blo­ßen Au­ge be­ob­ach­ten. Rolf Du­dichum rät da­zu, ei­nen Fo­to­ap­pa­rat ein­zu­pa­cken. „Rich­tig er­ken­nen kann man die par­ti­el­le Mond­fins­ter­nis erst fo­to­gra­fisch“, meint er. Auch das Wet­ter spielt am heu­ti­gen Mon­tag­abend wohl mit. Es soll bis zu 20 Grad Cel­si­us warm und tro­cken sein. Al­so bes­te Be­din­gun­gen, um das sel­te­ne Phä­no­men am Him­mel zu be­ob­ach­ten.

Symbolfoto: Richard Lech­ner

Ei­ne Mond­fins­ter­nis – auch ei­ne un­voll­stän­di­ge – ist ein sel­te­nes Schau­spiel am Him­mel. Am heu­ti­gen Mon­tag kann man ei­ne sol che um 21.20 Uhr be­ob­ach­ten.

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