Auf den Kreis­stra­ßen wird wie­der flei­ßig ge­baut

Pro­jek­te In den nächs­ten Wo­chen und Mo­na­ten ste­hen ei­ni­ge Maß­nah­men an. Was auf die Ver­kehrs­teil­neh­mer zu­kommt

Donauwoerther Zeitung - - Donauwörth - VON MA­NU­EL WEN­ZEL

Land­kreis Die Ver­kehrs­teil­neh­mer in der Re­gi­on müs­sen sich in den kom­men­den Wo­chen und Mo­na­ten auf ei­ni­ge neue Bau­stel­len ein­stel­len. Der Land­kreis Do­nau-Ries, der für Stra­ßen von ins­ge­samt rund 300 Ki­lo­me­tern Län­ge ver­ant­wort­lich ist, nimmt wie­der ei­ni­ge Sa­nie­rungs­maß­nah­men vor. „Wir müs­sen un­ser Netz funk­ti­ons­fä­hig hal­ten“, sagt Ger­hard Sch­ap­pin, Fach­be­reichs­lei­ter Tief­bau am Land­rats­amt. Ihm ist durch­aus be­wusst, dass dies nicht im­mer so­fort auf po­si­ti­ve Re­so­nanz stößt. „Je­der will gu­te und si­che­re Stra­ßen. Aber oh­ne Sper­run­gen sind die Ar­bei­ten eben nicht mach­bar“, sagt Sch­ap­pin und hofft auf das Ver­ständ­nis der Au­to-, Last­wa­gen- und Zwei­rad­fah­rer, die we­gen der Bau­stel­len Um­lei­tun­gen in Kauf neh­men müs­sen. Sch­ap­pin ver­si­chert, dass die Maß­nah­men schnellst­mög­lich durch­ge­zo­gen wer­den sol­len. Da­bei er­fol­ge auch ei­ne en­ge Ab­spra­che mit dem Staat­li­chen Bau­amt, das der­zeit und in na­her Zu­kunft eben­falls ei­ni­ge Pro­jek­te auf den Bun­des- und Staats­stra­ßen hat. Ein bis­wei­len heik­les The­ma bei sol­chen Maß­nah­men sind die Ver­hand­lun­gen mit den Grund­stücks­ei­gen­tü­mern – denn oft­mals sol­len Fahr­bah­nen im Zu­ge der Sa­nie­rung auch brei­ter wer­den, wes­halb zu­sätz­li­che Flä­chen be­nö­tigt wer­den. „Hier bau­en wir auch auf die Ein­sicht der Be­sit­zer“, sagt Land­rats­stell­ver­tre­ter Rein­hold Bitt­ner. Hier ein Über­blick über die in die­sem Jahr noch an­ste­hen­den Pro­jek­te auf den Kreis­stra­ßen:

Aus­bau­maß­nah­men

DON 20, Orts­um­fah­rung Fünf­s­tet ten Für die Ar­bei­ten, die auf 4,1 Ki­lo­me­tern Län­ge vor­ge­nom­men wer­den, ist der Zei­t­raum von 28. Au­gust bis 15. Sep­tem­ber vor­ge­se­hen. Die of­fi­zi­el­le Um­lei­tung er­folgt über die B2 bei Buch­dorf über Monheim und die Staats­stra­ße in Rich­tung Wem­ding. „Ei­ne Be­son­der­heit der Um­fah­rung Fünfstetten ist, dass dort fast schon Staats­stra­ßen­cha­rak­ter vor­liegt“, er­klärt Sch­ap­pin. Sei­ner An­sicht nach ist die Not­wen­dig­keit für ei­ne Sa­nie­rung „auf je­den Fall ge­ge­ben“. Denn: Auf der Stre­cke herr­sche ei­ne enorm ho­he Be­las­tung, auch durch über­durch­schnitt­lich viel Schwer­last­ver­kehr. Die Orts­um­fah­rung ist im­mer wie­der auch von Um­lei­tungs­ver­kehr be­trof­fen. Dies wird er­neut der Fall sein, wenn das Staat­li­che Bau­amt ab kom­men­der Wo­che die B2 bei It­zing in An­griff nimmt. „Wenn die­se Maß­nah­me fer­tig ist, pa­cken wir Fünfstetten an, ehe da­nach wie­der das Staat­li­che Bau­amt mit der Orts­durch­fahrt Wem­ding dran ist“, so Sch­ap­pin.

DON 22, Orts­durch­fahrt Rög­ling Die­se Maß­nah­me er­streckt sich über et­wa 470 Me­ter. Ne­ben der Er­neue­rung der Fahr­bahn wer­den auch die Geh­we­ge – die­se Ar­bei­ten wer­den im Re­gel­fall, so auch hier, von der Kom­mu­ne be­zahlt – aus­ge­baut. „Zur­zeit wer­den die Was­ser­lei­tun­gen ver­legt. Da­bei ist es zu ei­ner Ver­zö­ge­rung ge­kom­men, so­dass der Bau­be­ginn erst An­fang Sep­tem­ber er­fol­gen wird“, er­klärt Sch­ap­pin. Zum Jah­res­en­de soll die Bau­stel­le ab­ge­schlos­sen sein. Um­ge­lei­tet wird über die DON 21 in Rich­tung War­ching.

DON 29, Brü­cke Nord­heim Als letz­ten Schritt zu ei­ner ge­schlos­se­nen Rad­we­ge­ver­bin­dung zwi­schen Do­nau­wörth, Gen­der­kin­gen und Rain be­zeich­net Vi­ze­land­rat Bitt­ner die­ses Vor­ha­ben. Der Rad­weg an sich ist be­reits fer­tig­ge­stellt, doch es gibt „das Pro­blem der Brü­cke am Egel­see­bach“, so Sch­ap­pin. Über das Ge­wäs­ser soll künf­tig – par­al­lel zur be­ste­hen­den Stra­ße – auch ein rei­ner, rund drei Me­ter brei­ter Ge­hund Rad­weg füh­ren. Die bis­he­ri­ge Brü­cke ist zu schmal, um Rad­fah­rer fah­ren zu las­sen. „Un­ser Ziel ist ja ein lü­cken­lo­ses Rad­we­ge­netz“, be- tont Bitt­ner. Die Ar­bei­ten sol­len im Herbst be­gin­nen (das En­de ist für das Früh­jahr vor­ge­se­hen), wo­bei sich der Land­kreis um Pla­nung und Durch­füh­rung küm­mert, wäh­rend die Stadt Do­nau­wörth spä­ter für den Un­ter­halt zu­stän­dig ist.

DON 34 Orts­durch­fahrt Ried­heim/ Ber­gen­dorf Im Zu­ge der Dorfer­neue­rung wer­den die Fahr­bah­nen und die Geh­we­ge sa­niert. Los ge­hen soll es En­de Au­gust – und zwar in Ber­gen­dorf (555 Me­ter), vor­aus­sicht­lich bis En­de No­vem­ber wird dort ge­wer­kelt, die Aus­weich­rou­te führt über Wal­ler­dorf und Bay­er­dil­ling. Die Orts­durch­fahrt Ried­heim mit 680 Me­tern ist nächs­tes Jahr an der Rei­he. Dort soll auch die Brü­cke über die Klei­ne Paar, die laut Sch­ap­pin „in ei­nem sehr schlech­ter Zu­stand“ist, sa­niert wer­den.

DON 7, öst­lich Hürn­heim Zwi­schen Hürn­heim und Hö­he Gan­zen­müh­le soll auf et­wa 2,2 Ki­lo­me­tern die Fahr­bahn­de­cke ver­stärkt wer­den. „So­mit schaf­fen wir den An­schluss an den be­reits aus­ge­bau­ten Be­reich“, sagt Sch­ap­pin. Auch die Orts­durch­fahrt Hürn­heim so­wie die Geh­we­ge wer­den in die­sem Zu­ge an­ge­gan­gen. Die ge­plan­te Bau­zeit ist von En­de Sep­tem­ber bis An­fang No­vem­ber. Der Um­lei­tungs­ver­kehr soll über Reim­lin­gen und Nörd­lin­gen in Rich­tung Eder­heim flie­ßen.

DON 9, öst­lich Ho­hen­altheim Im ver­gan­ge­nen Jahr war be­reits der Ab­schnitt von Mönchs­deggin­gen bis zur Ab­zwei­gung nach Mer­zin­gen aus­ge­baut wor­den. Der wei­te­re Stre­cken­ver­lauf in Rich­tung Ho­hen­altheim ist Sch­ap­pin zu­fol­ge sehr schmal und kur­ven­reich. Um die Sicht zu ver­bes­sern und die Si­cher­heit zu er­hö­hen, sol­len die Dop­pelS-Kur­ve vor Ho­hen­altheim her­aus­ge­nom­men, der Ler­chen­berg ein­ge­schnit­ten und die Fahr­bahn ver­brei­tert wer­den. „Wir blei­ben so weit wie mög­lich auf dem Be­stand“, ver­si­chert Sch­ap­pin. Es ist ge­plant, dass die rund zwei Ki­lo­me­ter um­fas­sen­de Maß­nah­me noch in die­sem Jahr an­ge­fan­gen wird. Al­ler­dings müss­ten da­zu noch ei­ni­ge Grund­stücks­ver­hand­lun­gen er­folg­reich ab­ge­schlos­sen wer­den. Die Um­lei­tung soll dann über Mönchs­deggin­gen und Balg­heim er­fol­gen.

De­cken­bau­maß­nah­men

Weit we­ni­ger auf­wen­dig ist der rei­ne De­cken­bau, er­klärt Sch­ap­pin. Da­bei wer­de nur die Ver­schleiß­schicht her­un­ter­ge­nom­men und ei­ne neue De­cke auf­ge­tra­gen. Für die­se Ar­bei­ten wer­de je ei­ne Wo­che Bau­zeit an­ge­setzt. Die ge­nau­en Ter­mi­ne ste­hen noch nicht fest, so der Fach­be­reits­lei­ter Tief­bau. Die Maß­nah­men wer­den aber bis En­de Ok­to­ber, spä­tes­tens Mit­te No­vem­ber ab­ge­schlos­sen sein. „Die Um­lei­tun­gen ver­lau­fen so kurz­räu­mig wie mög­lich und wer­den von un­se­rem Bau­hof be­schil­dert.“Auf fol­gen­den Stra­ßen wer­den heu­er noch De­cken­bau­maß­nah­men vor­ge­nom­men: DON 5, west­lich Mai­hin­gen (500 Me­ter); DON 5, west­lich We chin­gen (90 Me­ter); DON 31, Gemp fing – Land­kreis­gren­ze (1,1 Ki­lo­me­ter); DON 15, Huis­heim – Bühl (drei Ki­lo­me­ter); DON 9, Op­perts­ho­fen – Mau­ren (Teil­stück im Wald/2,4 Ki­lo­me­ter); DON 12, Mai­hin­gen – Birk hau­sen (110 Me­ter); DON 29, Nord heim – Gen­der­kin­gen (zwei Ki­lo­me­ter).

Fo­to: Wi­de­mann

Auf ei­ner Län­ge von gut vier Ki­lo­me­tern soll der As­phalt auf der Um­fah­rung von Fünfstetten er­neu­ert und ver­stärkt wer­den, da­mit die Kreis­stra­ße dem Schwer­ver­kehr, der stark zu­ge­nom­men hat, ge­wach­sen ist. Be­gin­nen soll die Bau­maß­nah­me am 28. Au­gust.

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