An­die Mc­do­well: Er­folg jen­seits der 50 ......

An­die Mac­do­well

ERFOLG Magazin - - Inhalt -

Er­folg be­steht nicht nur aus Quo­ten‘, ließ Mac­do­well in ei­nem In­ter­view mit der Ber­li­ner Mor­gen­post ver­lau­ten. Das per­sön­li­che Glück sei ein Puz­zle aus vie­len ver­schie­de­nen Tei­len. Dass da­zu be­ruf­li­cher Er­folg ge­hört, möch­te aber nie­mand be­strei­ten.

Ih­re Rol­le in „Vier Hoch­zei­ten und ein To­des­fall“mach­te sie welt­be­rühmt. Doch in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ist es ru­hig um An­die Mac­do­well ge­wor­den. Kin­der, Fa­mi­lie und das be­schau­li­che Le­ben zo­gen die 59jäh­ri­ge hin­aus aufs Land, weg von „Big Bu­si­ness“. Doch be­reut hat sie die­se Ent­schei­dung nicht. Dass die Kin­der in ei­ner si­che­ren Um­ge­bung auf­wuch­sen, trug ge­nau­so zu ih­rem See­len­frie­den bei wie ihr En­ga­ge­ment für die Ge­mein­de. Der neu­en Hei­mat ist sie so ver­bun­den, dass sie sie – ähn­lich zu ih­rem fil­mi­schen Pen­dant – nur noch schwe­ren Her­zens zu­rück­las­sen wür­de. Doch na­tür­lich gibt es für ei­ne er­folg­rei­che Hol­ly­wood-schau­spie­le­rin denk­bar we­ni­ge An­ge­bo­te in den Ber­gen von Mon­ta­na. Die Schau­spie­le­rin hat ih­ren per­sön­li­chen Schlüs­sel zum Er­folg den­noch in der Be­schau­lich­keit der Kle­in­stadt ge­fun­den. Die gro­ßen Pre­mie­ren ge­hö­ren noch nicht der Ver­gan­gen­heit an, doch mit En­de 50 ge­hört mehr zum Le­ben als der gro­ße Gla­mour und der Druck, auf ewig jung, schön und er­folg­reich zu sein. Ge­ra­de letz­te­ren hat die Schau­spie­le­rin er­folg­reich hin­ter sich ge­las­sen. Sie zer­flei­sche sich nicht mehr selbst, lässt sie ver­lau­ten und ach­te mehr auf sich.

Wer sie trifft, glaubt so­fort, dass dies zu ei­nem er­folg­rei­chen Le­bens­stil da­zu­ge­hört. In ih­rem Al­ter ge­hört An­die Mac­do­well schon zu den al­ten Ha­sen im Hol­ly­wood-bu­si­ness, den­noch ist sie für vie­le ein Schön­heits­ide­al. Viel Was­ser und Yo­ga ist ihr Re­zept, doch ei­gent­lich ha­be Schön­heit mit Äu­ßer­lich­kei­ten we­nig zu tun. Ent­schei­dend sei viel­mehr Per­sön­lich­keit und Aus­strah­lung, die ei­nen Men­schen zum Schön­heits­ide­al ma­chen kann. Schön sei nur, wer sich selbst ge­fun­den ha­be, sei­nen ei­ge­nen Weg zum Er­folg, und die An­sprü­che von au­ßen hin­ter sich lie­ße. Da­zu ge­hö­re eben auch, nett zu sich selbst zu sein, ei­ne Fä­hig­keit, die wir in Zei­ten von Burn-out und Leis­tungs­ge­sell­schaft ge­ra­de erst wie­der ler­nen. Jetzt nach­dem die Kin­der aus dem Haus sind, gibt es auch wie­der Raum für die be­ruf­li­che Ver­wirk­li­chung. Als Künst­le­rin ist An­die Mac­do­well froh, ih­re Ar­beit auch als krea­ti­ves Ven­til wie­der mehr nut­zen zu kön­nen. Doch das Le­ben in Mon­ta­na hat auch ih­re Ar­beit ver­än­dert. Ge­rührt er­zählt sie von be­geis­ter­ten Fans, die nach dem Dreh von „Ce­dar Co­ve“auf sie zu­ka­men und sich für ih­re tol­le Darstel­lung be­dank­ten. Dass die gro­ßen Hol­ly­wood-pro­duk­tio­nen sel­ten Haupt­rol­len für ih­re Al­ters­klas­se be­reit­hal­ten, kratzt kaum am Selbst­wert­ge­fühl der Schau­spie­le­rin. „Mit 59 weiß man sei­ne ei­ge­nen Fä­hig­kei­ten und Ei­gen­schaf­ten ein­fach viel mehr zu schät­zen – wahr­schein­lich das wich­tigs­te, was ich in mei­nem Le­ben ge­lernt ha­be.

Ver­le­ger Ju­li­en Back­haus traf An­die Mac­do­well bei der Re­mus Li­fe­style Night auf Mallor­ca

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