Ris­kan­ter Haus­kauf

Friedberger Allgemeine - - Erste Seite - VON SA­RAH SCHIERACK schsa@augs­bur­ger-all­ge­mei­ne.de

Wer sich ent­schließt, ein Haus oder ei­ne Woh­nung zu kau­fen, ver­schul­det sich oft bis weit ins Ren­ten­al­ter. Und doch geht fast je­der zwei­te Deut­sche das Wag­nis ein. Denn ei­ne ei­ge­ne Im­mo­bi­lie – das be­deu­tet für vie­le Men­schen auch im­mer: Frei­heit, Hei­mat, Glück. In der Re­gi­on ist die Nach­fra­ge aber mitt­ler­wei­le deut­lich hö­her als das An­ge­bot. Es wird al­so im­mer schwe­rer, ei­ne Im­mo­bi­lie zu fin­den. Das ist dop­pelt bit­ter, sind doch im Mo­ment die Zin­sen auf his­to­risch nied­ri­gem Ni­veau.

Ex­per­ten ra­ten den Noch-nich­tEi­gen­tü­mern, kom­pro­miss­be­reit zu sein. Das ge­stal­tet sich aber nicht im­mer leicht. Denn für vie­le Men­schen ist der Ei­gen­heim-Kauf ein Le­bens­pro­jekt, bei dem sie kei­ne Ab­stri­che ma­chen wol­len. Ge­ra­de in der ak­tu­el­len Si­tua­ti­on dür­fen sich Käu­fer aber nicht von der ver­meint­li­chen Traum­woh­nung oder der Traum­la­ge blen­den las­sen – und dann da­für ei­nen Fan­ta­sie­preis hin­blät­tern. Denn ei­ne sol­che Spe­ku­la­ti­on lohnt sich nur, wenn der Wert der Im­mo­bi­lie wei­ter steigt. Ist das nicht der Fall, steht der Käu­fer am En­de mit ei­nem gro­ßen Ver­lust da.

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