Fun­ny war frü­her

Friedberger Allgemeine - - Feuilleton -

Herz­schei­ße! Les­bi­sche schwar­ze Be­hin­der­te! Bil­li­ge Räu­sche! Fun­ny van Dan­nen schert sich bei sei­nen Tex­ten und The­men seit 25 Jah­ren um ab­so­lut nichts. Ge­nau­so groß ist sei­ne Klein­kunst, wenn er der Me­lan­cho­lie ver­fällt oder aus dem Tri­via­len schöpft: „Ich woll­te ein Oka­pi­pos­ter, und was schenkst du mir? Das ist kein Oka­pi, das ist ein Scha­b­ra­cken­ta­pir.“Sol­che Zei­len ver­gisst man nicht. „Co­me on – Li­ve im Li­do“vi­el­leicht schon.

Denn ir­gend­wie hat Fun­ny van Dan­nen auf sei­nem 14. Al­bum an Witz und Raf­fi­nes­se ein­ge­büßt. „Wir Deut­schen“wagt sich kaum über das Stre­ben nach Ener­gie-Ef­fi­zi­enz und Wan­der­lust hin­aus. Man wird auch das Ge­fühl nicht los, dass er frü­her mehr Ide­en für skur­ri­le Kin­der­na­men ge­habt hät­te als nur „Fro­zen Yo­ghurt“.

Die Mu­sik ist wie im­mer: Fun­ny spielt Gi­tar­re, pfeift ein biss­chen, singt und macht Späß­chen mit dem Pu­bli­kum. Ei­gent­lich im­mer noch ein gu­ter Typ. (sa­ri) *****

(Jkp/Warner)

Fun­ny van Dan­nen: co­me on – Li­ve im Li­do

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