Frei­spruch

Ethik­kom­mis­si­on sieht kei­ne Ver­ge­hen von In­fan­ti­no. Es bleibt ein Bei­ge­schmack

Friedberger Allgemeine - - Olympische Spiele 2016 | Sport - Foto: dpa

Zü­rich Fi­fa-Prä­si­dent Gi­an­ni In­fan­ti­no vom Vor­wurf meh­re­rer mög­li­cher Ethik­ver­ge­hen frei­ge­spro­chen wor­den. Den­noch bleibt ein fa­der Bei­ge­schmack in der noch kur­zen Ägi­de des selbst­er­klär­ten Re­for­mers.

Die Ethik­kom­mis­si­on des Fuß­ball-Welt­ver­ban­des be­en­de­te am Frei­tag ge­heim ge­hal­te­ne Er­mitt­lun­gen und ent­schied, kei­ne Sank­tio­nen zu be­an­tra­gen. Der Fi­fa-Boss ha­be nicht ge­gen Ver­hal­tens­re­geln ver­sto­ßen, teil­te das Gre­mi­um mit.

Ge­gen In­fan­ti­no gab es Ver­dachts­mo­men­te we­gen mög­li­cher Ver­ge­hen ge­gen gleich vier Pa­ra­gra­fen des Ethik­code. Un­ter­sucht wur­de die Kos­ten­über­nah­me für Flü­ge In­fan­ti­nos nach Russ­land und Ka­tar. Hier nutz­te er Pri­vat­jets, die von Russ­lands Sport­mi­nis­ter Mut­ko und vom Ener­gie­rie­sen und Fi­fa-Spon­sor Gaz­prom be­zahlt wur­den. Ent­las­tend wur­de ge­wer­tet, dass nur so der en­ge Zeit­plan mit wich­ti­gen Ge­sprä­chen ge­si­chert wer­den konn­te. Der eben­so un­ter­such­te Flug zu ei­nem Besuch beim Papst ging auf Kos­ten ei­nes rus­si­schen Ge­schäfts­man­nes, der je­doch laut der Ethik­prü­fer kei­ne Ver­bin­dung in die Fuß­ball­welt ha­be. Ver­dachts­mo­men­te für un­lau­te­res Ver­hal­ten gab es bei der Job­be­set­zung im Prä­si­den­ten­bü­ro so­wie be­züg­lich der Wei­ge­rung In­fan­ti­nos, sei­ne Ge­halts­ver­ein­ba­rung mit der Fi­fa zu un­ter­schrei­ben. In­fan­ti­no soll sein Sa­lär von rund 1,8 Mil­lio­nen Eu­ro in ei­ner Fi­fa-Sit­zung an­geb­lich als „be­schä­mend“be­zeich­net ha­ben. (dpa)

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