Far­bi­ge Fas­sa­de

Ein Graf­fi­ti ist nicht au­to­ma­tisch ein Grund zur Miet­min­de­rung

Friedberger Allgemeine - - Immo-Börse Vermietungen -

Graf­fi­ti an Haus­wän­den fin­den man­che Mie­ter nicht schön. Al­ler­dings sind die Ma­le­rei­en in die­sen Fäl­len nicht au­to­ma­tisch ein Grund, die Mie­te zu min­dern. Dar­auf weist der Ver­mie­ter­ver­band Haus & Grund Deutsch­land hin. Ent­schei­dend sind hier­bei im­mer der Um­fang der Graf­fi­ti und die ört­li­chen Ver­hält­nis­se.

Erst wenn die Fas­sa­den in ei­nem er­heb­li­chen Um­fang durch Graf­fi­ti be­deckt sind und hier­durch das orts­üb­li­che Maß über­schrit­ten ist, kann der Mie­ter die Mie­te min­dern. Dies ist im­mer dann der Fall, wenn das Ge­bäu­de durch das Graf­fi­ti ei- nen ver­wahr­los­ten Ein­druck macht. In Wohn­ge­gen­den, in de­nen Graf­fi­ti eher un­üb­lich sind, kön­nen je­doch auch schon klei­ne­re Schmie­re­rei­en das hin­zu­neh­men­de Maß an Be­ein­träch­ti­gun­gen über­schrei­ten. In die­sem Fall kön­nen Mie­ter auch ver­lan­gen, dass die Bil­der be­sei­tigt wer­den.

Un­ab­hän­gig da­von be­rech­ti­gen Graf­fi­ti, die von dem Ver­mie­ter zur op­ti­schen Gestal­tung der Fas­sa­de be­auf­tragt wor­den sind, nicht zu ei­ner Miet­min­de­rung. Denn die äu­ße­re Gestal­tung steht dem Ver­mie­ter frei, so­weit die­se nicht ob­jek­tiv ei­ne Ve­r­un­stal­tung dar­stellt.

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