Un­be­greif­lich

Friedberger Allgemeine - - Meinung & Dialog -

Zu „Auf­ge­wacht im Trüm­mer­feld“(Drit­te Sei­te) und dem In­fo­kas­ten „Tipps für Ur­lau­ber“vom 25. Au­gust: Der von Ih­nen ver­öf­fent­lich­te Hin­weis des Rei­se­recht­lers Prof. Ro­nald Schmid ist an Zy­nis­mus kaum zu über­bie­ten. Er kom­men­tiert das ver­hee­ren­de Erd­be­ben in den Abruz­zen so: „Dass es ge­wa­ckelt hat, ist nicht aus­rei­chend.“Dies an­ge­sichts von zu­nächst wohl an­ge­nom­me­nen mehr als 120 To­ten und am nächs­ten Mor­gen, so die Nach­rich­ten­agen­tur An­sa, schon 247 Op­fern.

Wer die in Ih­rer Gra­fik auf­ge­führ­ten Pro­vin­zen Ita­li­ens kennt und mit Be­woh­nern über die­se stän­di­gen Na­tur­ka­ta­stro­phen ge­spro­chen und die Aus­wir­kun­gen auch heu­te noch ge­se­hen hat, kann die Ein­stel­lung die­ses „Ex­per­ten“nur als un­be­greif­lich zur Kennt­nis neh­men. Von ei­nem pro­mo­vier­ten Aka­de­mi­ker und Pro­fes­sor darf man wohl mehr Ein­füh­lungs­ver­mö­gen, Mit­leid und An­teil­nah­me er­war­ten. Rei­se­recht­li­che Aus­künf­te sind si­cher not­wen­dig und hilf­reich, recht­fer­ti­gen je­doch in kei­ner Wei­se ei­ne sol­che Be­mer­kung, die so nicht hin­nehm­bar sein kann. Lud­wig Ogir, Fi­schach

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