Eier fär­ben mit Bee­ren, Tee und Saft

Hast du es schon ein­mal mit selbst ge­mach­ten Pflan­zen­far­ben pro­biert? Ein Ex­per­te er­klärt dir, wie das geht

Friedberger Allgemeine - - Mensch & Tier - VON KAT­HA­RI­NA HEI­MEI­ER

Eier mit ge­kauf­ten Far­ben fär­ben! Das kann je­der. Pro­bier es doch mal mit Hei­del­bee­ren, Ro­ter Be­te oder schwar­zem Tee. „Das ist zwar auf­wen­di­ger, macht aber auch mehr Spaß“, sagt Frank Was­kow, Ex­per­te für Le­bens­mit­tel. Zum Fär­ben nimmst du am bes­ten wei­ße Eier. Auf ih­nen wir­ken die selbst ge­mach­ten Far­ben bes­ser.

1. Schritt Zu­erst kochst du die Eier acht bis zehn Mi­nu­ten. Dann sind sie hart und hal­ten sich im Kühl­schrank bis zu vier Wo­chen. Wenn ein Ei beim Ko­chen ei­nen Riss be­kom­men hat, sor­tie­re es am bes­ten gleich aus. Die­se Eier hal­ten sich nicht so lan­ge. Und die Far­be kann durch die Ris­se ins In­ne­re ge­lan­gen. Des­halb soll­test du die Eier auch nicht mit kal­tem Was­ser ab­schre­cken. Auch da­durch kön­nen sie Ris­se be­kom­men.

2. Schritt Lass die Eier ab­küh­len. Ver­dün­ne da­nach et­was Es­sig mit Was­ser und rei­be die Eier da­mit ab. „Die Säu­re öff­net die Po­ren in der Scha­le, so­dass sie die Far­be bes­ser auf­neh­men kann“, sagt Frank Was­kow.

3. Schritt Nun kannst du dich an die Her­stel­lung der Far­ben ma­chen: Du kannst so­wohl fri­sche Le­bens­mit­tel neh­men als auch ge­fro­re­ne, ge­trock­ne­te oder aus Kon­ser­ven. Fes­te Le­bens­mit­tel wie Spi­nat müs­sen zer­sch­nib­belt, zer­hackt oder pü­riert und zu ei­nem Sud auf­ge­kocht wer­den. Die­sen wäss­ri­gen Brei schüt­test du durch ein Sieb. „Man möch­te ja kei­ne Spi­na­t­res­te an sei­nem Ei kle­ben ha­ben“, sagt der Fach­mann. Be­vor du die Eier mit dem Sud färbst, las­se ihn und auch die ge­koch­ten Tees oder den Kaf­fee ab­küh­len. Dann ver­brennst du dich nicht und die Eier wer­den in­nen nicht noch här­ter.

4. Schritt Nun kannst du die Eier in die selbst ge­mach­ten Far­ben le­gen. Lass sie min­des­tens ei­ne hal­be St­un­de ein­wir­ken. Man­che Far­ben wer­den erst rich­tig in­ten­siv, wenn sie meh­re­re St­un­den wir­ken, zum Bei­spiel über Nacht. Ein­fach aus­pro­bie­ren! Wenn du Mus­ter auf den Ei­ern ha­ben willst, kannst du vor dem Fär­ben Gum­mi­bän­der um die Eier wi­ckeln.

5. Schritt Wenn du mit der Far­be zu­frie­den bist, nimm die Eier her­aus und las­se sie trock­nen. Rei­be sie an­schlie­ßend mit et­was Spei­se­öl ab. „Das fi­xiert die Far­be und macht die Eier glän­zen­der“, sagt der Ex­per­te. Die­se Os­te­rei­er wer­den al­le be­geis­tern!

Il­lus­tra­ti­on: An­na Penk­ner, Re­na­te Pom­me­re­ning

Fo­to: dpa

So se­hen na­tür­lich ge­färb­te Eier aus.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.