Der Wahn beim Es­sen

Friedberger Allgemeine - - K!ar.text - VON KAT­JA WALT­HER VE­GA­NE ER­NÄH­RUNG kl­ar­text@aich­a­cher nach­rich­ten.de

Ve­ga­ne Er­näh­rungs- und Le­bens­wei­se trifft den Zeit­geist. Wäh­rend sich Ve­ge­ta­ri­er dar­auf be­schrän­ken, auf den Ver­zehr von Tie­ren zu ver­zich­ten, ge­hen Ve­ga­ner noch ei­nen Schritt wei­ter: Sie le­ben gänz­lich ent­halt­sam, was das Ver­spei­sen von tie­ri­schen Pro­duk­ten, wie et­wa Ei­ern und Milch, an­geht. Die Grün­de hier­für sind viel­fäl­tig, häu­fig aber ethi­schen Ur­sprungs.

Ve­gan le­ben­de Menschen wol­len nicht Schuld dar­an sein, dass Tie­re ge­tö­tet wer­den. Nun gut. Wei­te­re Grün­de sind der Um­welt­schutz, die Wel­ter­näh­rung und die Ge­sund­heit, die ei­ne wich­ti­ge Rol­le spie­len. Es ist nach­voll­zieh­bar, dass sich Menschen da­zu ent­schlie­ßen, ein ve­ge­ta­ri­sches Le­ben zu füh­ren, da sie nicht wol­len, dass Tie­re ge­tö­tet wer­den. Aber ein ve­ga­nes Le­ben ist deut­lich stär­ke­ren Be­schrän­kun­gen un­ter­wor­fen und schwe­rer nach­voll­zieh­bar.

Ers­tens sind in tie­ri­schen Pro­duk­ten wich­ti­ge Nähr­stof­fe ent­hal­ten, die der Kör­per braucht. Da hel­fen auch kei­ne Aus­gleichs­pro­duk­te. Denn oft sind in ih­nen vie­le künst­li­che Stof­fe ent­hal­ten, die dem Kör­per so­gar scha­den kön­nen. Zwei­tens könn­te man ar­gu­men­tie­ren, dass Pflan­zen ja auch Le­be­we­sen sind, die Ve­ga­nern, ih­rer Phi­lo­so­phie fol­gend, un­ter­sagt blei­ben soll­ten. Ve­ga­nes Le­ben ist in mei­nen Au­gen ein über­be­wer­te­ter Hy­pe. Es reicht auch, wenn man sich selbst be­wusst macht, dass man bei­spiels­wei­se nur zwei­mal in der Wo­che Fleisch kon­su­miert, dann aus öko­lo­gi­scher Her­kunft oder vom Metz­ger sei­nes Ver­trau­ens.

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