So schnell ist der Bur­ger fer­tig

Bei Augs­burg Open bli­cken wie­der tau­sen­de Teil­neh­mer hin­ter die Ku­lis­sen von Fir­men und Ein­rich­tun­gen. Die Be­su­cher des McDo­nald’s am Kö er­fah­ren, wie die Pro­duk­ti­on ab­läuft

Friedberger Allgemeine - - Augsburg - VON MI­RI­AM ZISSLER Sym­bol­fo­to: Ma­thi­as Wild

Wer bei McDo­nald’s am Kö­nigs­platz et­was be­stellt, kann Bur­ger, Pom­mes, Eis we­ni­ge Mi­nu­ten spä­ter am an­de­ren Tre­sen ab­ho­len. Wie viel tech­ni­sche Raf­fi­nes­se hin­ter der Sys­tem­gas­tro­no­mie steckt, wann sich der Mit­ar­bei­ter in Be­we­gung setzt, wel­che Hand­grif­fe er­for­der­lich sind und war­um das al­les so schnell geht, konn­ten am Don­ners­tag die Teil­neh­mer von Augs­burg Open hin­ter den Ku­lis­sen des Re­stau­rants er­le­ben. Bis ein­schließ­lich Sonn­tag, 2. April, war­ten 395 Füh­run­gen auf die Be­su­cher. Über 7000 In­ter­es­sier­te ha­ben in den ver­gan­ge­nen Wo­chen ein Ein­tritts­bänd­chen für zehn Eu­ro er­wor­ben. Da­mit kön­nen die Tei­neh­mer nicht nur in­ner­halb des Ver­an­stal­tungs­zeit­raums kos­ten­los Bus und Stra­ßen­bahn fah­ren, son­dern auch je­de un­li­mi­tier­te Füh­rung be­su­chen. Ein Teil der Füh­run­gen ist von der Teil­neh­mer­zahl be­grenzt. Sting­l­wag­ner sagt: „Rund 60 Pro­zent der li­mi­tier­ten Füh­run­gen sind aus­ge­bucht.“

Bei McDo­nald’s, das erst­mals bei Augs­burg Open da­bei ist, gibt es kei­ne Li­mi­tie­rung. Sechs Per­so­nen schlie­ßen sich um 14 Uhr der Füh­rung an. Dar­un­ter ist auch Mo­ni­ka Blank aus Augs­burg. Sie ist gut vor­be­rei­tet für die kom­men­den Ta­ge. Auf meh­re­ren Blät­tern hat sie al­le Füh­run­gen zu­sam­men­ge­schrie­ben, die sie in­ter­es­sie­ren und die sie oh­ne ei­ne Vor­an­mel­dung be­su­chen kann. „Ich fin­de die Ein­bli­cke, die man bei den Füh­run­gen er­hält, sehr in­ter­es­sant“, sagt sie. Bei Augs­burg Open ist sie von An­fang an mit da­bei. Genau­so wie Eli­sa­beth Gründ­ler aus Eden­ber­gen, die mit ih­rem Mann und Sohn, das Pro­gramm ab­ar­bei­tet. Zum ei­nen wür­den sie ein­fach ger­ne mit der Stra­ßen­bahn fah­ren, stell­te sie la­chend fest. Zum an­de­ren schätzt die Fa­mi­lie das um­fang­rei­che An­ge­bot. „Wir wol­len auch noch zu den Was­ser­tür­men fah­ren. Au­ßer­dem wer­den wir den Gas­kes- sel be­stei­gen. Das ha­ben wir im ver­gan­ge­nen Jahr schon ge­macht, aber es war so toll, dass wir uns noch­mals an­ge­mel­det ha­ben“, er­zählt sie.

Doch in den Mit­tags­stun­den las­sen sie sich erst ein­mal von der aus­ge­feil­ten Or­ga­ni­sa­ti­ons­struk­tur von McDo­nald’s bein­dru­cken. Im Kel­ler wird die zwei­mal wö­chent­lich an­ge­lie­fer­te Wa­re ver­teilt. Pe­ter Pfann, stell­ver­tre­ten­der Re­stau­rant­lei­ter, zeigt den Be­su­chern im Kühl­raum den vor­ge­schnit­te­nen Sa­lat. „Vor Jah­ren hat je­des Re­stau­rant den Sa­lat und die Pom­mes noch sel­ber ge­schnit­ten. Da­für reicht aber die Zeit nicht mehr“, sagt Ge- biets­lei­ter Mar­co Aß­mann. An ei­nem Sams­tag bei schö­nem Wet­ter be­su­chen schon ein­mal bis zu 3000 Kun­den die Fi­lia­le am Kö – da muss es schnell ge­hen.

Des­halb wird al­les so gut wie vor­be­rei­tet im Pro­duk­ti­ons­stand­ort in Günz­burg ge­or­dert, in Augs­burg ge­la­gert und zu­be­rei­tet. Et­wa die vie­len Pat­tys, die Bur­ger-Br­at­lin­ge, die ne­ben den Chi­cken Nug­gets im Mi­nus 18 Grad kal­ten Tief­kühl­be­reich la­gern. Frös­telt es die Teil­neh­mer noch im Kel­ler, bil­den sich we­nig spä­ter in der Kü­che auf der Stirn die ers­ten Schweiß­per­len. Zwi­schen den Grills, den Frit­teu­sen und Ein­pack­statio­nen heiß.

Wenn ein Kun­de ei­nen Big Mac am Schal­ter be­stellt, ploppt die Be­stel­lung auf ei­nem Com­pu­ter-Bild­schirm am Grill auf. Die pas­sen­de Sem­mel wird in den To­as­ter ge­ge­ben, das rich­ti­ge Pat­ty auf den Grill ge­legt. Sechs Grills sind ne­ben­ein­an­der auf­ge­reiht. Je­der ein­zel­ne kann acht Bur­ger-Br­at­lin­ge gleich­zei­tig bra­ten. „Das Ge­rät er­kennt an­hand der Di­cke des Fleischs, wie lan­ge es da­für braucht“, sagt Pe­ter Pfann. Wäh­rend der Kun­de am Schal­ter viel­leicht noch über­legt, ob er lie­ber ei­ne Co­la oder Fan­ta ha­ben wird es merk­lich

will, ist der Bur­ger meist schon auf dem Weg zur Aus­ga­be. Dort holt ein Mit­ar­bei­ter den Bur­ger ab, packt je nach Be­stel­lung Pom­mes, Ge­tränk und So­ßen da­zu und gibt es dem Kun­den mit der pas­sen­den Num­mer. „In un­se­ren an­de­ren Re­stau­rants wird den Kun­den in­zwi­schen die Be­stel­lung an den Tisch ge­bracht, hier am Kö geht es aber auf­grund der Be­schaf­fen­heit der Fi­lia­le nicht“, sagt Aß­mann.

Füh­rung Teil­neh­mer von Augs­burg Open kön­nen die McDo­nald’s Fi­lia­le am Kö und in Der­ching bis Sonn­tag um 13, 14, 15 und um 16 Uhr be­sich­ti­gen.

Wer am Kö­nigs­platz ei­nen Bur­ger be­stellt, der er­hält mit sei­nem Kas­sen­bon ei­ne Num­mer aus­ge­hän­digt. Wäh­rend der Kun­de an den Schal­ter geht, wo er sein Es­sen ab­ho­len kann, wird in der Kü­che schon dar­an ge­ar­bei­tet.

Fo­to: wys

Pe­ter Pfann (rechts) zeigt Fa­mi­lie Gründ ler den ge­schnit­te­nen Sa­lat.

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