Der Wil­de Wes­ten fing hin­ter Da­sing an

Friedberger Allgemeine - - Friedberg - Sev@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

EEVA WEIZ­ENEGGER s hängt ein Pfer­de­half­ter an der Wand – die­ser Song liegt mir noch im­mer im Ohr, wenn ich an mei­nen ers­ten Aus­flug in die Fred Rai Wes­tern Ci­ty Da­sing den­ke. Da­mals war ich ein klei­nes Mäd­chen und fas­zi­niert von der Wild­west-Ro­man­tik, die sich der 2015 ver­stor­be­ne Grün­der des Er­leb­nis­parks er­schaf­fen hat­te. Die Spinn­we­ben, die vie­len zu­sam­men­ge­sam­mel­ten Ge­gen­stän­de, die le­bens­gro­ße Nach­bil­dung von Rais Pferd Spitz­bub – al­les ist ver­an­kert in mei­nen Kind­heits­er­in­ne­run­gen. Und als Fred Rai mit Spitz­bub im Sa­loon auf­trat, das Lied an­stimm­te und läs­sig durch die Rei­hen ritt, war es, als wä­re Da­sing nicht im Land­kreis Aichach-Fried­berg, son­dern mit­ten im Wil­den Wes­ten.

Fred Rai be­geg­ne­te mir im­mer wie­der in den Sta­tio­nen mei­nes Le­bens. Als Ju­gend­li­che auf dem Volks­fest in Me­ring, wo er wa­ge­mu­tig mit Spitz­bub auf­trat, und spä­ter als Re­dak­teu­rin. In mei­nem Schreib­tisch ist auch jetzt noch ei­ne von ihm ver­mach­te CD mit sei­nen schöns­ten Pfer­de­lie­dern. Auch wenn er selbst nicht mehr durch den Sa­loon rei­tet, er war im­mer ein biss­chen da, durch sei­nen Frei­zeit­park. Der Brand hat die­sen zer­stört, nicht aber die Er­in­ne­rung an Fred Rai und sei­ne Wes­tern Ci­ty.

Fo­to: Tho­mas Goß­ner

Fest­wirt Karl Asum hat das Bier­zelt in den Fried­ber­ger Stadt­far­ben de­ko­riert.

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