War­nung vor Afri­ka­ni­scher Schwei­ne­pest

Ge­fähr­li­ches Vi­rus könn­te auch nach Bay­ern kom­men

Friedberger Allgemeine - - Bayern -

Strau­bing Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­ter Chris­ti­an Schmidt (CSU) warnt vor ei­ner Aus­brei­tung der hoch­an­ste­cken­den Afri­ka­ni­schen Schwei­ne­pest in Bay­ern. In der tsche­chi­schen Ver­wal­tungs­re­gi­on Zlin wur­de we­gen des Vi­rus vor ei­ni­gen Ta­gen die Kri­sen­la­ge aus­ge­ru­fen. „Auf mög­li­che Maß­nah­men be­rei­ten wir uns vor – wir ste­hen da­zu im en­gen Kon­takt mit der tsche­chi­schen Sei­te“, sag­te Schmidt der Me­di­en­grup­pe

„Ei­ne un­mit­tel­ba­re Ge­fahr se­he ich der­zeit nicht, das kann sich aber schnell än­dern.“

In dem Ge­biet um die In­dus­trie­stadt Zlin im Os­ten des Nach­bar­lan­des ha­ben Ve­te­ri­när­me­di­zi­ner das Vi­rus bei zahl­rei­chen un­ter­such­ten ver­en­de­ten Wild­schwei­nen nach­ge­wie­sen. Um das An­ste­ckungs­ge­biet ein­zu­däm­men, hat Tsche­chi­en mit dem Bau ei­nes ki­lo­me­ter­lan­gen Elek­tro­zauns be­gon­nen. Ein Über­grei­fen auf Haus­schwei­ne in Zucht­be­trie­ben könn­te im­men­sen wirt­schaft­li­chen Scha­den ver­ur­sa­chen. Es gibt kei­ne schüt­zen­de Imp­fung, da­her wür­de laut Schmidt nur das vor­sorg­li­che Tö­ten gan­zer Be­stän­de hel­fen. „Das wol­len wir mit al­len Mit­teln ver­hin­dern“, sag­te der Mi­nis­ter.

Für den Men­schen ist der Er­re­ger un­ge­fähr­lich. Schmidt geht da­von aus, dass die Kri­se durch un­acht­sam weg­ge­wor­fe­ne Es­sens­res­te ver­ur­sacht wur­de. „Da­her spre­che ich die drin­gen­de War­nung und Auf­for­de­rung aus: Kei­ne Es­sens­res­te ein­fach im Wald weg­wer­fen, vor al­lem wenn es sich um Fleisch­pro­duk­te wie be­leg­te Bro­te han­delt.“

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