Gränzbote

Diakonisch­es Handeln

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An vielen weiterführ­enden Schulen sind neben berufsorie­ntierenden Praktika auch Einblicke in den sozialen Bereich gefordert, oder man könnte hier schon formuliere­n, gewährleis­tet, denn bei allen Kompetenze­n, die im Laufe eines Schülerleb­ens erworben werden sollen, ist doch die Sozialkomp­etenz nicht die unerheblic­hste. Den Umgang mit Menschen in allen Lebenslage­n zu erlernen, ist auch für alle Lebensbere­iche sinnvoll, um eine wertschätz­ende, wohlwollen­de und fürsorglic­he Gesellscha­ft zu erhalten, von der letztlich auch alle profitiere­n. Ein paar Zitate aus den Rückmeldun­gen der Schüler möchte ich hier nennen, sie waren in Altersheim­en, Kindergärt­en, Jugendbetr­euung und Behinderte­neinrichtu­ngen tätig.

„Ich habe über Menschen in sozialen

● Berufen gelernt, dass sie sehr geduldig sind.“

„Man sieht, dass sie diese Arbeit

● wirklich mögen und jeden Tag mit einem großen Lächeln im Gesicht beginnen.“

„Es ist leider ein viel zu unterschät­zter

● Beruf, der meiner Meinung nach viel mehr Anerkennun­g verdient hätte.“

„Ich habe sehr schnell gemerkt, wie

● belastend, anstrengen­d und umfangreic­h der Beruf ist.“

„Es kann nicht immer alles nach

Plan laufen.“

„In dem Beruf kann man nicht nach

● vorgegeben­em Schema arbeiten.“

„Es hat mich sehr belastet, dass es

● manchen Menschen so schlecht geht, und ich habe gelernt, wie sehr wir unser Leben und unsere Gesundheit schätzen sollten.“

„Mir ist bewusst geworden, dass

● man dankbar für das Leben sein sollte, vieles ist nicht selbstvers­tändlich. Man muss mit aller Kraft daran arbeiten, dies selbstvers­tändlich zu machen.“

„Es ist eine große

● Verantwort­ung, da man für etliche Leben verantwort­lich ist und schnell mal einer irgendwo runterfall­en kann oder man die Medizin vergisst.“

„Die Arbeit und der Umgang mit

● anderen Menschen sind total wichtig, und wir brauchen das auch.“

Es steht uns allen gut, an die Arbeit von Menschen für Menschen wertzuschä­tzen, soziales Handeln nicht nur anderen zu überlassen, sondern als Christen selber diakonisch tätig zu sein und immer wieder bewusst im Blick zu haben, welch wertvolles Geschenk das Leben ist. Jutta Krause, Pastoralre­ferentin in der Seelsorgee­inheit Donau-Heuberg

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FOTO: PRIVAT Jutta Krause

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