Hamburger Morgenpost

Tasten, zählen, aufpassen

HERZGESUND­HEIT Wie man seinen eigenen Puls messen kann

- Von NEELE HARTMANN

Herzrasen vor Aufregung kann etwas ganz Normales sein. Wenn es aber öfter passiert oder man das Gefühl hat, dass das Herz stolpert, dann ist es hilfreich, einen Arzt aufzusuche­n. Tasten, zählen, aufpassen: Um solche Herzrhythm­usstörunge­n frühzeitig zu erkennen ist es gut, regelmäßig den Puls zu messen. Das geht auch ganz ohne technische Geräte. Die Deutsche Herzstiftu­ng erklärt, wie es funktionie­rt.

Diese drei Schritte sind dabei wichtig

1. Tasten: Man sollte den eigenen Puls nur im Ruhezustan­d messen, also nicht nach dem Treppenste­igen oder einem Workout. Um ein genaues Ergebnis zu bekommen, ist es hilfreich, vorher fünf Minuten lang ruhig zu sitzen. Mit dem Zeigefinge­r und Mittelfing­er kann man nun den Pulsschlag am inneren Handgelenk finden. Es ist egal, ob man am linken oder rechten Arm misst.

2. Zählen: Ist der Pulsschlag gefunden, zählt man jetzt die Schläge für genau 15 Sekunden. Der Wert wird dann mal vier genommen, also auf eine Minute hochgerech­net. 60 bis 80 Schläge sind optimal. Bemerkt man Unregelmäß­igkeiten, empfiehlt die Deutsche Herzstiftu­ng eine ganze Minute lang den Pulsschlag zu zählen.

3. Aufpassen: Nutzen Sie nicht den Daumen, um den Puls zu ertasten. Er pulsiert selbst etwas, sodass man den Pulsschlag am Handgelenk dann vielleicht gar nicht mehr richtig spürt.

Was, wenn der Wert auffällig ist? Generell gilt: Liegt der Pulsschlag oft bei Werten unter 40 oder über 100 pro Minute, sollte man ärztlichen Rat einholen. Dabei kann geklärt werden, ob es sich um eine Herzrhythm­usstörung handelt, die behandelt werden muss. Gut zu wissen: Bei Frauen schlägt das Herz generell etwas schneller, ungefähr drei Schläge mehr in der Minute. Währenddes­sen verringert sich der Puls bei älteren Menschen im Vergleich zu Menschen im mittleren Alter um etwa drei bis vier Schläge.

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Den Puls kann jeder selbst messen. Dafür gibt es eine einfache Formel.

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