| Spi­ral­schnei­der

We­nig Koh­len­hy­dra­te und viel Ge­mü­se sind der Schlüs­sel für ein ge­sun­des Ab­neh­men. Um viel Ge­mü­se zu sich zu neh­men, kann man Ge­trei­de er­set­zen. Da­für sind Ge­mü­se-Nu­deln ei­ne gu­te Al­ter­na­ti­ve. In un­se­rem Test ha­ben wir uns die neu­en elek­tri­schen Spi­ralschn

Haus & Garten Test - - Inhalt - VON LI­SA ZU­BER

Blitz­schnell zu fei­nen, le­cke­ren Zood­les?

Ge­mü­se-nu­deln wie Zodd­les („Zuc­chi­ni Nood­le“) lie­gen im Trend, denn sie bie­ten ei­ne gu­te Mög­lich­keit we­ni­ger Koh­len­hy­dra­te und mehr Ge­mü­se zu sich zu neh­men. Sie bie­ten ei­ne Al­ter­na­ti­ve zu Ge­trei­de-nu­deln, wenn man et­wa ab­neh­men oder mal et­was Neu­es aus­pro­bie­ren möch­te. Vor al­lem in der ve­ge­ta­ri­schen und ve­ga­nen Kü­che sind die spi­ral­för­mi­gen Ge­mü­se-nu­deln der ab­so­lu­te Ren­ner. Es las­sen sich vie­le tol­le und ge­sun­de Ge­rich­te da­mit her­stel­len. Al­ler­dings las­sen sich die Ge­mü­se-Nu­deln nicht so leicht von Hand her­stel­len. Ei­ne un­kom­pli­zier­te Lö­sung bie­ten hier die neu­en elek­tri­schen Spi­ral­schnei­der. Das Funk­ti­ons­prin­zip ist da­bei recht sim­pel. Durch ei­nen Ein­füll­schacht wird das Ge­mü­se in Rich­tung ei­nes ro­tie­ren­den Trich­ters ge­scho­ben, dort be­fin­det sich seit­lich ein Mes­ser, wel­ches das Schnitt­gut in spi­ral­för­mi­ge Bah­nen schnei­det. Die Test­kan­di­da­ten fol­gen al­le­samt die­sem Prin­zip und ver­fü­gen al­le über ähn­lich glei­che Bau­tei­le. Da­bei bie­ten die Kan­di­da­ten so­gar mehr als ei­nen Schnei­d­ein­satz. Man kann zwi­schen min­des­tens zwei Ein­sät­zen wäh­len, ob lie­ber dün­ne Ge­mü­se-spa­ghet­ti oder doch lie­ber di­cke­re Ge­mü­se-lin­gui­ne be­vor­zugt wer­den. Die Mehr­zahl hat so­gar ein noch grö­ße­res Spek­trum im An- ge­bot, so kön­nen mit brei­te­ren Ein­sät­zen Ge­mü­se­chips oder Taglia­tel­le ge­zau­bert wer­den.

Der Druck macht’s

Im Test wur­den zu­nächst Zuc­chi­ni, dann Ret­tich und schließ­lich Ka­rot­ten zu den be­lieb­ten Ge­mü­se-Nu­deln ver­ar­bei­tet. Al­le Test­kan­di­da­ten hat­ten kei­ner­lei Pro­ble­me Zood­les zu pro­du­zie­ren. Je­der Stop­fer be­sitzt am En­de ei­ne Spit­ze, an der man das Ge­mü­se auf­spie­ßen kann. Die­se Fi­xie­rung dient ei­nem sta­bi­len Ein­fül­len zum Pro­du­zie­ren gleich­mä­ßi­ger Ge­mü­se-spi­ra­len. Durch die Ein­füll­öff­nung passt bei al­len ge­tes­te­ten Ob­jek­ten pro­blem­los ei­ne gan­ze Zuc­chi­ni. Mit gleich­mä­ßi­gem Druck mit­hil­fe des Stop­fers kön­nen ein­heit­lich di­cke und brei­te Zood­les her­ge­stellt wer­den. Ab und an blei­ben noch klei­ne­re Stück­chen zu­rück, wel­che durch die Rän­der ent­ste­hen. Al­les in al­lem bleibt ei­ne gu­te Rie­sen­nu­del zu­rück, als Rest le­dig­lich ein klei­ner Zuc­chi­ni-ke­gel. Auch beim Ret­tich las­sen sich kei­ne gro­ben Pro­ble­me ver­zeich­nen. Nur muss die Grö­ße et­was an­ge­passt wer­den, um das et­was di­cke­re Ge­mü­se in die Ein­füll­öff­nung zu be­för­dern. Da es sich hier­bei doch um ein et­was här­te­res Ge­mü­se als die Zuc­chi­ni han­delt, fällt auf, dass man bei den Kan­di­da­ten von Unold (78402), Rus­sell Hobbs (23810-56) und Mia (KH 2520) doch et­was mehr Druck aus­üben muss, um ein ein­heit­li­ches Er­geb­nis zu be­kom­men. Durch den hö­he­ren Druck ar­bei­ten die­se Ge­rä­te mi­ni­mal lang­sa­mer. Die Ka­rot­te ist da schon eher ein Pro­blem­kan­di­dat. Hier kommt es vor al­lem auf die Grö­ße der Ka­rot­te selbst an. Denn des­to klei­ner die Ka­rot­te, des­to schwe­rer ha­ben es die Spi­ral­schnei­der. Zum ei­nen lässt sich ei­ne klei­ne­re Ka­rot­te schwer­lich an dem Stop­fer fi­xie­ren. So­mit kann man schlech­ter Druck dar­auf aus­üben. Zum an­de­ren spielt hier die Län­ge des Stop­fers ei­ne grö­ße­re Rol­le. Bei dem Ge­rät von Mia fällt auf, dass es nicht weit ge­nug bis zum Trich­ter­ein­satz hin­ein­reicht. Das führt da­zu, dass sich die Ka­rot­te vom Stop­fer löst und der Rest nicht mehr zu ei­ner Ge­mü­se-Spi­ra­le ver­ar­bei­tet wer­den kann. So bleibt ein er­heb­li­cher Rest vom Schnitt­gut zu­rück. Das ist aber der Ein­zel­fall. Die an­de­ren Test­kan­di­da­ten schaf­fen das bes­ser. Ein an­de­rer kom­pli­zier­ter Punkt ist die Ka­rot­te selbst oder aber der Schnei­d­ein­satz. Der Se­ve­rin KM 3923 pro­du­ziert bei­spiels­wei­se nur Stück­chen und kei­ne Spi­ra­len wie auch der Ken­wood FGD 203. Mia schafft ein gleich­mä­ßi­ges Er-

geb­nis, wenn die Ka­rot­te gut am Stop­fer be­fes­tigt ist, al­ler­dings bleibt hier wie schon fest­ge­stellt ein gro­ßer Rest. Die Top Er­geb­nis­se lie­fern ein­deu­tig Unold und Rus­sell Hobbs. Man be­kommt gleich­mä­ßi­ge fei­ne Ka­rot­ten-Spa­ghet­ti oder auch Ka­rot­ten-Taglia­tel­le, wenn man ei­nen brei­te­ren Schnei­de­ein­satz ver­wen­det. Auch der Se­ve­rin KM 3921 schafft es Ge­mü­se-Spa­ghet­ti zu kre­ieren, al­ler­dings sind die­se nicht ganz so gleich­mä­ßig wie bei Unold und Rus­sell Hobbs.

Schnell und lei­se

Et­was Übung be­nö­tigt man al­so so­wie­so, aber wenn man den Dreh ein­mal raus hat, kann man ganz ein­fach ei­ne 20 cm lan­ge Zuc­chi­ni zu ei­ner lan­gen Spi­ra­le ver­ar­bei­ten. Ge­nug Platz da­für bie­ten die mit­ge­lie­fer­ten Auf­fang­be­häl­ter al­le­mal. Und schnell geht es da­bei auch noch. Al­le Test­kan­di­da­ten er­zie­len in punk­to Zeit sehr gu­te Er­geb­nis­se. Bei dem ei­nen oder an­de­ren, ist zwar et­was mehr Druck nö­tig, al­ler­dings sind die Ab­stu­fun­gen hier mar­gi­nal. Die Ar­beits­ge­schwin­dig­keit ist trotz al­lem sehr hoch. Ein biss­chen stö­rend ge­stal­tet sich bei man­chen Ge­rä­ten das Be­triebs­ge­räusch. Der Spi­ral­schnei­der von Rus­sell Hobbs ist hier mit ei­nem Schall­pe­gel von 75,4 De­zi­bel(a) auf 50 cm Dis­tanz zum Ein­füll­schacht nicht ge­ra­de zu­rück­hal­tend und Mia reiht sich mit 74,4 De­zi­bel(a) in die Rei­he der lau­te­ren Test­kan­di­da­ten ein. An­ge­nehm lei­se ist der Schnei­der von Se­ve­rin (KM3923), ge­folgt von Ken­wood. Es ist bei al­len Ge­rä­ten zwar kein Qu­iet­schen oder ähn­li­ches zu ver­neh­men, al­ler­dings be­steht hier bei man­chen et­was Ver­bes­se­rungs­po­ten­zi­al, da die Mo­to­ren ei­gent­lich nicht sehr hoch­tou­rig ar­bei­ten müs­sen.

Ein­fach und sau­ber

Die Rei­ni­gung der Spi­ral­schnei­der ge­stal­tet sich sim­pel. Al­le mo­du­la­ren Tei­le las­sen sich pro­blem­los lö­sen und wie­der fi­xie­ren und sind zu­dem spül­ma­schi­nen­ge­eig­net. Je­doch muss das nicht zwangs­läu­fig zum Ein­satz kom­men, da hier bei al­len Ge­rä­ten ein glat­ter Kunst­stoff die Ober­flä­che bil­det. Hier setz­ten sich al­so kei­ne un­schö­nen Ge­mü­se­res­te fest. Le­dig­lich bei den trich­ter­för­mi­gen Schnei­d­ein­sät­zen kommt die Spül­bürs­te und das han­dels­üb­li­che Spül­mit­tel zum Ein­satz. Aber auch das ge­stal­tet sich als un­kom­pli­ziert. Es bleibt höchs­tens an der un­te­ren Mes­ser­kan­te im Trich­ter­ein­satz ein klei­ner Ge­mü­se­fet­zen zu­rück, der sich al­ler­dings mit der Spül­bürs­te und et­was Fin­ger­spit­zen­ge­fühl leicht ent­fer­nen lässt.

Har­ter Kunst­stoff

Bei der Ver­ar­bei­tung der ein­zel­nen Spi­ral­schnei­der fällt auf, dass ein hoch­wer­ti­ger Kunst­stoff ver­wen­det wur­de. Je­doch sind al­le Kan­di­da­ten kei­ne hoch­wer­ti­ge Spit­zen­klas­se. Es sind zwar kei­ne schar­fen Ab­schluss­kan­ten oder Ver­ar­bei­tungs­feh­ler vor­han­den, die Be­dien­schal­ter sind al­le durch­weg sta­bil ge­nau­so wie die Ein­zel­tei­le. Durch­weg han­delt es sich hier um sou­ve­rä­ne Ge­rä­te, wel­che ei­ne gu­te Be­wer­tung er­hal­ten. Doch es be­steht durch­aus noch Po­ten­zi­al nach oben. Al­les in al­lem ma­chen al­le Spi­ral­schnei­der ei­nen gu­ten bis sehr gu­ten Ein­druck. Man kann schnell und ein­fach Ge­mü­se-nu­deln her­stel­len. Sie sind prak­ti­sche Kü­chen­hel­fer, die die Her­zen der Ge­mü­se­lieb­ha­ber hö­her schla­gen las­sen. Aber auch für Neu­lin­ge sind die­se Ge­rä­te durch­aus ei­nen Blick wert.

(4) Von ei­ner 250 Gramm Zuc­chi­ni blei­ben le­dig­lich 21 Gramm üb­rig, was für ei­ne sehr gu­te Aus­beu­te spricht

(2) Hier das Er­geb­nis: Ei­ne per­fek­te Rie­sen-spi­ra­le und we­ni­ge Stück­chen vom Rand, die Schnitt­gü­te bei Rus­sell Hobbs über­zeugt

(1) Zood­le-spaß in vol­lem Gang und in flot­tem Tem­po

(3) Der Stop­fen des Spi­ral­schnei­ders von Mia reicht nicht weit ge­nug, um das Ge­mü­se bis in den Trich­ter zu drü­cken

(8) Idea­ler­wei­se bleibt am En­de nur ein klei­ner Rest von ei­nem 30 cm lan­gen Ret­tich üb­rig

(7) ren Ret­tichs Kon­sis­ten­zTrotz las­sen­der här­te-des sich aus dem Ge­mü­se sehr gleich­mä­ßi­ge Spi­ra­len pro­du­zie­ren

(6) Rus­sell Hobbs hat den per­fek­ten Stop­fer kre­iert. An den zahl­rei­chen Spit­zen lässt sich das Ge­mü­se sehr sta­bil be­fes­ti­gen

(5) Der Unold-kan- di­dat pro­du­ziert ganz vor­bild­lich fei­ne und gleich­mä­ßi­ge Ka­rot­ten-spa­ghet­ti

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