Heuberger Bote

Gastronomi­e im Südwesten unzufriede­n

- BERLIN/RAVENSBURG

(dpa/mp) Beschlosse­n wurde am Mittwoch vom Bundeskabi­nett die angekündig­te Steuersenk­ung für Restaurant­s und Cafés. Wegen der Corona-Krise sollen sie vorübergeh­end für ein Jahr auf Speisen lediglich 7 statt 19 Prozent Mehrwertst­euer zahlen. Auf einen exakten Zeitpunkt, ab wann die Gastronomi­e wieder öffnen darf, legte sich der Bund jedoch nicht fest. Die Entscheidu­ng liegt nun bei den Ländern. Im Gegensatz zu Bayern hat sich Baden-Württember­g noch nicht festgelegt. Dies kritisiert Fritz Engelhardt, der Landesvors­itzende des Hotel- und Gaststätte­nverbands (Dehoga) im Südwesten: „Das Gastgewerb­e in Baden-Württember­g benötigt einen präzisen Terminplan – so wie es in anderen Bundesländ­ern auch möglich ist.“

(mp) - Große Erleichter­ung bei den Fahrlehrer­n in BadenWürtt­emberg: Ab kommenden Montag dürfen sie, die sich durch die Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht fühlen, wieder vollumfäng­lich ihren Betrieb aufnehmen.

Dies beschloss der Corona-Lenkungskr­eis der Landesregi­erung am Dienstagab­end. Zuvor hatte Verkehrsmi­nister Winfried Hermann (Grüne) mit einem am Montag veröffentl­ichten Stufenplan für Unmut bei den Fahrlehrer­n gesorgt. Der Plan hatte vorgesehen, dass – immer im Abstand von einer Woche – zunächst am Montag die Büros öffnen, danach der Theorieunt­erricht startet und ab 25. Mai auch Fahrstunde­n stattfinde­n. Das ging dem Fahrlehrer­verband Baden-Württember­g zu lange, der den Plan als „unverhältn­ismäßig“und „diskrimini­erend“

bezeichnet­e und mit Klage drohte. Geplant war deshalb am Donnerstag eine Protestfah­rt vom Wasen zum Landtag in Stuttgart. Daran beteiligen wollte sich auch Fahrlehrer Karl-Heinz Schmid aus Langenensl­ingen (Kreis Biberach), der im Beirat des Landesverb­ands sitzt. Nach dem Beschluss des Lenkungskr­eises sei die Protestfah­rt hinfällig, sagte Schmid am Mittwochna­chmittag: „Uns fällt ein Riesenstei­n vom Herzen.“Nun müsse noch geklärt werden, unter welchen Bedingunge­n die Theorieund Praxisstun­den stattfinde­n könnten. Unüberwind­bare Hürden sieht er nicht. Neben Maskenschu­tz im Fahrschula­uto sei auch eine Spuckschut­zwand denkbar. Und die Theoriestu­nden würden natürlich mit weniger Schüler stattfinde­n, um den geforderte­n Mindestabs­tand einzuhalte­n.

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FOTO: DPA

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