Käl­tes­ter Sep­tem­ber seit 2010

Wet­ter­rück­blick: Nied­ri­ge Tem­pe­ra­tu­ren, viel Re­gen, we­nig Son­ne

Ipf- und Jagst-Zeitung - - PANORAMA - Von An­dy Ne­u­mai­er

- Gol­de­ner Herbst Fehl­an­zei­ge, bis auf ein paar ein­zel­ne Ta­ge: Der dies­jäh­ri­ge Sep­tem­ber war so kühl wie seit sie­ben Jah­ren nicht mehr. En­de Au­gust war ab­rupt Schluss mit der Som­mer­wär­me, statt­des­sen feg­ten küh­le Herbst­win­de und häu­fi­ge Schau­er über die Re­gi­on. Nicht zu­letzt lag das auch an der re­gen Hur­ri­kan-Tä­tig­keit auf dem At­lan­tik, de­ren Res­te mit ei­ner flot­ten west­li­chen Hö­hen­strö­mung letzt­lich auch bei uns lan­de­ten. Da auch in den nächs­ten Ta­gen vor­erst wech­sel­haf­tes und küh­les Wet­ter herr­schen wird, bleibt ab­zu­war­ten, ob das Zeit­fens­ter für spä­te Wär­me we­nigs­tens jetzt im Ok­to­ber noch aus­reicht.

Tem­pe­ra­tu­ren: Mit 12,4 Grad über die Re­gi­on ge­mit­telt war der Sep­tem­ber um 1,2 Grad käl­ter, als in der lang­jäh­ri­gen Sta­tis­tik. Nur im Jahr 2010 war es zu­letzt noch käl­ter. Da­mit ein­her geht auch das re­la­tiv nied­ri­ge Mit­tel der Ta­ges­höchst­tem­pe­ra­tu­ren von ge­ra­de ein­mal 18,4 Grad. Nachts wa­ren das so­gar durch­schnitt­lich nur 7,6. Es wur­de im ge­sam­ten Kreis­ge­biet kein ein­zi­ger Som­mer­tag mit min­des­tens 25 Grad re­gis­triert, was im Ver­gleich zum Vor­jahr be­mer­kens­wert ist. Da­mals stie­gen die Tem­pe­ra­tu­ren näm­lich noch ein­mal auf bis zu 34 Grad. Wärms­ter Tag war der 5. Sep­tem­ber mit 24,7 Grad in Schwä­bisch Gmünd, käl­tes­ter der 21. mit ei­ner Mor­gen­tem­pe­ra­tur von 2,7 Grad in Ell­wan­gen. Das führ­te nur haar­scharf am ers­ten Bo­den­frost vor­bei. An nur noch 9 Ta­gen gab es 20 Grad oder et­was mehr.

Nie­der­schlag: Beim Nie­der­schlag mach­te der Sep­tem­ber im Durch­schnitt ei­ne Punkt­lan­dung. In Schwä­bisch Gmünd er­reich­te der Mo­nat mit 59,6 Li­tern Re­gen pro Qua­drat­me­ter haar­ge­nau 100 Pro­zent des Mo­nats­solls. Et­was nas­ser war es so­gar noch im nörd­li­chen und öst­li­chen Land­kreis. In Ell­wan­gen fie­len mit 71 Li­tern/qm bei­spiels­wei­se 127 Pro­zent des mo­nats­üb­li­chen Re­gens. Feuch­tes­ter Tag war hier der 30. mit al­lein 21,3 Li­tern in 24 St­un­den. Ins­ge­samt war an bis zu 17 Ta­gen Nie­der­schlag zu ver­zeich­nen. Gro­ße und schwe­re Ge­wit­ter­stür­me mit Ha­gel blie­ben im Sep­tem­ber auf­grund der oft nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren al­ler­dings aus.

Wind: Zwei mar­kan­te­re Win­der­eig­nis­se brach­ten am 6. Sep­tem­ber Wind­bö­en bis zu 70km/h an die Ost­alb, am 13. wur­de wäh­rend ei­nes ers­ten or­dent­li­chen Sturm­tiefs so­gar stel­len­wei­se Wind­stär­ke 10 mit bis zu 90km/h an­ge­ris­sen. An­sons­ten blieb der Sep­tem­ber trotz der all­ge­mein wech­sel­haf­ten Wit­te­rung noch win­dun­auf­fäl­lig.

Son­nen­schein: Pas­send zur ge­misch­ten Bi­lanz des Sep­tem­bers lag auch die An­zahl der Son­nen­stun­den mit 143 bei et­wa nur 88 Pro­zent des sta­tis­ti­schen Solls. Fa­zit: Kühl wie lan­ge nicht, wech­sel­haft mit son­ni­gen Mo­men­ten, und ins­ge­samt et­was nas­ser als ge­wöhn­lich: Der Sep­tem­ber hat sich nicht mit Ruhm be­kle­ckert, da bleibt zu hof­fen, dass we­nigs­tens der Ok­to­ber noch die Kur­ve be­kommt.

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