Tha­l­as­so­the­ra­pie und Schlammthe­ra­pie alt­her­ge­brach­te Al­ter­na­ti­ven

Alt­her­ge­brach­te Al­ter­na­ti­ven

Karibik - - Brief Des Herausgebers - TEXT DR. MSC. JULIO CÉ­SAR GINARTE SUAREZ FO­TOS AR­CHIV EXCELENCIAS

Ge­gen­wär­tig gibt es ei­ne im­mer stär­ker wer­den­de Ten­denz, die Frei­zeit dem Stre­ben nach ge­sund­heit­li­chem Wohl­er­ge­hen zu wid­men. Des­halb steigt nach sta­tis­ti­schen An­ga­ben der Be­reich Tou­ris­mus und Ge­sund­heit welt­weit ra­pi­de an.

Wir kön­nen die­ses Phä­no­men je­doch nicht als ei­ne auf­kom­men­de Mo­de be­trach­ten, da seit un­end­li­chen Zei­ten die Men­schen in Ge­bie­te ge­reist sind, wo sie ir­gend­ei­ne na­tür­li­che Mil­de­rung für ih­re Lei­den fin­den konn­ten, sei es mit­hil­fe me­di­zi­ni­scher Mi­ne­ral­quel­len, Schlamm- oder Lehm­be­hand­lun­gen mit ge­wis­ser Heilwirkung oder ein­fach mit­hil­fe des Mee­res.

EI­GEN­SCHAF­TEN DER THA­L­AS­SO­THE­RA­PIE

Die Tha­l­as­so­the­ra­pie ist ei­ne Me­tho­de, die auf der Nut­zung ver­schie­de­ner Heil­mit­tel aus dem Meer be­ruht – Meer­was­ser, Al­gen, Schlamm und an­de­re dem Meer ent­nom­me­ne Sub­stan­zen –, zu­sam­men oder ge­trennt, und die auch das Mee­res­kli­mas als the­ra­peu­ti­schen Wirk­stoff nutzt.

Da es mehr als 80 Ele­men­te ent­hält, die für das gu­te Funk­tio­nie­ren des mensch­li­chen Kör­pers von­nö­ten sind, steht das Meer­was­ser auf­grund sei­ner phy­sisch-che­mi­schen Zu­sam­men­set­zung sehr hoch im Kurs, ins­be­son­de­re we­gen des ho­hen Ge­halts an Na­tri­um und Ka­li­um, die den Was­ser­ge­halt in den Zel­len und Ge­we­ben re­gu­lie­ren.

Auch die Be­we­gung des Mee­res ist sehr wohl­tu­end, da die Wel­len ei­nen be­le­ben­den Ef­fekt aus­üben, der ei­ner Hy­dro­mas­sa­ge auf der Kör­per­ober­flä­che gleich­kommt, wo­mit ein Ge­fühl des all­ge­mei­nen Wohl­er­ge­hens aus­ge­löst wird, das da­bei hilft, Stress, in­ne­re Un­ru­he und De­pres­si­on zu be­kämp­fen.

Die Dich­te des Meer­was­sers ist 2,5 Mal grö­ßer als die des Süß­was­sers, was es er­mög­licht, dass die Kör­per­be­we­gun­gen leich­ter aus­zu­füh­ren sind, wo­durch ei­ne stär­ke­re Ent­span­nung der Mus­keln ein­tritt, was es er­mög­licht, rheu­ma­ti­sche Pro­zes­se, Ar­thri­tis und Os­teo­po­ro­se zu lin­dern.

Auch der Blut­druck sinkt, wenn man am Mee­res­ufer ist, da die feuch­te Um­ge­bung die­sen be­ru­hi­gen­den Ef­fekt aus­übt, der noch ge­stei­gert wird, wenn die Tem­pe­ra­tur zwi­schen 20 ºc y 30 ºc liegt.

Die An­wen­dung von Al­gen in der Tha­l­as­so­the­ra­pie führt dem Kör­per Mi­ne­ra­le zu wie Jod, Kal­zi­um, Phos­phor, Ka­li­um, Ma­g­ne­si­um, Kup­fer, Zink und Fluo­rit so­wie auch Vit­ami­ne, Ami­no­säu­ren und an­de­re Sub­stan­zen mit an­ti­bio­ti­schen, an­ti­t­u­mo­ra­len und oxi­da­ti­ons­hem­men­den Ei­gen­schaf­ten, die die Haut­al­te­rung hin­aus­zö­gern.

Mee­res­schlamm ent­hält ei­ne ho­he Kon­zen­tra­ti­on an Mi­ne­ra­len, die der Fau­na und Flo­ra des Mee­res ent­stam­men.

MIT JE­DEM JAHR SIND ES MEHR MEN­SCHEN, DIE FÜR IH­RE GESUNDERHALTUNG DURCH DIE WELT REI­SEN. WAS KANN BES­SER SEIN ALS JE­NE NATURRESSOURCEN MIT HEILWIRKUNG ZU NUT­ZEN, DIE ES AN DEN BE­SUCH­TEN OR­TEN GIBT

Er wird di­rekt auf die Haut auf­ge­tra­gen, ver­mischt mit Meer­was­ser, wäh­rend gleich­zei­tig Mi­ne­ra­le und Spu­ren­ele­men­te ein­wir­ken und über die Haut in den Or­ga­nis­mus ge­lan­gen. Des­halb wird Mee­res­schlamm bei Schup­pen­flech­ten und an­de­ren Haut­krank­hei­ten an­ge­wen­det. Dar­über hin­aus be­kämpft er Zel­lu­li­tis und Schlaff­heit.

An­de­rer­seits ist die Mee­res­luft reich an Jod, ne­ga­tiv ge­la­de­nen Io­nen und Ozon, ei­nem Wirk­stoff, der die Luft rei­nigt und dank sei­ner an­ti­sep­ti­schen, an­ti­bio­ti­schen und ent­span­nen­den Ei­gen­schaf­ten die Ab­wehr­kräf­te sti­mu­liert und das Wohl­be­fin­den för­dert. Das macht es auch bei der Be­hand­lung von Asth­ma oder Ra­chen­ent­zün­dung nutz­bar.

NUT­ZEN DER SCHLAMMTHE­RA­PIE

Die Schlammthe­ra­pie ist ei­ne alt­her­ge­brach­te Be­hand­lung, die dar­in be­steht, ver­schie­de­ne Ar­ten von Schlamm und Lehm auf die Haut auf­zu­tra­gen, um de­ren Aus­se­hen zu ver­bes­sern, und mit der au­ßer­dem ei­ni­ge me­di­zi­ni­sche Pro­ble­me be­han­delt wer­den kön­nen.

Schlamm­pa­ckun­gen wer­den in fol­gen­den Fäl­len emp­foh­len:

• Krank­hei­ten des Be­we­gungs­ap­pa­ra­tes: Ge­len­k­ent­zün­dun­gen, Fol­ge­er­schei­nun­gen von Kno­chen- und Ge­lenk­ver­let­zun­gen, Prel­lun­gen, Ver­ren­kun­gen, He­xen­schuss, all­ge­mei­ne Mus­kel­schmer­zen, Vor­beu­gung ge­gen Rheu­ma, Ar­thri­tis und Gicht.

• Für das Ver­dau­ungs­sys­tem: Auf den Leib auf­ge­tra­gen, hilft es bei Ver­dau­ungs­pro­ble­men, senkt die Tem­pe­ra­tur der Ein­ge­wei­de und hilft bei Darm­be­schwer­den. Dar­über hin­aus kann es die Ent­zün­dung ei­ni­ger in­ne­rer Or­ga­ne wie der Le­ber, der Ge­bär­mut­ter oder der Eier­stö­cke ver­min­dern.

• Für das Ner­ven­sys­tem: au­ßer im Fal­le ei­ni­ger Neur­al­gi­en ha­ben vie­le Per­so­nen auch Pro­ble­me wie Schlaf­stö­run­gen, Be­klem­mun­gen und Angst­zu­stän­de mil­dern kön­nen.

• Zum Ver­hei­len von Wun­den, In­sek­ten­sti­chen, Ver­bren­nun­gen, Abszes­sen und Ei­te­run­gen, Ge­schwü­ren, of­fe­nen Wun­den und so­gar ei­ni­gen gut­ar­ti­gen Tu­mo­ren.

• Als Er­gän­zung der Pro­gram­me zur Ge­wichts­re­du­zie­rung, da die Be­hand­lung die Flüs­sig­kei­ten an die Ober­flä­che be­för­dert, das Funk­tio­nie­ren der Ver­dau­ungs­or­ga­ne ver­bes­sert und Zel­lu­li­tis ab­schwächt.

• Durch die Rei­ni­gung der Po­ren ver­bes­sert es die Hau­tat­mung und be­för­dert, dass ei­ni­ge sei­ner Nähr­stof­fe bei der Pro­duk­ti­on von Kol­la­gen hel­fen, dem wich­tigs­ten Be­stand­teil für die Glät­te der Ge­sichts­haut. Zu­sam­men mit sei­ner Ab­sorp­ti­ons­fä­hig­keit von Gift­stof­fen ist es für meh­re­re äs­the­ti­sche Pro­ble­me der Haut ge­eig­net, da es Feuch­tig­keit zu­führt und da­bei hilft, klei­ne Un­voll­kom­men­hei­ten ver­schwin­den zu las­sen, ein­schließ­lich vie­ler Ar­ten von Fle­cken. Un­voll­kom­men­hei­ten, dar­un­ter vie­le Ar­ten von Fle­cken los­zu­wer­den.

Meer­was­ser steht auf­grund sei­nes ho­hen Na­tri­um- und Ka­li­um­ge­halts sehr hoch im Kurs, die den Was­ser­ge­halt in den Zel­len und Ge­we­ben re­gu­lie­ren

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