Ei­ne sehr freund­li­che Ma­kro­re­gi­on

Karibik - - Brief Des Herausgebers - Jo­sé Car­los de San­tia­go

We­ni­ge Län­der auf der Welt kön­nen auf ei­ne so so­li­de Wirt­schaft ver­wei­sen wie Deutsch­land: de­fi­ni­tiv die größ­te in Eu­ro­pa. Es ist ei­ne Po­si­ti­on, die nicht nur sei­nen Be­woh­nern völ­li­ge Ru­he bie­tet, son­dern die es der Mehr­zahl von ih­nen er­mög­licht, all­jähr­lich min­des­tens ei­ne Aus­lands­rei­se zu un­ter­neh­men. Und auch im Über­kreu­zen der Gren­zen ge­hö­ren die Deut­schen zu den Ers­ten welt­weit.

Mil­lio­nen Deut­sche ha­ben bis­her be­schlos­sen, ein an­de­res Land zu be­su­chen, wo­bei sie es na­tür­lich haupt­säch­lich vor­zie­hen, ihr ei­ge­nes Land zu be­rei­sen, und da­nach Ös­ter­reich, Spa­ni­en, Ita­li­en, Frank­reich und die Tür­kei. Seit ge­wis­ser Zeit rich­ten sie je­doch ih­ren Blick im­mer wie­der auf Ame­ri­ka und die Ka­ri­bik. So sehr, dass auf der ver­gan­ge­nen In­ter­na­tio­na­len Tou­ris­mus­mes­se Cu­ba 2017 Deutsch­land zum Eh­ren­gast er­nannt wur­de, weil es die Lis­te der tra­di­tio­nel­len Ent­sen­de­märk­te des Al­ten Kon­ti­nents an­führt und weil es dar­über hin­aus an vier­ter Stel­le der Län­der steht, aus de­nen Be­su­cher auf die In­sel kom­men, ge­folgt von Ka­na­da, der im Aus­land le­ben­den Ku­ba­ni­schen Ge­mein­schaft und den USA.

Es ist be­kannt, dass wenn auch et­wa 30 % der Tou­ris­ten ih­ren Ur­laub in Bay­ern oder beim Ok­to­ber­fest ver­brach­ten, ein an­de­rer be­trächt­li­cher Teil nicht der „Ver­su­chung“wi­der­ste­hen kann, die von ei­nem gu­ten Strand aus­geht. Und das ist der Punkt, an dem, ins­be­son­de­re in der kal­ten Jah­res­zeit, die Ka­ri­bik in den Wett­be­werb ein­tritt, da sie über ei­ne wah­re Kon­stel­la­ti­on von ma­le­ri­schen Or­ten mit bren­nen­der Son­ne, gol­de­nem Sand, kris­tall­kla­rem Was­ser und ei­nem An­ge­bot ver­fügt, das sich den An­sprü­chen des an­spruchs­volls­ten Tou­ris­ten an­passt.

Eben­so­we­nig ist es ein Ge­heim­nis, dass die­sem so be­son­de­ren Rei­sen­den die ein­zig­ar­ti­gen Bausti­le, die idyl­li­schen Land­schaf­ten, die Ko­lo­ni­al­städ­te, die au­then­ti­schen Kul­tu­ren, die na­tür­li­che Viel­falt, die ku­li­na­ri­schen Ge­nüs­se ge­fal­len .... All dies ist so­wohl in der Ka­ri­bik­re­gi­on als auch in ei­ni­gen la­tein­ame­ri­ka­ni­schen Län­dern be­wun­derns­wert, die auf­grund eben die­ser Ei­gen­schaf­ten zu den wett­be­werbs­fä­higs­ten in der Tou­ris­mus­welt zäh­len.

In die­ser aus­er­wähl­ten Grup­pe, die die Sym­pa­thi­en vie­ler auf sich zieht, ist Me­xi­ko her­vor­zu­he­ben, das ei­ne Zahl aus­län­di­scher Be­su­cher von über 32 Mil­lio­nen jähr­lich er­reicht und wei­ter­hin das be­lieb­tes­te Rei­se­ziel in Latein­ame­ri­ka ist. Die­ses ist zwei­fel­los ei­ne der so­ge­nann­ten tou­ris­mus­freund­li­chen Ma­kro­re­gio­nen, wie der kürz­li­che Be­richt des Welt­wirt­schafts­fo­rums aus­weist. In der Aus­wahl der Deut­schen kom­men da­nach Bra­si­li­en, Pa­na­ma, Cos­ta Ri­ca, Chi­le, Ar­gen­ti­ni­en und Pe­ru, Län­der, die in­ten­siv dar­an ar­bei­ten, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit und Nach­hal­tig­keit ei­ner Bran­che zu ver­bes­sern, die im­mer be­deu­ten­der für die Zu­kunft der Wirt­schaf­ten des Kon­ti­nents wird.

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